{"id":1254,"date":"2021-12-16T08:00:00","date_gmt":"2021-12-16T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/?p=1254"},"modified":"2022-04-06T16:55:20","modified_gmt":"2022-04-06T14:55:20","slug":"hofladen-weltweit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/hofladen-weltweit\/","title":{"rendered":"Hofladen weltweit"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Orangen-Cocoparisienne-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1258\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Orangen-Cocoparisienne-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Orangen-Cocoparisienne-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Orangen-Cocoparisienne-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Orangen-Cocoparisienne-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Orangen-Cocoparisienne-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Nein, sie sind nicht alle gleich gro\u00df und sie haben auch nicht alle eine makellose Haut: Orangen, nicht aus dem Supermarkt. | Foto: Cocoparisienne \/ Pixabay<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Mandarinen, Schokolade, \u00c4pfel, N\u00fcsse. Was der traditionelle Nikolaus den Kindern bringt, kommt immer auch von weit her. Bei uns wachsen weder Mandarinen, noch der Kakao, aus dem Schokolade gemacht werden kann. Aber gerade in der bei uns dunklen Jahreszeit sind die Fr\u00fcchte aus dem globalen S\u00fcden besonders gefragt. Was eigentlich passt, denn zumindest die Orangen und Avocado sind dann auch reif. Dennoch verkauft uns der Handel gerade dann unreife Fr\u00fcchte, die oft auch noch chemisch behandelt und unfair gehandelt sind. Das k\u00f6nnen wir \u00e4ndern \u2013 durch direkten Einkauf bei den Bauernfamilien.<\/p>\n\n\n\n<p>Direkt vom Hof in Griechenland oder Spanien, oder auch Afrika, in die Kiste und per Post zu uns? Das geht. Wir k\u00f6nnen bei den B\u00e4uerinnen und Bauern im S\u00fcden kaufen und es kommt dann eine Kiste voller Orangen, Clementinen, Ananas oder Avocados, die tats\u00e4chlich f\u00fcr uns geerntet sind. Der gro\u00dfe Unterschied f\u00fcr uns: Die Fr\u00fcchte sind unbehandelte Bioqualit\u00e4t und sie sind reif, wenn sie geerntet werden. Das schmeckt man. Der gro\u00dfe Unterschied f\u00fcr die Bauern: Es gibt feste Abnehmer und feste Preise. Und sie m\u00fcssen keine Fr\u00fcchte mehr wegwerfen, weil sie nicht nach Supermarkt aussehen. Das sichert Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-medium-font-size wp-block-heading\">Kunden nicht K\u00f6nig<\/h2>\n\n\n\n<p>Begonnen hat das Ganze vor fast f\u00fcnfzig Jahren. 1973 taten sich in der Schweiz die \u201eBananenfrauen\u201c zusammen, um im globalen Handel f\u00fcr mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Warum kostet eine Kiste Bananen aus \u00dcbersee weniger als eine Kiste Schweizer \u00c4pfel, hatten sie sich gefragt. In den 1980er Jahren gr\u00fcndeten sie die Arbeitsgemeinschaft Gerechter Bananenhandel \u2013 GeBana. Etwa zur gleichen Zeit entstand in Deutschland aus der Solidarit\u00e4tsbewegung, die die Revolution in Nicaragua unterst\u00fctzte, die erste unabh\u00e4ngige Fairtrade-Organisation BanaFair. Auch da ging es um Bananen. W\u00e4hrend sich BanaFair als H\u00e4ndler positionierte, der die Superm\u00e4rkte mit fair gehandelten Bananen beliefert, hat sich GeBana nach einigen Umwegen auf Direktvermarktung spezialisiert. \u00dcber die Z\u00fcrcher gebana AG k\u00f6nnen wir derzeit im deutschen Online-Shop direkt bei b\u00e4uerlichen Betrieben in Griechenland Clementinen, Orangen oder Grapefruits bestellen. Oder in der T\u00fcrkei getrocknete Aprikosen, in Tunesien Datteln, in der Dominikanischen Republik Bananen, in Italien Tomatenpassata. Alles bio, versteht sich. \u201eWeltweit ab Hof\u201c ist das Motto von gebana.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir klicken also im Online-Shop zum Beispiel auf Orangen, k\u00f6nnen dann w\u00e4hlen, wann sie geliefert werden sollen \u2013 und stellen fest: Oh, die haben wir gar nicht an Weihnachten. Die kommen fr\u00fchestens im Januar. \u201eJa\u201c, sagt Sandra D\u00fctschler, die Kommunikationschefin von gebana in Z\u00fcrich, \u201edas liegt daran, dass die Fr\u00fcchte geerntet werden, wenn sie reif sind.\u201c Und dann erz\u00e4hlt sie eine Anekdote aus der Schweiz. Dort ist der Nikolaustag ein wichtiges Fest und die Verbraucherinnen und Verbraucher sind so konditioniert, dass es zu diesem Festtag unbedingt Clementinen geben muss. \u201eDann rufen sie an und fragen, wo ihre Clementinen bleiben. Die sind aber halt nicht jedes Jahr p\u00fcnktlich zum Nikolaustag reif. Und das m\u00fcssen die Konsumenten dann halt lernen. Wir sagen ja auch: Wir \u00e4ndern die Regeln des Handels! Und eine dieser Regeln ist, dass eben nicht alles zu jeder Zeit verf\u00fcgbar ist. \u00dcblicherweise hei\u00dft es ja immer: Der Kunde ist K\u00f6nig, und man macht alles, was der Kunde will. Wir sagen: Nein, die Natur ist K\u00f6nigin. Die Kundin kann gar nicht K\u00f6nigin sein, weil sie ja gar nicht wei\u00df, wann in Griechenland die Clementinen oder die Orangen reif sind und wann sie also bei ihr sein k\u00f6nnen. Wir betr\u00fcgen die Konsumenten aber auch nicht, indem wir ihnen unreife Fr\u00fcchte liefern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"570\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gebana-SandraDuetschler-1024x570.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1256\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gebana-SandraDuetschler-1024x570.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gebana-SandraDuetschler-300x167.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gebana-SandraDuetschler-768x428.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gebana-SandraDuetschler-1536x856.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gebana-SandraDuetschler.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>&#8222;Die Natur ist K\u00f6nigin, nicht die Kundin&#8220;, sagt Sandra D\u00fctschler von gebana. Die Natur entscheidet, wann die Fr\u00fcchte reif werden und also auch, wann sie geerntet und geliefert werden k\u00f6nnen. | Foto: privat<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir Supermarktkunden sind allerdings anders erzogen. Wir k\u00f6nnen ab Herbst jederzeit angeblich frische Orangen kaufen, mit makelloser Schale in leuchtendem Gelb. Was die wenigsten von uns wissen: Wie diese Orangen zugerichtet wurden. Sie werden geerntet, wenn sie noch gar nicht reif sind, weil sich unreife Fr\u00fcchte ohne Zeitdruck transportieren lassen und sie in Klimakammern f\u00fcr den Einzelhandel passgenau nachgereift werden k\u00f6nnen. Zuerst werden sie nach Gr\u00f6\u00dfe und Sch\u00f6nheit sortiert. Etwa ein Drittel der Ernte wird aussortiert, weil die Fr\u00fcchte nicht so aussehen, wie der Lebensmittelhandel das will. Nach der unsanften Behandlung in der Klimakammer werden noch einmal die aussortiert, die dadurch Schaden genommen haben. Und der Rest kommt dann in ein Seifenbad, wird mit Fungiziden gegen Pilzbefall behandelt und anschlie\u00dfend mit einer Wachsschicht versehen. Wer einmal Orangen am Baum gesehen hat, sollte wissen, dass die Orangen in der Realit\u00e4t anders aussehen als die im Supermarkt. Sie sind unterschiedlich gro\u00df, unterschiedlich gef\u00e4rbt und haben auch mal Schrunden und Narben in der Haut. Natur eben. \u201eDas m\u00fcsste eigentlich jeder wissen, der schon mal einen Apfelbaum gesehen hat, der Fr\u00fcchte tr\u00e4gt. Die meisten von denen sehen auch ganz anders aus, als die \u00c4pfel im Supermarkt\u201c, sagt Sandra D\u00fctschler. Wenn die gebana-Kiste kommt, dann befinden sich darin gro\u00dfe und kleine Fr\u00fcchte in unterschiedlichen Formen und Farben. Das unterscheidet sie von den S\u00fcdfr\u00fcchten im Supermarkt, am st\u00e4rksten aber ist der Unterschied im Geschmack. Die direkt gehandelten Fr\u00fcchte sind reif geerntet und unbehandelt. \u00dcbrigens: \u201eKleine Orangen schmecken meiner Erfahrung nach s\u00fc\u00dfer und besser als gro\u00dfe,\u201c sagt die griechische B\u00e4uerin Olga Aggelena in einem Film im gebana-Blog. Ich kann das best\u00e4tigen. In meiner ersten, im vergangenen Jahr direkt in Sizilien gekauften Kiste Orangen, waren auch die kleineren die besten. Wer nur im Supermarkt kauft, erf\u00e4hrt davon gar nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kisten kommen allerdings nicht ganz so direkt zu uns, wie das eigentlich sein k\u00f6nnte. Die Orangen, um bei denen zu bleiben, werden von den B\u00e4uerinnen und Bauern in Griechenland reif geerntet und in Kisten gepackt, dann aber nicht direkt zur Post gebracht. \u201eDas geht nicht, weil die Post auch in Europa noch nicht in der Lage ist, reife Fr\u00fcchte in angemessener Zeit zu transportieren\u201c, sagt Sandra D\u00fctschler. Also holt gebana die Kisten ab und transportiert sie in die Schweiz und nach Deutschland. Dort bekommen sie einen Deckel und einen Adressaufkleber und dann erst gehen sie zur Post.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"324\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gebana-Screenshot-1024x324.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1255\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gebana-Screenshot-1024x324.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gebana-Screenshot-300x95.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gebana-Screenshot-768x243.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gebana-Screenshot.jpg 1127w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Vorgestellt auf der gebana-Website: eine der B\u00e4uerinnen, die f\u00fcr die Direktvermarktungskisten in Griechenland Orangen anbauen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"has-medium-font-size wp-block-heading\">Weltweit ab Hof<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch <a href=\"https:\/\/www.gebana.com\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">gebana<\/a> hatte sich, wie die deutsche entwicklungspolitische Organisation <a href=\"https:\/\/www.banafair.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BanaFair<\/a>, zun\u00e4chst als H\u00e4ndler versucht. Tats\u00e4chlich hatten es auch die Schweizer mit eigenen Fairtrade-Produkten in die Superm\u00e4rkte geschafft. Sehr schnell aber mussten sie dann feststellen, dass die Anforderungen der Lebensmittelketten weder den Bauernfamilien im S\u00fcden noch deren Produkten gerecht werden. \u201eDer Handel sagt uns immer, wenn er eine krumme Gurke neben eine gerade Gurke legt, bleibt die krumme im Regal liegen. Der Handel hat die Leute aber \u00fcber Jahrzehnte so erzogen, dass alle glauben, nur gerade Gurken seien gute Gurken. Und Orangen sind immer orange und gleich gro\u00df und niemals klein und gr\u00fcn. Und weil die Kundinnen und Kunden so konditioniert wurden, sind tonnenweise Fr\u00fcchte unverk\u00e4uflich und werden weggeworfen\u201c, sagt Sandra D\u00fctschler: \u201eDavon m\u00fcssen wir wegkommen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Also hat die gebana AG im S\u00fcden Partner gesucht und, wo diese nicht zu finden waren, Tochterfirmen aufgebaut, die mit den Kleinbauern zusammenarbeiten: in Brasilien, in Burkina Faso, in Togo, in Benin. Die brasilianische Tochter ist 2010 fast pleite gegangen, weil die Bio-Soja der Kleinbauern mit Spuren des Insektizids Endosulfan belastet und deshalb unverk\u00e4uflich war. Das Pestizid, damals in Europa schon verboten, wurde von Bayer in Brasilien an die Gro\u00dfgrundbesitzer verkauft, die auf ihren Riesenfeldern gentechnisch ver\u00e4nderte Soja anbauen. Von dort gelangte das Gift \u00fcber die Luft und den Regen zur Bio-Soja. \u201eChega!\u201c \u2013 Es reicht! So hie\u00df die Protestaktion von gebana und den Kleinbauern, die dazu beitrug, dass der deutsche Chemiekonzern das Insektizid vom Markt nahm. Zwei Jahre sp\u00e4ter wurde es weltweit verboten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gebana-Tochter in Burkina Faso ger\u00e4t dann 2017 in Schieflage, weil die Mango-Ernte schlecht ausf\u00e4llt und gleichzeitig Cashew knapp ist. Mit einer Crowdfunding-Aktion wurde die Firma gerettet. \u201eUnsere Kunden haben uns Geld gegeben f\u00fcr Mango und Cashew, die wir erst f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter liefern. Das war ein sogenanntes kreatives Finanzierungsinstrument, gewisserma\u00dfen lauter kleine Darlehen, die die Leute vergeben haben\u201c, sagt Sandra D\u00fctschler. Und weil das so gut geklappt hat, wird jetzt via Crowdfunding in Burkina Faso gr\u00f6\u00dfer investiert. Weitere tausend Arbeitspl\u00e4tze auf dem Land sollen aufgebaut und gesichert werden. In der Krise ist uns klar geworden, erz\u00e4hlt Sandra D\u00fctschler, \u201edass wir gerade an den Orten, wo es schwierig ist, Firmen aufbauen wollen, die irgendwann eigenst\u00e4ndig wirtschaften. Arbeitspl\u00e4tze m\u00fcssen auch auf dem Land entstehen und die Kleinbauern m\u00fcssen dadurch abgesichert werden, dass sie einen sicheren Zugang zum Markt bekommen. Unser Ziel ist nicht, dass die alle so klein belieben, wie sie jetzt sind. Viele Familien haben ja heute immer noch kaum mehr als einen Hektar Land. Davon k\u00f6nnen sie nicht leben. Es muss schon auch Entwicklung in die b\u00e4uerliche Landwirtschaft, aber sie soll kleinr\u00e4umig bleiben und verschiedene Kulturen anbauen, weil wir gleichzeitig auch auf die Biodiversit\u00e4t achten.\u201c In Tunesien hat das \u00fcbrigens schon geklappt mit der irgendwann eigenst\u00e4ndig wirtschaftenden Firma. Die ehemalige gebana-Tochter dort ist inzwischen ein eigenst\u00e4ndiger Handelspartner nicht nur von gebana.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"922\" height=\"710\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/CrowdFarmingScreenshot.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1257\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/CrowdFarmingScreenshot.jpg 922w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/CrowdFarmingScreenshot-300x231.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/CrowdFarmingScreenshot-768x591.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 922px) 100vw, 922px\" \/><figcaption>Stolzer Post auf der Website der jungen Direktvermarktungsorganisation CrowdFarming aus Spanien.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch anderswo funktioniert die Idee der Direktvermarktung \u00fcber die Grenzen hinweg. 2017 haben sich in Spanien ein paar Junglandwirtinnen und Junglandwirte zusammengetan und <a href=\"https:\/\/www.crowdfarming.com\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CrowdFarming<\/a> gegr\u00fcndet. Das ist die Organisation, \u00fcber die ich meine erste Orangenkiste direkt in Sizilien gekauft habe. Sie ist schnell gewachsen und hat ihr Netzwerk rasch \u00fcber Spanien hinaus gekn\u00fcpft und ein internationales Team aufgebaut. In diesem Jahr hat CrowdFarming seinen ersten \u201e<a href=\"https:\/\/cfcommondata.blob.core.windows.net\/transparency\/de\/DE%20-%20Wirkungs-%20und%20Transparenzbericht.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wirkungs- und Transparenzbericht\u201c<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Darin ist auch zu lesen, dass das Unternehmen noch rote Zahlen schreibt, und auch, auf welche gewaltige Anzahl von Anrufen und Mails das Team im vergangenen Jahr reagieren musste: 204.289 Mails und 33.000 Anrufe. Die Direktvermarktung von einer halben Million Obstkisten von \u00fcber hundert Betrieben hat CrowdFarming vergangenes Jahr abgewickelt. Im Vergleich mit gebana ein kleines Unternehmen, aber die Idee der Direktvermarktung \u00fcber die Grenzen hinaus, hat deutlich Zuwachs.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur: Was macht man eigentlich mit einer ganzen Kiste Orangen? Zum Beispiel Saft und Marmelade, oder man teilt sie mit Freunden. K\u00fchl gelagert halten sich auch die reif geernteten Fr\u00fcchte \u00fcbrigens sehr gut zwei oder drei Wochen lang.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Direkt zur deutschen Seite von gebana: <a href=\"https:\/\/www.gebana.com\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.gebana.com\/de\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Direkt zur deutschen Seite von CrowdFarming: <a href=\"https:\/\/www.crowdfarming.com\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.crowdfarming.com\/de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mandarinen, Schokolade, \u00c4pfel, N\u00fcsse. Was der traditionelle Nikolaus den Kindern bringt, kommt immer auch von weit her. 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