{"id":2977,"date":"2024-12-05T08:00:00","date_gmt":"2024-12-05T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/?p=2977"},"modified":"2025-02-05T13:05:08","modified_gmt":"2025-02-05T12:05:08","slug":"zukunft-denken-koennen-wir-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/zukunft-denken-koennen-wir-das\/","title":{"rendered":"Zukunft denken! K\u00f6nnen wir das?"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"573\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Waldschaeden-Harz-Wolfgang-Kramer-1024x573.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3009\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Waldschaeden-Harz-Wolfgang-Kramer-1024x573.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Waldschaeden-Harz-Wolfgang-Kramer-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Waldschaeden-Harz-Wolfgang-Kramer-768x430.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Waldschaeden-Harz-Wolfgang-Kramer-1536x859.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Waldschaeden-Harz-Wolfgang-Kramer.jpg 2011w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Zustand des \u00bbWaldnationalparks Harz\u00ab: Der viel besungene Deutsche Wald ist keine Kohlenstoffsenke mehr. Er ist zur CO2-Quelle geworden. Selbst Opfer der Klimakrise heizt er den Klimawandel jetzt an. Nichts ist&#8217;s mit Nachhaltigkeit im Forst. | Foto: Wolfgang Kramer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Heute geht es in diesem Blog um die ganz gro\u00dfen Dinge. Die gescheiterte Klimakonferenz von Baku ist der aktuelle Aufh\u00e4nger, wenn auch nicht der Anlass f\u00fcr die grunds\u00e4tzliche Frage, ob wir Menschen \u00fcberhaupt in der Lage sind, Zukunft zu denken. Diese Frage stellt sich immer dann, wenn von den diversen Krisen die Rede ist, die wir durch unser Handeln herbeigef\u00fchrt haben. K\u00f6nnen wir \u00fcberhaupt ermessen, was wir mit unserem heutigen Handeln in der Zukunft anrichten? Sind wir in der Lage, unser Wissen \u00fcber die Welt, das noch nie so umfassend war, wie es heute ist, in verantwortliches Handeln f\u00fcr die Zukunft umzusetzen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Einzelne Menschen k\u00f6nnen das. Wir sind st\u00e4ndig am Planen. Familie, Arbeit, Rente, Erbe, ja selbst das Einkaufen erfordert Planung. Dieser Podcast hie\u00dfe nicht \u00bbF\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen\u00ab, wenn nicht auch ich der Ansicht w\u00e4re, dass jede und jeder von uns planvoll und sinnvoll handeln kann. Einzelne Menschen k\u00f6nnen das, aber kann das auch die Menschheit?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Entgrenzter Mensch<\/h2>\n\n\n\n<p>Das ist die gro\u00dfe Frage, der ich heute ein wenig nachgehen m\u00f6chte. Als Gespr\u00e4chspartner habe ich mir daf\u00fcr <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kersten_Reich\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kersten Reich<\/a> eingeladen. Er ist Lernforscher, emeritierter Professor f\u00fcr Allgemeine P\u00e4dagogik der Universit\u00e4t K\u00f6ln und hat in den letzten Jahren sehr viel zum Thema Nachhaltigkeit gearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Herausgekommen ist dabei unter anderem das zweib\u00e4ndige Werk \u00bb<a href=\"https:\/\/westendverlag.de\/Der-entgrenzte-Mensch-und-die-Grenzen-der-Erde-Band-1-2\/1535\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Der entgrenzte Mensch und die Grenzen der Erde<\/a>\u00ab. Band 1 handelt davon, weshalb Erziehung und Verhalten die Nachhaltigkeit erschweren, Band 2 davon, wie \u00d6konomie und Politik sie verhindern. Erschienen \u00fcbrigens im gleichen Verlag wie meine B\u00fccher. So haben wir uns dann auch kennengelernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier folgt das f\u00fcr diesen Blog transkribierte und etwas gek\u00fcrzte Gespr\u00e4ch mit Kersten Reich \u2013 anzuh\u00f6ren im gleichzeitig erschienenen <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/ffe38-zukunft-denken-koennen-wir-das\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Podcast<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Ein Gespr\u00e4ch \u00fcbers Lernen<\/h2>\n\n\n\n<p>?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dass einzelne Menschen lernf\u00e4hig sind, ist klar. Das wei\u00df man, das wei\u00df ich. Aber wie ist es mit gr\u00f6\u00dferen Kollektiven? Da habe ich schon so meine Bedenken. Wie funktioniert da Lernen? Vereinbart man das miteinander? Macht das jeder Einzelne oder wie funktioniert das?<\/p>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Du bist schon optimistisch mit dem einzelnen Menschen, dass er lernf\u00e4hig ist. Lernf\u00e4hig und lernen \u2212 das sind ja im Grunde zwei Dinge. Also der Mensch ist so gebaut, von seiner Wahrnehmung, von seinem Ged\u00e4chtnis, von all dem her, was er kann \u2212 kognitiv, emotional, auch sozial \u2212 dass er im Grunde immer lernen muss. Wir sind also quasi evolutiv verpflichtet, zu lernen, sonst k\u00f6nnten wir nicht \u00fcberleben. Ich sage da immer sehr einfach: Es ist nicht m\u00f6glich, nicht zu lernen. Was man im Einzelnen dann aber tats\u00e4chlich aus dem Lernen herausnimmt und f\u00fcr sich gewinnt, das k\u00f6nnen sehr unterschiedliche Dinge sein. Die sind nat\u00fcrlich erstmal abh\u00e4ngig von der Kultur, in der man lebt. Und dann, kleiner gedacht, vom Elternhaus oder den Bezugspersonen, mit denen man gro\u00df wird. Die eigene Sozialisation definiert, wie deine Lernf\u00e4higkeit genutzt wird, um sie mit Inhalten zu f\u00fcllen und dich dann auch entsprechend auszubilden. Was du emotional bef\u00fcrwortest und kannst und willst, und was du kognitiv aufnimmst, sozusagen als Erkl\u00e4rung der Welt, die dich umgibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das w\u00e4re erstmal eine grundlegende Unterscheidung. Und wenn wir die haben, dann k\u00f6nnen wir zum Kollektiven gehen. Und du siehst, schon in der ersten Erkl\u00e4rung ist das Kollektiv mit drin. Das hei\u00dft deine Eltern oder die Bezugsgruppen, mit denen du zu tun hast, die Milieus, wie es heute hei\u00dft. In fr\u00fcheren Gesellschaften war es eigentlich eher die Gesamtgesellschaft, die einen starken Druck auf den Einzelnen ausge\u00fcbt hat, in den Herrschaftsverh\u00e4ltnissen. Das hat sich heute ver\u00e4ndert hin zu vielen Milieus, die parallel zueinander existieren und die bestimmen, was der Mensch aus seinem Lernen f\u00fcr Erkenntnisse und f\u00fcr Verhaltensweisen zieht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"597\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/KerstenReich-quer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3010\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/KerstenReich-quer.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/KerstenReich-quer-300x175.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/KerstenReich-quer-768x448.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wir lernen immer, aber nicht f\u00fcr die Zukunft. Wir sind im Hier und Jetzt sehr gut un innovativ, nicht aber wenn es um die Planung von Zukunft oder um die Folgen unseres Handelns geht: Lernforscher Kersten Reich. | Foto: privat<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Zum Lernen gezwungen<\/h2>\n\n\n\n<p>?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das erste bezieht sich darauf, dass wir lernen m\u00fcssen, einfach weil wir uns anpassen m\u00fcssen an die Gegebenheiten, die sich ver\u00e4ndern. Das ist das Evolution\u00e4re?<\/p>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, weil wir nur sehr schwache Instinkte haben. Nat\u00fcrlich haben wir welche. Wir haben instinktive Bevorzugungen, beispielsweise in der Sexualit\u00e4t, aber die sind dann \u00fcberformt durch das, was wir gelernt haben und was die Kultur uns anbietet. Also relativ instinktarm sind wir, und deshalb sind wir auf das Lernen angewiesen, um uns in unserer Umgebung zu orientieren, zurechtzufinden und zu handeln.<\/p>\n\n\n\n<p>?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das ist aber erst mal eine ganz gute Voraussetzung, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, eigentlich ist das prima, weil wir damit eine gro\u00dfe Breite an M\u00f6glichkeiten haben. Wir k\u00f6nnen wunderbar reagieren. Ich will mal ein Bild geben: Das ist, glaube ich, sehr grundlegend, um zu verstehen, warum Menschen auch so unterschiedlich sind. Der franz\u00f6sische Sozialhistoriker Fernand Braudel hat den Einfluss der Umgebung, der Orte auf das Verhalten von Menschen untersucht. Er hat zum Beispiel die K\u00fcstenregion um Barcelona untersucht und hat dann festgestellt, dass bestimmte Regionen einfach unheimlich aufgeschlossen sind. Die Menschen sind aufgeschlossen, sie handeln vielf\u00e4ltig. Ich wohne in K\u00f6ln, da ist es \u00e4hnlich aufgeschlossen, weil sehr viel Interaktion stattfindet und die Menschen viel untereinander tun. Dagegen gibt es Regionen in abgelegenen Zonen der Gebirge, wo die Menschen sehr verschlossen, sehr konservativ, sehr beharrend sind, sozusagen im Fels ruhend. Mein Gro\u00dfvater kommt aus dem Berner Oberland, da habe ich das pers\u00f6nlich kennengelernt. Das ist das genaue Gegenteil zu K\u00f6ln oder Barcelona.<\/p>\n\n\n\n<p>Also wir sind von den Orten gepr\u00e4gt, an denen wir aufgewachsen sind, und auch von dem Klima dort. Und das bestimmt auf lange Sicht unser Verhalten. Das merken wir aber gar nicht mehr. Die \u00bblongue dur\u00e9e\u00ab nennt Fernand Braudel das, die lange Dauer. In der langen Dauer ist der Mensch gar nicht gefragt, etwas zu \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Lange Pr\u00e4gung \u2013 kurzes Ged\u00e4chtnis<\/h2>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wenn wir das auf den Klimawandel \u00fcbertragen, erkennen wir das Muster: Menschen nehmen das Klima hin, weil sie es ja nicht \u00e4ndern k\u00f6nnen. Das Komische ist nun: Der Mensch hat den Klimawandel verursacht und dann aber diese Verursachung vergessen. Und er vergisst sie auch ganz leicht, weil er ja, wenn die Erh\u00f6hung der Temperaturen einmal eingetreten ist, das nicht mehr \u00e4ndern. Das sind Dinge, die wir aufgrund unserer evolution\u00e4ren Pr\u00e4gung vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Davon unterschieden ist dann die mittlere Dauer. Das sind die Epochen, die Zeiten, die Konjunkturen, in denen wir leben. Also die Geschichte. Und da f\u00e4llt auch auf, dass wir in der mittleren Dauer relativ nachl\u00e4ssig mit der Welt umgehen. Schon da sinkt unsere kollektive Lernf\u00e4higkeit. Denken wir nur daran, dass ungef\u00e4hr alle siebzig Jahre der Krieg vergessen ist und schon wieder der Machtkampf und das Kriegerische beginnt. Das ist ein bekanntes Ph\u00e4nomen. Das hei\u00dft, selbst nach Katastrophen durch Kriege ist man dann auf einmal wieder bereit, milit\u00e4risch zu denken oder sich mehr in Kriegszust\u00e4nden zu engagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wir leben nat\u00fcrlich tagt\u00e4glich in der Ereignisdauer, also dem, was uns tats\u00e4chlich jetzt konkret umgibt, in dem Druck, den wir haben, unser Leben zu bew\u00e4ltigen. Was wir tun m\u00fcssen, um zu bestehen, miteinander auszukommen, Gl\u00fcck zu finden oder Pech zu haben. Was auch immer da passiert, diese Grundereignisse, die pr\u00e4gen eigentlich unser Denken und Handeln massiv und auch unsere Psychologie und unser Verhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und das ist genau ein Problem, weil viele L\u00f6sungen f\u00fcr die Nachhaltigkeitskrise finden wir ja nur, wenn wir \u00fcber die lange Dauer nachdenken. Wenn wir erkennen, dass das, was in der langen Dauer schlummert und steckt, dass wir das beachten m\u00fcssen, dass wir da nicht Fehler machen d\u00fcrfen durch kurzfristiges Handeln, indem wir die lange Dauer so ver\u00e4ndern, dass wir dann keine M\u00f6glichkeit mehr zur Reaktion haben. Und das f\u00e4llt Menschen wahnsinnig schwer, weil die lange Dauer nicht im Fokus unserer Wahrnehmung und unseres Denkens ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Evolution\u00e4rer Ballast<\/h2>\n\n\n\n<p>?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Da haben wir einen evolutiven Knick?<\/p>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, im aktuellen Ereignis sind wir ganz schnell in der Reaktion auf sich ver\u00e4ndernde Situationen. Schneller auch als andere Wesen der Tierwelt, weil wir nicht instinktgebunden sind. Das macht uns stark. Das macht uns auch innovativ und kreativ. Aber wir vernachl\u00e4ssigen gerne dabei, was das in der langen oder mittleren Dauer bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sch\u00f6nes Beispiel daf\u00fcr ist der Populismus. Der ist menschheitsalt, den gibt es immer schon. Und wir wissen eigentlich aus historischen Erfahrungen, wie sch\u00e4dlich er ist. Dennoch kommt er immer wieder zur Geltung, weil wir in der Ereignisdauer der Gegenwart darin eine L\u00f6sung sehen, und weil wir die mittlere Dauer auch schon vergessen haben. Also nicht nur die lange Dauer, wie den Klimawandel, den wir erzeugt haben, oder sagen wir auch Naturereignisse, die wir auch verdr\u00e4ngen. Wir stehen ja sowieso in der Naturgewalt. Irgendwann st\u00fcrzt die Erde in die Sonne. Aber das ist so lange hin, dass ist fern von unseren geistigen Horizonten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber in der mittleren Dauer m\u00fcssten wir eigentlich viel mehr reflektieren. Und auch das tun wir nicht. Deshalb kann der Populismus wiederkehrend in der Geschichte der Menschen auftreten, oder auch andere historische Ereignisse.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist schon erschreckend zu sehen, wie verbl\u00f6det die Menschheit in der Ereignisdauer letztlich handelt. Durch Social Media und diese ganze Bespiegelung der eigenen Psyche noch gef\u00f6rdert und auch dazu verleitet, so zu denken. Da kommt nat\u00fcrlich dann auch noch die soziale Gruppe hinzu. Wenn das mehrere tun, dann ist es gleich umso erfolgreicher.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Kollektives Handeln<\/h2>\n\n\n\n<p>?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wenn wir jetzt versuchen wollen, doch zu einem nachhaltigen kollektiven Handeln zu kommen \u2212 und das willst du ja, ich meine, sonst w\u00fcrdest du nicht B\u00fccher schreiben, die hei\u00dfen \u00bbDer entgrenzte Mensch und die Grenzen der Erde\u00ab oder \u00bb<a href=\"https:\/\/westendverlag.de\/Das-Nachhaltige-Manifest\/1547\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Das nachhaltige Manifest<\/a>\u00ab. Lasst uns den Planeten retten.\u00ab Wenn wir jetzt zu einem kollektiven Handeln kommen wollen, das die lange Dauer im Blick hat, also die Klimakatastrophe, die wir angezettelt haben: Wie kommen wir denn da raus aus unseren Lernunf\u00e4higkeiten oder Blickunf\u00e4higkeiten? Wir sehen es ja einfach nicht. Wie k\u00f6nnen wir es denn f\u00fcr uns sichtbar machen?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"647\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Kant_doerstling2-1024x647.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2996\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Kant_doerstling2-1024x647.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Kant_doerstling2-300x190.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Kant_doerstling2-768x485.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Kant_doerstling2-1536x970.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Kant_doerstling2.jpg 1575w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wer \u00fcber die Zukunft nachdenkt, landet leicht in der Vergangenheit, aus der wir nicht viel gelernt haben. Kersten Reich sagt, wir brauchen eine neue Aufkk\u00e4rung. Immanuel Kant &#8211; hier im Kreise seiner Tischgenossen &#8211; sagte: \u00bbAufkl\u00e4rung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unm\u00fcndigkeit.\u00ab | Gem\u00e4lde von Emil Doerstling <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Na ja, wir beide sehen es ja jetzt. Es m\u00fcssen halt einfach mehr Menschen sehen. Das Sehen alleine hilft allerdings nicht unbedingt beim Handeln. Das merke ich auch an mir: Ich versuche m\u00f6glichst nachhaltig zu handeln, aber es gelingt mir ja auch nicht in jedem Moment, weil die Umwelt es nicht immer erlaubt oder ich vielleicht manchmal auch zu bequem bin. Das kommt ja dann noch hinzu. Aber \u00dcberzeugung kannst du nat\u00fcrlich nur gewinnen, wenn du einzelne Menschen erreichst und die einzelnen Menschen dann ihrerseits wieder zur Vervielf\u00e4ltigung beitragen. Und das macht im Grunde ja auch eine Aufkl\u00e4rungsbewegung aus. Im Grunde muss ich sagen: So wie das Zeitalter der Aufkl\u00e4rung uns aufgekl\u00e4rt hat, dass wir aus dem Absolutismus herauskommen und mehr Demokratie wagen, so etwas ist auch mit der Nachhaltigkeit erforderlich. Im Grunde in allen Vernunftbereichen, wo wir auch die longue dur\u00e9e achten sollten oder auch die mittlere Dauer st\u00e4rker im Blick haben sollten. Es geht nur \u00fcber Aufkl\u00e4rung und dann kann man nur hoffen, dass die Vernunft ausreicht, tats\u00e4chlich auch die eigene Bequemlichkeit und die Emotionen mit in den Griff zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist dann die zweite Frage. Aber die kommt ja erst, wenn die erste Frage gel\u00f6st ist. Also ohne Aufkl\u00e4rung wird gar nichts funktionieren und das macht meinen Optimismus aus. Ich bin aufgekl\u00e4rt gro\u00df geworden. Das versuche ich weiterzugeben. Das ist zurzeit wahrscheinlich eher nicht erfolgreich, aber es wird vielleicht wieder eine Zeit kommen, wo eine Aufkl\u00e4rungsbewegung st\u00e4rker ist. Es gibt sie ja auch noch. Die Nachhaltigkeitsbewegung ist ja da. Aber sie muss schon sehr massenhaft auftreten, damit sie zu Erfolgen f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Vom Wissen zum Handeln<\/h2>\n\n\n\n<p>?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Frage ist ja grunds\u00e4tzlicher Natur: Wie entsteht Handeln aus der Erkenntnis? Wir leben in einem Zeitalter, wo wir so viel wissen, wie wir noch nie als Menschheit gewusst haben. Alle Daten liegen vor. Wir generieren st\u00e4ndig neue dazu. Das hei\u00dft, das Wissen wird immer komplexer und es wird immer klarer, dass wir so nicht weitermachen k\u00f6nnen, wie wir bis jetzt gelebt haben. Das hilft uns aber nicht, weil das auf der anderen Seite wom\u00f6glich auch Verzicht bedeutet, und Verzicht ist nicht gewollt. Es hat ja mehrere Versuche gegeben, uns klar zu machen, dass wir in eine wunderbare rosafarbene Zukunft gehen, wenn wir mit der \u00d6konomie anders umgehen, wenn wir nicht st\u00e4ndig Wachstum wollen, sondern wenn wir uns zufriedengeben. Aber wir geben uns nicht zufrieden.<\/p>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das entspricht ja unserer Ausstattung. Wenn du das menschliche Gehirn betrachtest und die Wirkungsweisen, die mittlerweile recht gut erforscht sind \u00ad\u2013 dazu gibt es gute Analysen. Zum Beispiel Daniel Kahneman, der dieses \u00bb<a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/schnelles-denken-langsames-denken.html?listtype=search&amp;searchparam=kahneman\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Thinking, Fast and Slow<\/a>\u00ab in seinem Buch beschrieben hat. Er unterscheidet zwei Systeme in unserem menschlichen Bewusstsein. Das System eins ist intuitiv und emotional auf W\u00fcnsche orientiert, auf Impulse, aufs Bauchgef\u00fchl. Da reagieren wir sehr schnell. Du gehst durch die Stra\u00dfe und siehst jemanden, und auf Anhieb ist die Person dir sympathisch oder weniger sympathisch. Das passiert immer wieder automatisch. Dieses System eins ist allerdings etwas, was wir mit Aufkl\u00e4rung alleine nicht erreichen. Das geht aber mit dem System zwei, der Kognition, der rationalen Seite. Die kalkuliert Kosten und Nutzen, die kalkuliert auch im Grunde sprachlich logisch. Die will das, was du auch forderst in der Nachhaltigkeit: Vern\u00fcnftige Argumente, die uns \u00fcberzeugen und unser Verhalten leiten. Das ist aber eher die langsame Denkweise.<\/p>\n\n\n\n<p>Manche \u00fcbertreiben das Rationale auch \u2212 und die Deutschen geh\u00f6ren in meinen Augen dazu. Das sieht man schon an \u00fcberfrachteten Lehrpl\u00e4nen und langen Schulzeiten. Damit untersch\u00e4tzen wir dann das Emotionale und das Zusammenwirken der beiden Denkweisen. Warum ich zum Beispiel M\u00fcll trenne, kann ich wunderbar darlegen. Das kannst du auch in der Schule unterrichten. Die Sch\u00fclerinnen verstehen das alle sofort. Aber ob sie es dann emotional tats\u00e4chlich tun im Handeln, das h\u00e4ngt wieder davon ab, wie sie sich dabei f\u00fchlen, ob sie sich angesprochen und motiviert f\u00fchlen. Da pr\u00fcft sich dann das rationale System im emotionalen. Das ist einerseits etwas, was wir alle sch\u00e4tzen sollten, das ist auch in der Liebe beispielsweise so, aber es ist andererseits nat\u00fcrlich auch problematisch, wenn es so ausdeutbar ist, wenn es so viele Varianten gibt und Ausreden und Vermeidungsstrategien, auch Verleugnungsstrategien, um seine Bequemlichkeit zu erhalten. Denn das Bequeme ist nat\u00fcrlich auch etwas, was den Menschen mit ausmacht, die Energie, die er in Situationen verausgabt, emotional und rational, die spielt ja auch immer eine gro\u00dfe Rolle. Und das alles zusammengenommen macht uns eben zu sehr komplizierten Wesen. F\u00fcr die Nachhaltigkeit sind wir damit eigentlich nicht so ganz toll ausger\u00fcstet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"642\" height=\"534\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Carlowitz-Sylvicultura.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2994\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Carlowitz-Sylvicultura.jpg 642w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Carlowitz-Sylvicultura-300x250.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 642px) 100vw, 642px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hann\u00df Carl von Carlowitz, der Erfinder dar Nachhaltigkeit, wie er an einer Hauswand im s\u00e4chsischen Freiberg geehrt wird &#8211; und sein ber\u00fchmtes Buch \u00bbSylvicultura Oeconomica\u00ab, das die Forstwissenschaft begr\u00fcndete und 1713 auf der Leipziger Buchmesse ein Bestseller war. | Fotos: Wikipedia<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Denkwende<\/h2>\n\n\n\n<p>?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wobei die Nachhaltigkeit ja auch eine deutsche Erfindung ist und eigentlich aus der \u00d6konomie kommt. Hann\u00df Carl von Carlowitz war der oberste Bergmann des s\u00e4chsischen Kurf\u00fcrsten. Und er hat gesehen, dass zu wenig Holz da war, um weiter Bergbau zu betreiben. Also hat er gesagt: Wir m\u00fcssen B\u00e4ume nachpflanzen, wenn wir welche f\u00e4llen. Das ist ja dessen Begriff von Nachhaltigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kommt aber eben auch aus dem Wald. Und Menschen, die im Wald arbeiten oder im Wald gro\u00df werden, haben nat\u00fcrlich eher auch die longue dur\u00e9e, also die lange Dauer vor Augen, oder mindestens die mittlere, weil so ein Wald ja siebzig, achtzig Jahre braucht, bis er w\u00e4chst. Da kannst du nicht mit dem kurzfristigen Ereignishorizont kommen, mit dem heute die Produkte alle ersetzt und neu verkauft werden. Mit diesem Turbokapitalismus, der das Leben von uns heute sehr stark bestimmt, kannst du im Wald nicht agieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit kommen wir nochmal zu unserem Anfang zur\u00fcck: Wir sehen, wie eine Umgebung oder eine T\u00e4tigkeit auch das eigene Denken und Handeln pr\u00e4gen kann. Ich glaube, wir brauchen in unserer Kultur eine R\u00fcckkehr zu solchen Handlungen und Denkweisen und auch Berufen, die in der langen Dauer verankert sind, damit wir auch deutlicher sehen, was wir in kurzen Ereignissen alles anrichten an Sch\u00e4den.<\/p>\n\n\n\n<p>Der M\u00fcll zum Beispiel, den wir verursachen, ist ja grenzenlos. Oder das Artensterben. Das wird so ma\u00dflos untersch\u00e4tzt in der heutigen Debatte. F\u00fcr uns wird das ein ganz grausames Ereignis werden, wenn weniger Arten da sind, weil damit dann bestimmte Krankheiten exorbitant ansteigen werden, weil es keine nat\u00fcrlichen Feinde mehr gibt, keinen Ausgleich mehr in der Natur. Das sind \u00fcber Jahrtausende und Jahrmillionen gewachsene Systeme. Und wenn der Mensch durch sein Handeln da so rigide eingreift, ver\u00e4ndert er etwas, das seine eigene Existenz bedroht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Staatskapitalismus<\/h2>\n\n\n\n<p>?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wenn wir noch mal zur\u00fcckkommen zur \u00d6konomie, weil Nachhaltigkeit ja wie gesagt ein Wort aus der \u00d6konomie ist. Wenn wir l\u00e4ngerfristig \u00f6konomisch denken, w\u00fcrde das dann zum Beispiel auch bedeuten, weniger Aktiengesellschaften und stattdessen mehr Familienunternehmen zu f\u00f6rdern, denn Familienunternehmen denken ja an die n\u00e4chste Generation. Die wollen ja etwas vererben, da soll etwas bleiben. W\u00e4re das der bessere Weg der \u00d6konomie?<\/p>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es w\u00e4re w\u00fcnschenswert. Nur die gro\u00dfen Player sind mittlerweile im Grunde staatsmonopolistische Apparate. China pflegt heute einen staatsmonopolistischen Kapitalismus, wie er in der deutschen Studentenbewegung mal in den 70er Jahren diskutiert wurde. Also ein Staat, der den Kapitalismus so lenkt und leitet, dass er monopolistisch alles organisiert, damit kapitalistisches Wachstum nur im Sinne der Partei und der eigenen Bestrebungen stattfindet. Das ist eine sehr erfolgreiche Form geworden und viele autokratische Systeme versuchen, dem jetzt nachzueifern, siehe Russland mit Putin. Oder mit Bolsonaro in Brasilien hat es solche Versuche gegeben und es gibt sie weltweit. Trump ist ja nicht anders. Mit seinen Z\u00f6llen geht er genau solch einen Weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber der Versuch wird nicht von Dauer sein. Der Kapitalismus hat seine eigenen Verwertungsschwierigkeiten. Wenn jetzt eine Gruppe von Oligarchen wie Trump und andere, meinen, die Welt so f\u00fchren zu m\u00fcssen, dass sie ihren Reichtum immer mehr vergr\u00f6\u00dfern, dann muss ja irgendeine Masse das bezahlen. Und das wird dann wieder zu Verwerfungen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt in diesem Ereignishorizont, den wir eben besprochen haben, dieser schnellen Dauer, keine Stabilit\u00e4t. Da wird alles immer wieder fl\u00fcchtig werden und sich auch immer wieder gegeneinanderstellen. Auch der Versuch des Populismus und der Autokratien wird nat\u00fcrlich Gegenstr\u00f6mungen erfahren. Das hoffe ich zumindest.<\/p>\n\n\n\n<p>?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Du denkst, die Menschen werden das in K\u00fcrze satthaben und sich woanders hinwenden?<\/p>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das Problem dabei ist: die kurzfristige Dauer f\u00fchrt zu keinem Fortschritt. Dann wird das eine durch das andere ersetzt und vielleicht der eine Populist durch einen anderen abgel\u00f6st. Was wir br\u00e4uchten, w\u00e4re eigentlich eine Aufkl\u00e4rung in der breiten Masse, die uns mehr in die mittlere Dauer und ihre Reflexionen bringt. Also Geschichte zu \u00fcberlegen und sich zu fragen, welche Konsequenzen wir daraus ziehen. Damit wir nicht die gleichen Fehler immer wieder machen. Und dann vor allem die lange Dauer zu beachten und zu fragen: Was zerst\u00f6rt uns?<\/p>\n\n\n\n<p>Typisches Beispiel: Jetzt in der Energiekrise in Deutschland kommen Parteien wieder auf die Idee, Atomkraft zu favorisieren, ohne zu bedenken, dass wir die Endlagerung \u00fcberhaupt nicht im Griff haben. Das hei\u00dft, dass wir in der langen Dauer etwas erzeugen, was keiner kontrollieren kann Es zerf\u00e4llt erst in Jahrtausenden und ist bis dahin eine Bedrohung f\u00fcr die Menschen der Zukunft. Das interessiert aber keinen. Die lange Dauer interessiert einfach einen Dreck. Das ist ein Beispiel daf\u00fcr, dass ansonsten rational argumentierende Parteien an dieser Stelle v\u00f6llig versagen, weil sie gar keinen Blick auf die lange Dauer haben.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Was ist Aufkl\u00e4rung<\/h2>\n\n\n\n<p>?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; So, jetzt k\u00f6nnte man dann zitieren: Was ist Aufkl\u00e4rung? Und dann w\u00fcrde man eigentlich wieder da ansetzen, wo im 18. Jahrhundert schon mal angesetzt worden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Da waren kluge Ideen dabei, das ist keine Frage. Der Fehler vielleicht in der Aufkl\u00e4rungsbewegung war immer, dass sie das Rationale \u00fcbertrieben haben, dass sie dachten, alles mit Rationalit\u00e4t l\u00f6sen zu k\u00f6nnen. Das zeigt sich dann im Verlauf der Geschichte: das klappt nicht. Also muss auch das Emotionale mitbedenken. Und das ist ja das, was wir konkret auch in der Nachhaltigkeitsdebatte jetzt immer wieder erleben oder im Erfolg von Nachhaltigkeitsstrategien, dass sie nur dann klappen, wenn man die Menschen auch tats\u00e4chlich da erreicht, wo sie stehen, also ihnen eine Anregung gibt, wie sie sich im Verhalten \u00e4ndern k\u00f6nnen, ohne dass sie dabei gleich untergehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich nehme mal das Heizungsgesetz, was dem armen Herrn Habeck um die Ohren geflogen ist \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das hei\u00dft eigentlich Geb\u00e4udeenergiegesetz und stammt aus der \u00c4ra Merkel \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Genau, das ist uralt und eigentlich steckt ein ganz vern\u00fcnftiger Gedanke dahinter. Rational, muss man sagen, m\u00fcssten alle Menschen einsehen: Ja, das brauchen wir! Wir k\u00f6nnen ja nicht immer weiter CO2 aussto\u00dfen, und fossile Energien treiben uns in den Untergang. Der Klimawandel wird dann immer st\u00e4rker. Wir sind jetzt ja schon bei \u00fcber 1,5 Grad. Wir sind mindestens auf dem drei Grad-Pfad, wenn nicht bis Richtung sechs Grad, wenn es gar nicht gestoppt wird. Und das ist ziemlich der Untergang f\u00fcr die Menschheit. Aber das ist wieder in der langen Dauer gedacht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Kleine Schritte<\/h2>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jetzt muss man aber, wenn man so ein Geb\u00e4udeenergiegesetz durchsetzen will, den Menschen auch anbieten, wie es f\u00fcr sie pers\u00f6nlich gelingen kann. Man darf nicht den \u00c4rmsten aufb\u00fcrden, die Heizkosten \u00fcberwiegend allein zu tragen, oder die Netzentgelte so exorbitant aufr\u00fcsten, weil der Staat \u00fcber Jahrzehnte dabei versagt hat, eine Grundinfrastruktur bereitzustellen. Da gibt es politische Stellschrauben. Ich glaube, die Menschen zumindest in Deutschland w\u00fcrden darauf reagieren, wenn man da in kleineren Schritten und mit \u00fcberzeugenden Argumenten vorgeht. Das w\u00fcrden viele dann doch verstehen und nicht in die Wut \u00fcbergehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"585\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Ueberflutung-Tennessee-1024x585.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2998\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Ueberflutung-Tennessee-1024x585.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Ueberflutung-Tennessee-300x171.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Ueberflutung-Tennessee-768x439.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Ueberflutung-Tennessee.jpg 1277w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Klimakatastrophe wird ihren zunehmend heftigeren Verlauf nehmen. Das 1,5 Grad-Ziel haben wir schon gerissen. Sind dann hier noch kleine Schritte m\u00f6glich, um voran zu kommen? | Foto: Pixabay<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jetzt komme ich doch noch mal mit dem Zitat von Immanuel Kant, der gesagt hat, Aufkl\u00e4rung sei der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unm\u00fcndigkeit. Und wenn das der Ausgang ist, dann beginnt er nach dem, was du eben gesagt hast, mit kleinen Schritten. Gr\u00fcndest du darauf deinen Optimismus?<\/p>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, ich glaube schon, dass man mit vern\u00fcnftigen Argumenten noch etwas erreichen kann. Und ich erlebe das ja vor allen Dingen auch bei j\u00fcngeren Menschen. Als Universit\u00e4tsprofessor habe ich das \u00fcber Jahrzehnte erlebt, wie gerade Studierende sehr interessiert waren an aufkl\u00e4rerischen Gedanken und auch \u00fcberhaupt an rationalen L\u00f6sungen. Und wir haben ja auch in einigen Bereichen durchaus vern\u00fcnftige und akzeptable L\u00f6sungen gefunden in der mittleren Dauer unserer Geschichte. Das ist ja keine Frage. Die Demokratie ist zum Beispiel eine dieser Erfindungen, die uns helfen k\u00f6nnen, eine Balance zu finden zwischen all den Milieus und den Unterschieden und den W\u00fcnschen und den verschiedenen Charakteren, die in der Menschheit ausgepr\u00e4gt sind. Meine Sorge ist, dass gerade das, was wir da so positiv erreicht haben, sehr schnell verloren gehen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Gro\u00dfe Aufgaben<\/h2>\n\n\n\n<p>!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Klimakrise wird sich ja zunehmend versch\u00e4rfen, die Sturzb\u00e4che und Waldbr\u00e4nde sind nur der Anfang. Das wird alles noch mal viel massiver werden, so wie wir uns gerade bewegen. Dann kommt es wom\u00f6glich wieder zu immer neuen kurzfristigen L\u00f6sungen und das w\u00e4re, glaube ich, genau der falsche Weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir brauchen langfristige L\u00f6sungen und erstmal muss dieser CO2-Aussto\u00df runter. Das ist ein absolutes Muss. Es w\u00e4re wirklich ein Verrat an der Menschheit, da nicht viel st\u00e4rker zu arbeiten. Und wenn ich mir jetzt die letzte COP 29 ansehe, also diese Weltklimakonferenz, das ist ein zusammengesetzter Kreis von Interessengruppen, bei denen die \u00d6l- und Gasmultis stark vertreten sind \u2212 und die vertreten eben ihre Interessen. Die Gastgeberl\u00e4nder waren f\u00fchrend in den letzten Jahren aus dieser Gruppe. Und dass man denen da so eine Stimme gibt und dass die Politik in der Welt da nicht viel st\u00e4rker gegensteuert und sagt: Nee, wir reden jetzt \u00fcber die lange Dauer, da k\u00f6nnen wir nicht die mit den kurzfristigen Gewinnen als rationale Ratgeber einsetzen. Das wird einer der Schl\u00fcssel sein, an dem sich entscheidet, ob wir es noch hinkriegen oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Bis hierhin das Gespr\u00e4ch mit Kersten Reich. Nachzuh\u00f6ren in ganzer L\u00e4nge im <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/ffe38-zukunft-denken-koennen-wir-das\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Podcast<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir es tats\u00e4chlich nicht schaffen, die kurzfristigen Interessen zu \u00fcberwinden, oder ganz geradeaus gesagt: Wenn wir es nicht schaffen, die fossile Industrie und ihren ganzen Lobbyzirkus aus der Zukunftsplanung heraus zu dr\u00e4ngen, dann wird es diese Zukunft nicht geben. H\u00f6re ich jetzt jemanden sagen: \u00bbWir schaffen das!\u00ab Es m\u00fcsste nicht eine oder einer sein, es m\u00fcsste ein ganzer gewaltiger Chor sein, jede und jeder f\u00fcr sich und alle gemeinsam. Dann k\u00f6nnten wir es schaffen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>P.S. Der n\u00e4chste Blog nicht wie \u00fcblich im n\u00e4chsten Monat, sondern erst am ersten Donnerstag im Februar \u2013 nach einem Monat Winterschlaf.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/westendverlag.de\/Das-Nachhaltige-Manifest\/1547\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"624\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/9783864893322-624x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3004\" style=\"width:308px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/9783864893322-624x1024.jpg 624w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/9783864893322-183x300.jpg 183w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/9783864893322-768x1260.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/9783864893322-936x1536.jpg 936w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/9783864893322-1249x2048.jpg 1249w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/9783864893322-scaled.jpg 1561w\" sizes=\"auto, (max-width: 624px) 100vw, 624px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute geht es in diesem Blog um die ganz gro\u00dfen Dinge. Die gescheiterte Klimakonferenz von Baku ist der aktuelle Aufh\u00e4nger, wenn auch nicht der Anlass f\u00fcr die grunds\u00e4tzliche Frage, ob wir Menschen \u00fcberhaupt in der Lage sind, Zukunft zu denken. Diese Frage stellt sich immer dann, wenn von den diversen Krisen die Rede ist, die &#8230; <a title=\"Zukunft denken! K\u00f6nnen wir das?\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/zukunft-denken-koennen-wir-das\/\" aria-label=\"Mehr zu Zukunft denken! 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