{"id":3168,"date":"2025-07-03T08:00:00","date_gmt":"2025-07-03T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/?p=3168"},"modified":"2025-07-04T14:15:56","modified_gmt":"2025-07-04T12:15:56","slug":"der-wert-der-alten-rassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/der-wert-der-alten-rassen\/","title":{"rendered":"Der Wert der alten Rassen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"681\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Englisches-Parkrind-Lisa-Iwon-1024x681.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3173\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Englisches-Parkrind-Lisa-Iwon-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Englisches-Parkrind-Lisa-Iwon-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Englisches-Parkrind-Lisa-Iwon-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Englisches-Parkrind-Lisa-Iwon-1536x1022.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Englisches-Parkrind-Lisa-Iwon-2048x1363.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Englische Parkrind, eine der \u00e4ltesten Rinderrassen der Welt, leistet heute beste Dienste auch in Deutschland: Im Naturschutz bei der Offenhaltung von Weidefl\u00e4chen f\u00fcr mehr Biodiversit\u00e4t. | Foto: Lisa Iwon \/ Arche Warder<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Ich habe hier im Blog und in dem zugeh\u00f6rigen Podcast schon mehrfach \u00fcber die Weidehaltung berichtet, zuletzt gerade, als es um die <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/neues-altes-kaelberglueck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">K\u00e4lberaufzucht<\/a>, die <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/die-klima-bauern\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Klima-Bauern<\/a> und die <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/o-schoener-weide-wald\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Waldweide<\/a> ging. Dabei habe ich auch erw\u00e4hnt, dass die modernen Hochleistungsk\u00fche f\u00fcr diese nat\u00fcrlichste Form der Tierhaltung eigentlich nicht mehr geeignet sind. Die sind so weit weggez\u00fcchtet von ihrem Ursprung, dass sie auf der Weide schlicht nicht mehr satt werden.&nbsp; Auch deshalb kreuzen einige B\u00e4uerinnen und Bauern wieder etwas robustere Rassen in ihre Hochleistungsherden ein. Nur woher nehmen die robusteren Tiere f\u00fcr drau\u00dfen, wenn \u00fcberall auf Leistung gez\u00fcchtet wird?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es g\u00e4be da einen vielf\u00e4ltigen Genpool, aus dem man sich Tiere aussuchen k\u00f6nnte, die auch noch speziell angepasst sind auf bestimmte Witterungs- und Standortbedingungen: die alten Nutztierrassen. Fast zehntausend Haus- und Nutztierrassen aus vergangenen Zeiten sind heute noch am Leben, einige sind aber auch schon ausgestorben und viele stehen auf der Roten Liste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Weidetier Schwein<\/p>\n\n\n\n<p>Vom Wert der alten Rassen handelt diese Kolumne\u2014 auch f\u00fcr die Zukunft unserer Landschaften und unserer Landwirtschaft. Um \u00fcber die Eigenarten und den eignen Wert der alten Rassen mehr zu erfahren, bin ich zur Arche Warder gefahren. Das ist ein vierzig Hektar gro\u00dfer Tierpark im S\u00fcdosten Schleswig-Holsteins, aber keiner wie alle anderen. Die Arche Warder ist der einzige Tierpark, der sich ganz den alten Nutztierrassen verschrieben hat. Und die werden nicht nur gezeigt, sondern dort und in vielen Au\u00dfenstationen auch vermehrt, um sie zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer nun als Weidetiere Rinder oder Pferde erwartet, Schafe und vielleicht noch Ziegen, wird beim Wandern durch den Tierpark Arche Warder verwundert feststellen, dass auch Schweine Weidetiere sind. Sie leben das ganze Jahr hindurch drau\u00dfen. Im Schweineland der Arche Warder, durch das mich Umweltp\u00e4dagogin Stefanie Klingel gef\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort standen wir zuerst bei den <a href=\"https:\/\/www.g-e-h.de\/rassebeschreibungen\/50-schweine\/393-wollschweinrot\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wollschweinen<\/a> aus den Karpaten, von denen es drei Rassen gibt. Schon die erste Wollschwein-Sau wurde dort nun aber begleitet von Ferkeln, die ihr gar nicht \u00e4hnlich sahen. Das offenbarte gleich eine der Schwierigkeiten der Erhaltungszucht der alten Rassen. Der Tierpark hatte keinen passenden Eber gefunden, und musste deshalb auf einen der Rasse Angler-Sattelschwein zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bisweilen fehlen die passenden Partner. Gerade sucht die Arche Warder zum Beispiel einen Bullen f\u00fcr die Erhaltung der alten Zuchtlinie des <a href=\"https:\/\/www.g-e-h.de\/rassebeschreibungen\/34-rassekurzbeschreibungen-rinder\/62-shorthorn\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutschen Shorthorn<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch musste diese Sau nun Ferkel bekommen, denn \u00bbwenn Sauen lange nicht belegt sind, verlieren sie ihre Fruchtbarkeit\u00ab, sagt Stefanie Klingel. Deshalb nun also ein \u00bbHybridwurf\u00ab, der zur weiteren Zucht nicht verwendet werden kann.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"497\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Wollschwein-1024x497.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3182\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Wollschwein-1024x497.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Wollschwein-300x146.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Wollschwein-768x373.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Wollschwein-1536x745.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Wollschwein-2048x994.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00bbSchweine sind wirklich intelligente Tiere\u00ab, sagt Stefanie Klingel von der Arche Warder. Diese Wollschwein-Sau hat gelernt, dass es nur das Maulk aufsperren muss, damit die Besucher Futter hineinwerfen. \u00bbVon uns hat sie das nicht gelernt.\u00ab | Foto: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Artgerecht drau\u00dfen<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Rundgang um das Schweineland der Arche Warder, in dem der Tierpark elf verschiedene alte Schweinerassen zeigt, verursachen wir gro\u00dfe Aufregung mit lautstarkem Quieken. Das ist einer orangeroten Sch\u00fcssel zu verdanken, in der Stefanie Klingel Futter mitbringt. Die Tiere sind konditioniert auf die Futtersch\u00fcssel. Das machen die Tierpfleger in der Arche nicht anders als die Bauern, die mit den Leckereien im Futtereimer klappern, um die Weidetiere anzulocken.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Klappern und Quieken lockt auch Menschen, die im Tierpark zu Besuch sind. Die Kinder freuen sich, wenn die Ferkel gerannt kommen. Wie viele von ihnen werden wohl schon einen Schweinemaststall mit den vergitterten Buchten und den Spaltenb\u00f6den von innen gesehen haben? Wahrscheinlich waren weder die Kinder, noch die Erwachsenen je in einem modernen Maststall. Die sind n\u00e4mlich oft abgeschirmt wie Hochsicherheitstrakte, weil ein fremder Mensch dort Keime einschleppen k\u00f6nnte, die die anf\u00e4lligen Tiere krank machen. Schade. Hier k\u00f6nnten die Besucher Haltungsformen vergleichen und dann auch besser einsch\u00e4tzen, worum es wirklich geht, wenn mal wieder von artgerechter Tierhaltung die Rede ist.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Gehegen der Arche gibt es einen Unterschlupf, so wie das auch bei den wenigen landwirtschaftlichen Betrieben ist, die die Sau noch rauslassen und ganzj\u00e4hrig drau\u00dfen halten. Und auch die Suhle darf nicht fehlen, denn die Wohlf\u00fchltemperatur von Schweinen liegt bei f\u00fcnfzehn bis zwanzig Grad. Wenn es w\u00e4rmer wird, ist K\u00fchlung angesagt, denn, anders als der Spruch vom saum\u00e4\u00dfigen Schwitzen das vermuten l\u00e4sst, k\u00f6nnen Sauen gar nicht schwitzen; Schweine haben keine Schwei\u00dfdr\u00fcsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Stammform und Rassen<\/p>\n\n\n\n<p>Im Schweineland der Arche Warder gibt es nicht nur die alten Schweinerassen zu sehen. Dort leben auch Wildschweine, die als Stammform ebenso gezeigt werden, wie bei den Ziegen die aus dem Nahen Osten stammende Bezoarziege \u2014 als Mutter aller unserer Ziegen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbWir wollen den Besuchern zeigen: Das ist das Ausgangsmaterial, das Tier, aus dem der Mensch all die verschiedenen Rassen gez\u00fcchtet hat, ob nun mit blonden Locken oder roten Borsten oder schwarzen oder rosa Borsten\u00ab, sagt Stefanie Klingel. \u00bbUnd Kinder k\u00f6nnen dann auch gut entdecken: Was hat sich ver\u00e4ndert, was ist gleich geblieben? Gleich geblieben ist zum Beispiel die Vorliebe, sich im Matsch zu w\u00e4lzen, wie man sieht. Aber die ganze K\u00f6rperform hat sich doch ordentlich ver\u00e4ndert.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Husumer-Protestschwein-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3183\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Husumer-Protestschwein-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Husumer-Protestschwein-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Husumer-Protestschwein-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Husumer-Protestschwein-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Husumer-Protestschwein-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zw\u00f6lffacher Nachwuchs bei den rotwei\u00dfen Husumer Protestschweinen, hier ausgelagert ins Schauhaus der Arche Warder, damit die Besucher die Ferkel auch sehen k\u00f6nnen. | Foto: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Hinter dem der Wildschweine folgt im Tierpark das Gehege einer ganz besonderen Schweinerasse mit lokaler Geschichte. Hier wohnt das <a href=\"https:\/\/www.g-e-h.de\/rassebeschreibungen\/50-schweine\/402-rotbuntes-husumer-schwein\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Husumer Protestschwein<\/a>. Manche sagen, es sei eine eigene Rasse, manche f\u00fchren es nur als Farbvariante des zweifarbigen Angler Sattelschweins. Das stammt, wie das Anglerrind, von der Ostseehalbinsel Angeln, von wo aus die Angeln nach Britannien gestartet sind, um dort das Land der Angelsachsen zu gr\u00fcnden. Das <a href=\"https:\/\/www.g-e-h.de\/rassebeschreibungen\/50-schweine\/83-angler-sattelschwein\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Angler-Sattelschwein<\/a> ist schwarz und hat in der Mitte einen wei\u00dfen Streifen, Sattel genannt. Das Husumer Protestschwein ist dagegen rot-wei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDas ist hier der Zuchteber Gulliver\u00ab, stellt Stefanie Klingel vor. Vor lauter anhaftendem Schlamm ist gerade nicht so gut zu erkennen, dass die Borsten des Tieres rot und wei\u00df sind. Aber egal: \u00bbAn der Existenz dieser Schweinerasse sind die Preu\u00dfen schuld.\u00ab Sie n\u00e4mlich gewannen 1864 eine entscheidende Schlacht um das Gebiet des heutigen Schleswig-Holsteins, das bis dahin zu D\u00e4nemark geh\u00f6rte. Die neuen Machthaber verboten dann das Zeigen der d\u00e4nischen Flagge und \u00fcberhaupt der d\u00e4nischen Farben rot und wei\u00df. Daraufhin fuhren die unterdr\u00fcckten ehemaligen D\u00e4nen nach England und besorgten sich rote Duroc-Eber, die sie mit ihren schwarz-wei\u00dfen Angler-Sattelschweinen kreuzten. Aus schwarz-wei\u00df wurde rot-wei\u00df. Fertig war das Husumer Protestschwein. Und da die Schweine damals \u00fcberall drau\u00dfen herumliefen, zeigten nun sie die d\u00e4nischen Farben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Nutztiere sind Kulturgeschichte<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Geschichten aus der Geschichte lassen sich erz\u00e4hlen \u00fcber die alten Nutztierrassen. Die des Husumer Protestschweins ist nur eine. Die des Rh\u00f6nschafs w\u00e4re eine weitere. Das hie\u00df in Frankreich Mouton du Rhin, also Rheinschaf, oder auch Mouton de la Reine, also Schaf der K\u00f6nigin, und gilt als Delikatesse. Das liegt daran, dass Napoleon auf einem seiner Kriegsz\u00fcge nach Osten durch die Rh\u00f6n kam und dort Schafe r\u00e4ubern lie\u00df. Das brachte die Franzosen auf den Geschmack. Danach lie\u00dfen sie sich die Schafe \u00fcber den Rhein nach Frankreich bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nicht nur deshalb geh\u00f6rt das Schaf mit dem schwarzen Kopf gerade nicht zu den stark gef\u00e4hrdeten der alten Rassen. Es ist bis heute unverzichtbar bei der Pflege des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n. Vom rotbunten Husumer Schwein gibt es dagegen nur noch rund 150 Exemplare, weshalb die Rasse in der <a href=\"https:\/\/tgrdeu.genres.de\/fileadmin\/SITE_MASTER\/content\/Rote_Liste\/TGR_buch_roteliste_2023_barrierefrei.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Roten Liste gef\u00e4hrdeter Nutztierrassen<\/a> gef\u00fchrt wird. Der Genpool ist nur deshalb noch gro\u00df genug, um die Rasse zu erhalten, weil die rot-wei\u00dfen Schweine in der DDR zur sogenannten Gen-Reserve geh\u00f6rten. So waren nach der Wende gen\u00fcgend Tiere vorhanden, um dann bundesweit weiterzuz\u00fcchten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"513\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Sterfanie-Klingel-1024x513.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3176\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Sterfanie-Klingel-1024x513.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Sterfanie-Klingel-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Sterfanie-Klingel-768x385.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Sterfanie-Klingel-1536x770.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Sterfanie-Klingel-2048x1026.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Umweltp\u00e4dagogin Stefanie Klingel mit gef\u00e4hrdeten Schafrassen von der Roten Liste im Tierpark Arche Warder. Im Arm ein Bentheimer Landschaf. Diese Rote-Liste-Rasse geh\u00f6rt zu ihren Lieblingen. In den Vordergrund gedr\u00e4ngelt haben sich allerdings zwei junge Walliser Schwarznasen. | Foto: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Was die Geschichten \u00fcber die Entstehung der Nutztierrassen auch erz\u00e4hlen, ist die Geschichte der Menschheit. Der Wert der alten Haus- und Nutztierrassen liegt einerseits in der Vielfalt, die die alten Rassen von der modernen industrialisierten Nutztierzucht unterscheidet. Andererseits geh\u00f6ren die alten Rassen eben auch zu unserer Kulturgeschichte, sagt Professor Kai Fr\u00f6lich, der Direktor der Arche Warder.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDas ist ja eine enorme Kulturleistung, diese 9800 Rassen zu z\u00fcchten\u00ab, die es bis heute noch gibt. Schon deshalb m\u00fcsse man sie am Leben erhalten. \u00bbEs k\u00e4me ja auch keiner auf die Idee, den Schleswiger Dom abzurei\u00dfen, nur weil es modernere Geb\u00e4ude gibt.\u00ab Oder den K\u00f6lner Dom, um mal ein Geb\u00e4ude zu nehmen, das jeder kennt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die alten Nutztierrassen seien einerseits Kulturgut, um das man sich k\u00fcmmern m\u00fcsse, sagt Kai Fr\u00f6lich. Das gelte aber auch aus z\u00fcchterischen Gr\u00fcnden, damit wir auf Gene zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen, die im Zuge der modernen Hochleistungszucht notgedrungen verloren gehen. \u00bbWenn man n\u00e4mlich nur auf ein Merkmal z\u00fcchtet, etwa auf Fleisch- oder Milchleistung, dann gibt es Genkopplungen und da verschwinden auch nicht gemeinte Gene. Die aber k\u00f6nnen wir vielleicht noch mal sehr gut brauchen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Domestikation als Innovation<\/p>\n\n\n\n<p>Die alten Rassen sind also die lebendige Genreserve f\u00fcr die moderne Nutztierzucht, bei der schon durch ihre einseitige Ausrichtung auf Leistung \u2014 Milchproduktion, Fleischzunahme, Eiermenge \u2014 so einiges schief gehen kann. Und sie sind Teil unserer Kultur. Um diese Menschheitsgeschichte darzustellen, die mit den Tieren verbunden ist, hat die Arche Warder neben ihren Tierpark das <a href=\"https:\/\/www.arche-warder.de\/domesticaneum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Domesticaneum<\/a> gebaut, ein modernes Multimedia-Museum, in dem die Besucher durch die Kulturgeschichte von Mensch und Tier wandern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbWeil wir in dieser technologischen Zeit den Bezug zu den Tieren verloren haben, der f\u00fcr uns Menschen aber die meiste Zeit unserer Existenz eine gro\u00dfe Rolle gespielt hat\u00ab, sagt Kai Fr\u00f6lich. Deshalb k\u00f6nnen die Besucherinnen und Besucher durch die Zeit-R\u00e4ume des Domesticaneums laufen und dabei erleben, wie Tiere die Menschheitsgeschichte gepr\u00e4gt haben. Und ab wann die verschiedenen Tierarten uns nicht nur als Jagdbeute, sondern als Nutztiere begleitet haben. Ohne sie keine Landwirtschaft und keine Sesshaftigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDie gr\u00f6\u00dfte Innovation war vielleicht das Pferd\u00ab, sagt Kai Fr\u00f6lich. Da kann man auch anderer Meinung sein. War es nicht vielleicht doch der Hund?<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem aus dem Wolf entstandenen Hund leben Menschen seit mindestens 17.000 Jahren zusammen, vielleicht aber auch seit hunderttausend Jahren. Wobei die Domestikation des Hundes wom\u00f6glich eher eine Kulturleistung des Wolfes war, als einige Individuen von <em>Canis lupus<\/em> n\u00e4mlich beschlossen, sich den Menschen anzuschlie\u00dfen und damit langfristig zu <em>Canis lupus familiaris<\/em> zu werden, dem Haushund. Wann das genau war, ist wissenschaftlich noch nicht gekl\u00e4rt. Sicher datieren lassen sich Funde aus der Zeit um 15.000 vor Christus. Genetische Untersuchungen deuten aber eher auf eine Trennung von Wolf und Hund schon vor hunderttausend Jahren. Und Fundstellen von Hundefossilien im Altaigebirge deuten auch darauf hin, dass der Hund schon bei den Neandertalern heimisch war und nicht erst mit unserem direkten Vorfahren, also dem <em>Homo sapiens,<\/em> zusammenlebte.<\/p>\n\n\n\n<p>Kai Fr\u00f6lich aber, der Leiter der Arche Warder, findet, die Geschichte des Pferdes erz\u00e4hle besonders spannend \u00fcber uns, vor allem \u00fcber uns Europ\u00e4er. Die ersten Pferde wurden um 3500 vor Christus domestiziert. In der kasachischen Steppe geschah das damals durch das Volk der Botai. Die Tiere dort waren die heute als Przewalski-Pferde bekannten. Sp\u00e4ter gab es eine zweite Domestikation von Pferden. Dabei handelte es sich um den wilden Tarpan, auch Turkpferd genannt. Unsere Hauspferde tragen zu weit \u00fcber neunzig Prozent dessen Gene.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst aber ging es um die domestizierten Nachfahren der Przewalski-Pferde, die den Botais dann f\u00fcnfhundert Jahre sp\u00e4ter bei gro\u00df angelegten \u00dcberf\u00e4llen geklaut wurden. Die Diebe entwickelten sich zum Reitervolk und verbreiteten ihre Jamnaja-Kultur auf dem R\u00fccken der Pferde bis nach Mitteleuropa, also weit in den Westen. \u00bbUnd diesen Einwanderern aus dem Osten verdanken wir unsere helle Hautfarbe\u00ab, sagt Kai Fr\u00f6lich. \u00bbOhne die Domestikation der Pferde h\u00e4tten wir gar keine helle Hautfarbe, weil nat\u00fcrlich die ersten Auswanderer aus Afrika alle eine dunkle Hautfarbe hatten.\u00ab Ob die europ\u00e4ischen Kolonialherren und ihre rassistischen Nachfolger die Legende von der \u00dcberlegenheit der Wei\u00dfen wohl auch entwickelt h\u00e4tten, wenn sie gewusst h\u00e4tten, dass ihre helle Hautfarbe von Eroberern aus dem Osten vererbt wurde?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"525\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Kai-Froelich-Berit-Stueven-1024x525.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3184\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Kai-Froelich-Berit-Stueven-1024x525.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Kai-Froelich-Berit-Stueven-300x154.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Kai-Froelich-Berit-Stueven-768x394.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Kai-Froelich-Berit-Stueven.jpg 1165w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00bbHeute haben wir den Bezug zu den Tieren weitgehend verloren, dabei haben sie f\u00fcr uns eine gro\u00dfe Rolle gespielt\u00ab, sagt Kai Fr\u00f6lich, der Direktor der Arche Warder. Ohne Tiere keine Landwirtschaft und keine Sesshgaftigkeit. | Foto: Berit St\u00fcven \/ Arche Warder<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Genpool Nutztier<\/p>\n\n\n\n<p>Und was ist nun \u2014 neben dem kulturellen Wert der alten Nutztierrassen \u2014 mit ihrem Wert als lebendiger Genpool? \u00bbIhre Robustheit und ihre Anpassung an ganz bestimmte Standorte unterscheidet die alten Z\u00fcchtungen von den modernen\u00ab, sagt Kai Fr\u00f6lich. Und was ist robust? \u00bbRobustheit ist einerseits ein Modebegriff im Bereich Umwelt, wie Nachhaltigkeit\u00ab, sagt er. Andererseits stehe der Begriff f\u00fcr bestimmte Eigenschaften der alten Nutztierrassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und diese Eigenschaften hat die Arche Warder zusammen mit anderen Forschungseinrichtungen definiert, um dem Modebegriff einen festen Inhalt zu verleihen. \u00bbDazu geh\u00f6rt auf jeden Fall die F\u00e4higkeit, mit energiearmem Futter klarkommen\u00ab, sagt Kai Fr\u00f6lich. Das unterscheidet die alten Rassen klar von den modernen Hochleistungszuchten, die ohne Zusatzfutter drau\u00dfen nicht mehr \u00fcberleben k\u00f6nnen. Dazu kommen Resistenz gegen Krankheiten, unproblematische Geburten und Widerstandsf\u00e4higkeit gegen Witterungseinfl\u00fcsse. \u00bbUnd, ganz wichtig\u00ab, sagt Kai Fr\u00f6lich, \u00bbdie Anpassung an widrige Standorte.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Er nennt die Moorschnucke, die auf feuchten B\u00f6den eben keine Klauenerkrankung bekomme, wie andere Schafe. Und das Posavina-Pferd aus den Save-Auen in Kroatien und Slowenien. Das k\u00f6nne stundenlang im Wasser stehen, ohne Huff\u00e4ule zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da h\u00e4tte man dann schon, zusammen mit den Wasserb\u00fcffeln, die tierische Besatzung f\u00fcr die Moorfl\u00e4chen, die ja wieder vern\u00e4sst werden sollen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Nasser Boden muss nicht ohne landwirtschaftliche Nutzung bleiben, wenn man die richtigen Tiere einsetzt. Was man allerdings auf kargen oder nassen B\u00f6den nicht erwarten darf, sind Ertr\u00e4ge wie bei Hochleistungstieren im Stall.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Immunkompetenz<\/p>\n\n\n\n<p>Zu der Anpassung der alten Rassen an schwierige landschaftliche Standorte, an N\u00e4sse, Trockenheit, K\u00e4lte oder Hitze, kommt ihre bereits erw\u00e4hnte Widerstandsf\u00e4higkeit gegen Krankheiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Womit wir wieder bei den Schweinen w\u00e4ren. Die n\u00e4mlich haben sich die Arche Warder und die Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen ausgesucht, um ihre Resistenz gegen Krankheitserreger zu testen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"860\" height=\"380\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Turopoljeschwein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3187\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Turopoljeschwein.jpg 860w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Turopoljeschwein-300x133.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Turopoljeschwein-768x339.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 860px) 100vw, 860px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Robust und abgeh\u00e4rtet &#8211; und im Wasser zuhause. Die Turopolje-Schweine aus den Save-Auen im Schwimmteich des Tierparks. | Foto: Arche Warder<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00bbIm Rahmen einer Robustheitsanalyse haben wir festgestellt, dass einige Rassen tats\u00e4chlich eine h\u00f6here immunologische Kompetenz haben\u00ab, sagt Kai Fr\u00f6lich, der neben dem Doktor der Biologie auch einer der Tiermedizin ist. Im Rahmen einer zweieinhalbj\u00e4hrigen Studie wurden moderne Hybridschweine und die alte Rasse der Turopolje-Schweine mit einem typischen Schweine-Antigen infiziert. Also nicht mit der Krankheit selbst, sondern mit deren Antigen, das die Immunantwort des Tieres aber ebenso hervorruft. Das Ergebnis: Die alte Rasse konnte den Erreger wesentlich schneller eliminieren \u00bbund interessanterweise sogar mit einem ganz anderen immunologischen Weg, mit einer sogenannten zellul\u00e4ren Antwort. Das war wirklich spannend\u00ab, sagt Kai Fr\u00f6lich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Turopolje-Schweine aus den Save-Auen sind eine echte Attraktion des Tierparks Arche Warder, weil sie dort in einem kleinen See schwimmen und tauchen k\u00f6nnen. Der wissenschaftliche <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/27185261\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Langzeitversuch von Arche Warder und Technischer Uni M\u00fcnchen<\/a> zeigt in Sachen Robustheit, dass diese alte Rasse den modernen Hybridtieren deutlich \u00fcberlegen ist. So sehr, dass selbst die Forschungsabteilung des Fleischriesen T\u00f6nnies empfiehlt: \u00bbNach derzeitigem Kenntnisstand lohnt es sich, die alten Rassen weiter zu st\u00e4rken und sie eventuell in die moderne Zuchtlinie einzukreuzen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der modernen Zuchtlinie sind die Hybridschweine gemeint. Sie sind der Normalfall in deutschen Schweinst\u00e4llen, \u00fcberhaupt in den meisten Schweinest\u00e4llen der Welt. Sie werden \u00fcblicherweise aus zwei Zuchtlinien mit besonderen Eigenschaften zusammengekreuzt und zeigen dann in der ersten Generation danach den sogenannten Heterosiseffekt. Das ist bei Schweinen eine besonders schnelle Gewichtszunahme.<\/p>\n\n\n\n<p>Was man sich damit erkauft, ist allerdings eine geringere Immunkompetenz, wie es der Tierarzt nennt, wenn er eine h\u00f6here Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Krankheiten meint. Au\u00dferdem erkauft man sich mit dem rasanten Wachstum der Mastschweine und ihrer hohen Stressanf\u00e4lligkeit eine mindere Fleischqualit\u00e4t. F\u00fcr die gibt es sogar einen Fachbegriff: PSE \u2014 pale, soft and exudative \u2013 blass, weich und Wasser absondernd. Wenn das Kotelett in der Pfanne schrumpft und w\u00e4ssert, ging es dem Schwein schlecht. Es hatte Stress.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Satellitenstationen<\/p>\n\n\n\n<p>Was die Besucher im Tierpark bei dem D\u00f6rfchen Warder sehen, sind Esel, Pferde, Ziegen, Schafe, Rinder und Schweine \u2014 in der f\u00fcr sie jeweils passenden Landschaft und Haltungsform. Dazu kommen Gefl\u00fcgelrassen und viele Wildv\u00f6gel, die den Park als vielgestaltigen Lebensraum nutzen. Was die Besucher nicht sehen, sind all die Tiere, die von den jeweiligen Rassen au\u00dferdem noch zur Arche geh\u00f6ren. Der Park ist nur ein Teil des gro\u00dfen landwirtschaftlichen Betriebs Arche Warder. Der Rest sind im Land verteilte Au\u00dfenstellen, sogenannte Satellitenstationen. Das sind angepachtete oder eigene Fl\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbMan kann auf 40 Hektar Parkgel\u00e4nde nicht 1100 Tiere halten\u00ab, sagt Kai Fr\u00f6lich. \u00bbAber wir brauchen auf der anderen Seite auch viele Individuen, weil wir ja z\u00fcchten wollen.\u00ab Man k\u00f6nne das so versuchen, wie es der biblische Noah mit seiner Arche gemacht hat. Dass es allerdings wirklich gelingt, genau die beiden Individuen zusammenzuf\u00fchren, die so gut zusammenpassen, dass sie kein letales Gen weitergeben, das sei eher unwahrscheinlich. \u00bbAlso haben wir uns gedacht, wir brauchen doch, im Unterschied zur Bibel, mehrere Individuen. Dazu brauchen wir dann aber mehr Fl\u00e4che.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Und diese Fl\u00e4che gibt es durch die neunzehn Satellitenstationen der Arche Warder, die zusammen achtmal gr\u00f6\u00dfer sind, als der eigentliche Tierpark. In dem sind nur gut die H\u00e4lfte der Tiere zu sehen. Die anderen arbeiten in den Au\u00dfenstellen im Naturschutz; in ganzj\u00e4hrigen Beweidungsprojekten in Zusammenarbeit mit den Gemeinden vor Ort zum Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"492\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-warder-Christoph-Gorniak-Parkrind-1-1024x492.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3193\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-warder-Christoph-Gorniak-Parkrind-1-1024x492.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-warder-Christoph-Gorniak-Parkrind-1-300x144.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-warder-Christoph-Gorniak-Parkrind-1-768x369.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-warder-Christoph-Gorniak-Parkrind-1-1536x738.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-warder-Christoph-Gorniak-Parkrind-1.jpg 1820w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sie sind wirklich robust und die Top-Tiere f\u00fcr ganzj\u00e4hrige Beweidung, au\u00dferdem gelassen und freundlich. So charakterisiert Tierpfleger Christoph Gorniak die Englischen Parkrinder. | Foto: Arche Warder<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00bbBei unseren ganzj\u00e4hrigen Beweidungsprojekten haben wir mit dem englischen Parkrind beste Erfahrungen gemacht\u00ab, sagt Kai Fr\u00f6lich. Diese uralte Rinderrasse ist eine besondere Erscheinung im Tierpark Arche Warder. Man sieht sie schon von weitem, wenn man sich der Koppel n\u00e4hert. Sie leuchten ganz in Wei\u00df und tragen ausladende helle H\u00f6rner. Beim N\u00e4herkommen sieht man dann das markante schwarze Flotzmaul und die schwarzen Ohren. Entstanden ist die heutige Rasse wohl durch eine Genmutation, die sich dann in eine gro\u00dfe Population \u00fcbertragen konnte, als 1220 der 120 Hektar gro\u00dfe Park von Chillingham im Norden Schottlands eingez\u00e4unt wurde. Damit war die dort ans\u00e4ssige wei\u00dfe Rinderherde, die noch von den r\u00f6mischen Besatzern stammen sollte, von der Umwelt abgeschnitten. Charles Darwin hat diese Herde sp\u00e4ter dann f\u00fcr seine Evolutionsforschung genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDie englischen Parkrinder waren schon bei den Kelten bekannt\u00ab, sagt der f\u00fcr die Rinder zust\u00e4ndige Tierpfleger Christoph Gorniak, \u00bbda hat man Aufzeichnungen genau von diesen Rindern gefunden: gro\u00df, wei\u00df, mit diesen H\u00f6rnern und den schwarzen Abzeichen.\u00ab Diese Rinder waren f\u00fcr die Kelten heilig und dienten als Opfertiere. Sp\u00e4ter wurden sie dann in den riesigen englischen Parks als Jagdwild gehalten. Deshalb h\u00e4tte sich die Rasse im Laufe der Jahrhunderte kaum ver\u00e4ndert. Sie wurde nicht weiter gez\u00fcchtet in irgendeine Richtung. \u00bbSie waren reines Jagdwild f\u00fcr die hohen Herrschaften in England.\u00ab In Gro\u00dfbritannien ist die Jagd auf Rinder, die deren Stammform, den Auerochsen, aussterben lie\u00df, also munter weiter betrieben worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Und warum nun ausgerechnet diese Rinder f\u00fcr ganzj\u00e4hrige Beweidungsprojekte? \u00bbAuch weil die so gelassen und freundlich sind\u00ab, sagt Christoph Gorniak, w\u00e4hrend er eines seiner Parkrinder streichelt. Sie seien problemlos im Umgang, trotz ihrer gro\u00dfen H\u00f6rner. \u00bbAu\u00dferdem sind sie extrem robust und kommen eigentlich mit allen Witterungsumst\u00e4nden sehr gut zurecht.\u00ab Sie brauchen nur eine M\u00f6glichkeit, sich unterzustellen, wof\u00fcr ein paar B\u00e4ume oder ein kleiner Wald reiche. Man m\u00fcsse keine Unterst\u00e4nde bauen. So seine die Parkrinder das \u00bbTop-Beweidungstier f\u00fcr jegliche Naturschutzfl\u00e4che\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">R\u00fcckz\u00fcchtungen<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die \u00e4lteste deutsche Rinderrasse stammt urspr\u00fcnglich aus Gro\u00dfbritannien, was ihr Name bis heute verr\u00e4t: das Deutsche Shorthorn. Die deutsche Zuchtlinie entstand im 19. Jahrhundert auf der Halbinsel Eiderstedt an der Nordsee bei Husum, von wo aus schon zu Zeiten der Hanse Tiertransporte nach England und zur\u00fcck gefahren wurden. Inzwischen ist das Shorthorn weltweit verbreitet und teilt das Schicksal aller alten Rassen, die in die moderne Zucht eingef\u00fchrt wurden: Es gibt einen Milch-Typ mit hoher Milchleistung und einen Fleisch-Typ mit schneller Gewichtszunahme.<\/p>\n\n\n\n<p>Und, sagt Christoph Gorniak: \u00bbDas Deutsche Shorthorn wird seinem Namen nicht mehr gerecht.\u00ab Die H\u00f6rner sind n\u00e4mlich fast vollst\u00e4ndig weggez\u00fcchtet, weil die Tiere ohne H\u00f6rner besser im Stall gehalten werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In letzter Zeit bemerkt der Tierpfleger allerdings eine Umkehr der Zuchtrichtung, zumindest bei den B\u00e4uerinnen und Bauern, die ihre Tiere gerne rauslassen wollen auf die Weide. Deshalb wird der Tierpark die \u00fcberz\u00e4hligen Rinder aus der Herde Deutscher Shorthorns der alten Zuchtrichtung neuerdings auch an Rinderhalter los, die eigentlich auf die neuen Zuchtrichtungen setzten. Der Grund f\u00fcr das Umdenken ist der Wolf.<\/p>\n\n\n\n<p>Unverhofft kommt eben doch oft. Kaum \u00e4ndert sich auch nur eine \u00e4u\u00dfere Bedingung der Tierhaltung, schon muss man einen angeblichen Vorteil der modernen Zucht wieder aufgeben und dazu auf die alten Rassen zur\u00fcckgreifen. In alten Landwirtschaftsb\u00fcchern, die geschrieben wurden, als die W\u00f6lfe noch nicht in den Osten verdr\u00e4ngt waren, l\u00e4sst sich nachlesen, dass die Wehrhaftigkeit bestimmter Rinderrassen als gro\u00dfer Vorteil gepriesen wird. Ebenso sind die urspr\u00fcnglichen Muttereigenschaften bei Weidetieren wieder gefragt. Die wurden den modernen Zuchtlinien weitgehend ausgetrieben, damit die Landwirte problemlos an die K\u00e4lber kommen. Jetzt w\u00e4ren sie wieder gefragt, weil die K\u00e4lber auf der Weide auch mal verteidigt werden m\u00fcssten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Biodiversit\u00e4t als Leistung<\/p>\n\n\n\n<p>Womit wir bei der ganz normalen Landwirtschaft angelangt w\u00e4ren, die sich dem pauschalen Vorwurf ausgesetzt sieht, die Tiere und die B\u00f6den auszulaugen und die Biodiversit\u00e4t verdr\u00e4ngt zu haben. Die j\u00fcngere Geschichte der GAP, der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europ\u00e4ischen Union, zeugt von vielen Versuchen, die industrialisierte Landwirtschaft wieder umweltvertr\u00e4glicher zu machen, und auch von deren Scheitern.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die j\u00fcngere Geschichte der Konsumforschung erz\u00e4hlt einerseits von dem stetig zunehmenden Wunsch nach mehr Natur und mehr Regionalit\u00e4t bei den Lebensmitteln. Andererseits zeigen die Statistiken die gleichzeitige t\u00e4gliche Abstimmung mit dem Einkaufswagen, in den eben immer wieder die billigsten Lebensmittel gelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das geht so nicht weiter, sagen viele Wissenschaftler und auch immer mehr B\u00e4uerinnen und Bauern. Und das sagt auch der Direktor der Arche Warder. Es sei eine gesellschaftspolitische Entscheidung, die wir gemeinsam f\u00e4llen m\u00fcssten und vor der wir uns nicht dr\u00fccken k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbWollen wir nur auf industrielle Landwirtschaft setzen oder wollen wir auch Biodiversit\u00e4t?\u00ab Wir wissen schon, was die kollektive Antwort ist, die immer wieder abgefragt wird: Wir alle zusammen wollen die biologische Vielfalt erhalten und die Natur sch\u00fctzen. Unsere gew\u00e4hlten Vertreter haben deshalb dem Montreal-Abkommen zugestimmt, die Europ\u00e4ische Union und ihre Mitgliedsstaaten haben die Fauna-Flora-Habitat Richtlinie verabschiedet. Es sollen drei\u00dfig Prozent der Fl\u00e4che naturnah bewirtschaftet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das stehe aber nicht nur auf dem Papier, es bedeute auch etwas, sagt der Leiter der Arche Warder; zum Beispiel, dass die Landwirte, die so wirtschaften, daf\u00fcr auch bezahlt werden. \u00bbIch w\u00fcrde das gar nicht Subventionen nennen. Es sind Leistungen, die die Landwirte erbringen. Und diese Leistungen sollten dann anhand eines Punktesystems bewertet und bezahlt werden.\u00ab Wir m\u00fcssten uns entscheiden, weil wir nicht beides gleichzeitig haben k\u00f6nnten: billige Lebensmittel und Landschafts- und Naturschutz. \u00bbLandschaftsschutz zu betreiben und Biodiversit\u00e4t bewahren oder wieder herzustellen \u2013 das muss sich lohnen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Eine wesentliche Rolle k\u00f6nnten dabei alte Rassen spielen. Und die Gesellschaft m\u00fcsse dann auch dazu ja sagen, weil diese an die Landschaft angepassten Tiere nicht so viel leisten k\u00f6nnten wie die Hochleistungsrassen. Wenn man das Geld aus Br\u00fcssel allerdings wirklich konsequent umlenkt f\u00fcr gesellschaftspolitisch gewollte und vor allem zukunftsf\u00e4hige Leistungen einer naturnahen Landwirtschaft, dann fehlen die Subventionen auf der anderen Seite bei der Industrielandwirtschaft. Das bedeutet dann auch, dass auf Dauer die billigen Lebensmittel fehlen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"481\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/BundeWischen-GallowayKuh-1024x481.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1903\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/BundeWischen-GallowayKuh-1024x481.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/BundeWischen-GallowayKuh-300x141.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/BundeWischen-GallowayKuh-768x361.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/BundeWischen-GallowayKuh-1536x722.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/BundeWischen-GallowayKuh-2048x962.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Beispiel f\u00fcr ein gelungenes Beweidungsprojekt zur F\u00f6rderung von Biodiversit\u00e4t und Landschaftsschutz: ein ehemeliger Truppen\u00fcbungsplatz, heute das Stiftungsland Sch\u00e4ferhaus, vorgestellt im Blog \u00bb<a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/landwirtschaft-als-naturschutz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Landwirtschaft als Naturschutz<\/a>\u00ab. | Foto: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Agrarwende anders<\/p>\n\n\n\n<p>Kai Fr\u00f6lich hat eine eigene Vorstellung von der Landwirtschaft der Zukunft, die er auch in einem Buch niedergelegt hat, das \u2014 allerdings erst einmal nur auf Englisch \u2014 demn\u00e4chst beim Wissenschaftsverlag Springer erscheint. Er w\u00fcrde die Landschaft gerne aufteilen in gute und schlechtere B\u00f6den. Dazu haben wir ein brauchbares Bewertungssystem \u2013 die sogenannten Bodenwertzahlen von Null bis Hundert. Bei Null stehen wir auf Sand und da w\u00e4chst gar nichts. Bei hundert stehen wir im Nirgendwo, denn solche B\u00f6den gibt es fast gar nicht. Aber beim Bodenwert achtzig stehen wir schon auf \u00e4u\u00dferst fruchtbarem Boden mit L\u00f6ssauflage oder auf der sogenannten Schwarzerde.<\/p>\n\n\n\n<p>Kai Fr\u00f6lich schl\u00e4gt vor, auf den guten B\u00f6den Precision Farming zu betreiben, also moderne, digital und via GPS gest\u00fctzte Pr\u00e4zisionslandwirtschaft f\u00fcr hohe Ertr\u00e4ge bei gleichzeitig m\u00f6glichst geringem Einsatz von Stickstoff. Denn der Eintrag von Stickstoff und Phosphat liege in der Landwirtschaft schon lange weit \u00fcber dem f\u00fcr die Erde ertr\u00e4glichen Ma\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den schlechten B\u00f6den m\u00f6chte Kai Fr\u00f6lich dem Montreal Abkommen zum Artenschutz gerecht werden \u2013 und der europ\u00e4ischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Und das ganz einfach \u2013 durch die Weidehaltung von Rindern, Schafen, Ziegen. Wobei, ganz so einfach ist das dann auch wieder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDer Trick dabei ist, welche Rasse auf welcher Fl\u00e4che, in welcher Dichte, mit welchem Management, mit welcher veterin\u00e4rmedizinischen Betreuung. Denn das sind Haustiere und keine Wildtiere.\u00ab Tats\u00e4chlich hat es in der Vergangenheit bei einigen Beweidungsprojekten Probleme mit der Betreuung der Tiere gegeben. Darauf weist Kai Fr\u00f6lich mit diesem Satz hin. Man k\u00f6nne nicht einfach ein paar Koniks auf eine Fl\u00e4che stellen, die sie durch Beweidung pflegen sollen, und sich dann nicht weiter k\u00fcmmern, weil diese Wildpferde in der Natur ja schon zurechtk\u00e4men. Koniks m\u00f6gen mit ihrer falben Farbe und dem Aalstrich auf dem R\u00fccken aussehen, als stammten sie direkt vom Tarpan ab. Sie tun es aber nicht, sondern sind schlicht die Nachfahren polnischer Arbeitsponys.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie ganzj\u00e4hrige Beweidung mit robusten Rassen funktioniert, das hat die Arche Warder in vielen Jahren auf verschiedenen Standorten ausgetestet. \u00bbDa haben wir sehr viele Erfahrungen gemacht mit Rassen, die wirklich robust und daf\u00fcr geeignet sind.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist dann die etwas andere Form der Landwirtschaft, bei der aber auch wieder tierische Produkte entstehen, die von uns genutzt werden m\u00fcsse. Die alten Rassen, die Kai Fr\u00f6lich gerne eingesetzt sehen will, sind eben Nutztierrassen. Der Name ist Programm.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbSch\u00fctzen durch Nutzen\u00ab sei die Devise, sagt Kai Fr\u00f6lich. \u00bbUnsere Auffassung ist eben: Wenn die Tiere sehr, sehr gut gehalten werden, und wir haben das Gef\u00fchl, dass unsere Haltung fast Benchmarkcharakter hat, dann ist es auch m\u00f6glich, sie zu nutzen.\u00ab Nur so k\u00f6nne man die alten Rassen als Genpool f\u00fcr die Zukunft und lebendige Kulturgeschichte letztlich auch erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Womit wir wieder beim <em>F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen<\/em> w\u00e4ren \u2013 dem Obertitel dieses Blogs und des zugeh\u00f6rigen Podcasts. Letztlich m\u00fcssen die alten Rassen von uns auch genutzt werden, drau\u00dfen in der Landschaft und drinnen in der K\u00fcche. Nur dann wird es sie noch l\u00e4nger geben und nur dann k\u00f6nnen wir auch in Zukunft auf ihre besonderen Gene und besonderen Eigenschaften zur\u00fcckgreifen, von denen wir heute noch nicht wissen, wann und wo wir sie brauchen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"645\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Christoph-Gorniak-Wasserbueffel-1024x645.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3189\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Christoph-Gorniak-Wasserbueffel-1024x645.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Christoph-Gorniak-Wasserbueffel-300x189.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Christoph-Gorniak-Wasserbueffel-768x483.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Christoph-Gorniak-Wasserbueffel-1536x967.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Arche-Warder-Christoph-Gorniak-Wasserbueffel.jpg 1970w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Einer der Mitarbeiter bei der Wiedervern\u00e4ssung ehemaliger Feuchtgebeiete: der Wasserb\u00fcffel. Hier mit Tierpfleger Christoph Gorniak. | Foto: Arche Warder<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Manche Beispiele kennen wir schon: Die Hilfe der Wasserb\u00fcffel bei der Renaturierung von Feuchtgebieten hat die Mozzarella-Produktion nach Deutschland gebracht. Wenn Moore vern\u00e4sst werden, werden auch die Moorschnucken wieder gebraucht. Und wer wirklich gutes Schweinefleisch will, der muss die Sau wieder rauslassen. Und dazu eignen sich die alten Schweinerassen deutlich besser, als die modernen Hybridtiere.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis hierhin f\u00fcr heute zum Wert der alten Rassen. Ich werde dem ganz sicher ein paar Besuche bei den sogenannten Arche-H\u00f6fen folgen lassen. Das sind landwirtschaftliche Betriebe, die sich dem Erhalt alter Nutztierrassen verschrieben haben. Die <a href=\"https:\/\/www.g-e-h.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gesellschaft zur Erhaltung alter und gef\u00e4hrdeter Haustierrassen<\/a> GEH listet \u00fcber hundert Arche-H\u00f6fe in ganz Deutschland auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe hier im Blog und in dem zugeh\u00f6rigen Podcast schon mehrfach \u00fcber die Weidehaltung berichtet, zuletzt gerade, als es um die K\u00e4lberaufzucht, die Klima-Bauern und die Waldweide ging. Dabei habe ich auch erw\u00e4hnt, dass die modernen Hochleistungsk\u00fche f\u00fcr diese nat\u00fcrlichste Form der Tierhaltung eigentlich nicht mehr geeignet sind. Die sind so weit weggez\u00fcchtet von &#8230; <a title=\"Der Wert der alten Rassen\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/der-wert-der-alten-rassen\/\" aria-label=\"Mehr zu Der Wert der alten Rassen\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[89,49,38,3,44,24,2,68,165],"tags":[81,7,71],"class_list":["post-3168","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-biodiversitaet","category-ernaehrung","category-gesundheit","category-landwirtschaft","category-naturschutz","category-tierethik","category-tierhaltung","category-weidehaltung","category-zukunft","tag-agrarwende","tag-gemeinsame-agrarpolitik-gap","tag-tierwohl","infinite-scroll-item"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der Wert der alten Rassen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Moderne Nutztiere sind auf Leistung gez\u00fcchtet und naturnah kaum noch lebensf\u00e4hig. 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