{"id":3203,"date":"2025-08-07T08:00:00","date_gmt":"2025-08-07T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/?p=3203"},"modified":"2025-08-06T11:17:35","modified_gmt":"2025-08-06T09:17:35","slug":"in-der-arche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/in-der-arche\/","title":{"rendered":"In der Arche"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Hutewaldschweine-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-959\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Hutewaldschweine-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Hutewaldschweine-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Hutewaldschweine-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Hutewaldschweine-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Hutewaldschweine.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Drau\u00dfen leben und w\u00fchlen im wendl\u00e4ndischen Sand &#8211; das k\u00f6nnen die Angler Sattelschweine vom Hutewaldhof. Sie m\u00fcssen es sogar, denn sie suchen sich ihr Futter zumeist selbst und sie haben gar keinen Stall. | Alle Fotos: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Vom Wert der alten Rassen auch f\u00fcr die Zukunft unserer Landschaften und unserer Landwirtschaft erz\u00e4hlte der letzte <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/ffe044-der-wert-der-alten-rassen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Podcast<\/a> und der zugeh\u00f6rige <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/der-wert-der-alten-rassen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Blog<\/a>. Dabei ging es um die <a href=\"https:\/\/www.arche-warder.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Arche Warder<\/a>, den einzigen Tierpark, der sich ganz den alten Haus- oder Nutztierrassen verschrieben hat. Was die Arche Warder trotz ihrer vielen landwirtschaftlichen und natursch\u00fctzerischen Au\u00dfenstationen alleine nicht schaffen w\u00fcrde, ist der Erhalt der vielen alten Rassen, die der Tierpark zeigt, und der vielen Nutztierrassen, die dort keinen Platz finden. Darum k\u00fcmmern sich die sogenannten Arche-H\u00f6fe. Um die geht es jetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber hundert Arche-Betriebe, die sich der Erhaltungszucht alter Haustierrassen verschrieben haben, listet die <a href=\"https:\/\/www.g-e-h.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">G<\/a><a href=\"https:\/\/www.g-e-h.de\">EH<\/a> auf, die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gef\u00e4hrdeter Haustierrassen. Drei dieser Betriebe habe ich besucht, um zu erfahren, warum sie alte Rassen halten und was dabei anders ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Freilandschweine<\/p>\n\n\n\n<p>Fangen wir an im nieders\u00e4chsischen Biosph\u00e4renreservat Elbtalaue im D\u00f6rfchen Riskau, das zur Kreisstadt Dannenberg im Wendland geh\u00f6rt. Dort im <a href=\"https:\/\/www.hutewaldhof.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hutewaldhof<\/a> z\u00fcchten Kathrin Ollendorf und Holger Linde Schweine. Und das machen sie ganz anders als konventionelle Schweinehalter und auch ganz anders als die meisten Bio-H\u00f6fe. Im Hutewaldhof leben die Schweine nicht im Stall, auch nicht in einem Stall mit Auslauf, sondern drau\u00dfen \u2014 und das ganzj\u00e4hrig.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor fast 15 Jahren haben die beiden den kleinen Hof gekauft und ihr Projekt angefangen. Zwei Jahre dauerte es, bis sie die Genehmigungen hatten, ihre Schweine ganzj\u00e4hrig im Freiland zu halten. Dann ging es darum, welche Schweine: \u00bbAls wir die ersten Schweine gekauft haben, war klar: die m\u00fcssen das mitmachen, also aushalten. Sommer, Winter, Regen, Schnee &#8211; egal\u00ab, sagt Kathrin Ollendorf. Die Tiere sollten nur ein paar Schutzh\u00fctten bekommen und sie sollten gerne Gr\u00fcnfutter fressen wollen und auch k\u00f6rperlich verwerten k\u00f6nnen, sich also haupts\u00e4chlich vom Acker ern\u00e4hren. Dass das mit den heute \u00fcblichen Hybridschweinen nicht geht, war von Anfang an klar. Weder k\u00f6nnen die ganzj\u00e4hrig drau\u00dfen leben, noch k\u00f6nnen sie mit wenig energiereichem Futter ern\u00e4hrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei alte Schweinerassen kamen infrage, das Wollschwein und das Sattelschwein. Letztlich haben sich die beiden f\u00fcr das Angler Sattelschwein entschieden, weil dem nachgesagt wird, dass es sehr menschenbezogen und menschenfreundlich sei. \u00bbUnd das war eine gute Entscheidung. Die sind topp f\u00fcr das, was wir hier tun.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Im Hutewald<\/p>\n\n\n\n<p>Hinter dem Hutewaldhof geht es eine Kuppe hinauf durch den Wald zu den Feldern, auf denen die Schweine die meiste Zeit des Jahres leben. Wobei der Name des Hofes Programm ist, denn im Herbst und angehenden Winter d\u00fcrfen die Schweine dann auch in den Wald, zum Ernten von Eicheln. Wobei sie dabei auch Kr\u00e4uter und Pilze mitnehmen und auch K\u00e4fer, Larven und Schnecken und allerlei Bodengetier, das sie hochw\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem Kathrin Ollendorf und Holger Linde nach zwei Jahren Hickhack mit den Beh\u00f6rden schlie\u00dflich die Sondergenehmigung hatten und ihre Schweine tats\u00e4chlich in den eigenen Wald lassen durften, hat ihnen die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde zur Auflage gemacht, ein j\u00e4hrliches Waldmonitoring vorzulegen. Dadurch ist jetzt \u00fcber zehn Jahre lang dokumentiert, dass die zeitweilige Nutzung durch die Schweine dem Wald sogar gutgetan hat. Er ist vielf\u00e4ltiger geworden, es gibt mehr Kr\u00e4uter und mehr junge B\u00e4ume. Auch weil die beiden den Wald langsam in einen Mischwald umbauen, indem sie immer mal wieder eine der alten Kiefern f\u00e4llen, um Platz f\u00fcr den Nachwuchs der Eichen zu schaffen. Die \u00fcbrigens gut wachsen, obwohl die Schweine Eicheln wegfressen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heutige F\u00f6rster m\u00f6gen das kaum glauben. Dabei wurden die W\u00e4lder fr\u00fcher sogar nach der Menge an Huteschweinen und anderen Waldweidetieren bewertet, die sie ern\u00e4hren konnten. Heute ist die Waldweide verboten, was unseren W\u00e4ldern nicht gutgetan hat, was ich ja auch hier in einer anderen Episode von <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/ffe041-o-schoener-weide-wald\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Podcast<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/o-schoener-weide-wald\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Blog<\/a> schon erz\u00e4hlt habe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"561\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Kathrin-Wasserschlauch-1024x561.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3209\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Kathrin-Wasserschlauch-1024x561.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Kathrin-Wasserschlauch-300x164.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Kathrin-Wasserschlauch-768x421.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Kathrin-Wasserschlauch-1536x842.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Kathrin-Wasserschlauch-2048x1123.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abk\u00fchlung sehr willkommen: Die B\u00e4uerin mit dem Wasserschlauch bei ihren Schweinen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die meiste Zeit leben die Schweine des Hutewaldhofes aber nicht im Wald, sondern auf den rund zehn Hektar gro\u00dfen Ackerfl\u00e4chen. Die sind zwiefach umz\u00e4unt und mit einem hohen \u00e4u\u00dferen Sicherheitszaun umgeben, auf dass keinerlei Kontakt der Schweine mit ihren drau\u00dfen lebenden wilden Verwandten zustande kommt. Die Schweinehaltung im Freien unterliegt hohen Seuchenschutz-Auflagen. Besucher wie ich d\u00fcrfen auch nur mit hofeigenen Gummistiefeln zu den Tieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den \u00c4ckern leben die Schweine in Gruppen in jeweils noch einmal umz\u00e4unten Arealen, die ausgestattet sind mit einer Schutzh\u00fctte, einer Tr\u00e4nke und \u2013 ganz wichtig im Sommer \u2013 einer Suhle.<\/p>\n\n\n\n<p>Mindestens einmal am Tag, an hei\u00dfen Tagen und in trockenen Zeiten auch mehrmals, spannt Kathrin Ollendorf einen kleinen Traktor vor einen Wasserwagen und f\u00e4hrt damit den H\u00fcgel hinauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Schweine k\u00f6nnen sich nicht durch Schwitzen abk\u00fchlen. Sie haben gar keine Schwei\u00dfdr\u00fcsen. Auch deshalb brauchen sie die Suhle. Der Schlamm\u00fcberzug, den sie sich darin zulegen, sch\u00fctzt aber auch die Haut vor Parasiten und Sonnenbrand. Die Angler Sattelschweine sind zwar haupts\u00e4chlich schwarz, der namensgebende wei\u00dfe Sattel ist aber doch sehr sonnenbrandgef\u00e4hrdet.<\/p>\n\n\n\n<p>Und jetzt, wo die Schweine gerade umgezogen sind in neue Wohnbereiche, sind die Suhlen noch nicht richtig eingeschl\u00e4mmt und halten das Wasser dadurch noch schlechter. Also muss \u00f6fter nachgef\u00fcllt werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"425\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Kathrin-Suhle-1024x425.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3207\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Kathrin-Suhle-1024x425.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Kathrin-Suhle-300x125.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Kathrin-Suhle-768x319.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Kathrin-Suhle-1536x638.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Kathrin-Suhle-2048x851.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Schweine sind gerde erst umgezogen in dieses Areal, deshalb ist die Suhle neu und muss noch eingeschl\u00e4mmt werden &#8211; \u00fcberlebenswichtig f\u00fcr die Schweine an hei\u00dfen Sommertagen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Ernteschweine<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hutewald-Schweine m\u00fcssen auf den zehn Hektar Ackerfl\u00e4chen immer mal wieder umziehen, damit die verlassenen Wohnbereiche neu einges\u00e4t werden k\u00f6nnen, und damit die Schweine neue Ackerfl\u00e4chen neben ihren jeweiligen Wohnarealen abweiden k\u00f6nnen. Das geh\u00f6rt zum Bewirtschaftungskonzept des Hutewaldhofes: Die Schweine suchen sich einen Gro\u00dfteil ihres Futters selbst, sie ernten und d\u00fcngen dabei auch gleich.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade erntet eine Gruppe j\u00fcngerer Mastschweine ein Areal ab, auf dem die Saat wegen der anf\u00e4nglichen Trockenheit dieses Jahres nicht wirklich aufgegangen ist. Statt einer Mischung aus Kleegras, Getreide und Bohnen w\u00e4chst dort haupts\u00e4chlich etwas, was anderswo als ein dringend zu bek\u00e4mpfendes Ackerunkraut gilt: die Melde. Den Schweinen schmeckt sie, was eigentlich auch kein Wunder ist, hatte die Melde es als Kulturpflanze doch auch auf menschliche Speisekarten geschafft, da allerdings unter dem Titel \u00bbSpanischer Salat\u00ab. Fr\u00fcher wurde sie in G\u00e4rten angepflanzt, ist heute aber weitgehend vom Spinat verdr\u00e4ngt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbWas die Tiere da tun, das zeigt den Vorteil der Angler Sattelschweine\u00ab, sagt Kathrin Ollendorf: \u00bbSie sind sehr gute Futterverwerter.\u00ab Das hei\u00dft andererseits: Wenn man sie in einen modernen Schweinestall stecken w\u00fcrde und ihnen die Bewegungsfreiheit nehmen, und wenn man sie dann noch mit den heute \u00fcblichen Futtermitteln versorgen w\u00fcrde, dann w\u00fcrden sie verfetten und h\u00f6chstwahrscheinlich auch krank. Wobei \u2013 das werden die \u00bbmodernen\u00ab Hybridschweine auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Holger Linde, der aus einer alten Bauernfamilie stammt, hat in seinem B\u00fccherregal noch landwirtschaftliche Lehrb\u00fccher von Urgro\u00dfvater und Gro\u00dfvater. \u00bbIn diesen alten Lehrb\u00fcchern wird das Aufstallen der Schweine sehr kritisch gesehen\u00ab, sagt er. Schweine m\u00fcssen mindestens f\u00fcnf, sechs Stunden am Tage drau\u00dfen sein, steht in den alten B\u00fcchern, weil sie sonst krank w\u00fcrden und verhaltensauff\u00e4llig. \u00bbDas stimmt auch\u00ab, sagt er, \u00bbSchwanzbei\u00dfen nennt man das heute.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>In seiner Kindheit lebten die Sauen im elterlichen Hof noch ganzj\u00e4hrig drau\u00dfen und kamen nur zum Ferkeln f\u00fcr kurze Zeit in den Stall. Genauso wie die Sauen im Hutewaldhof jetzt wieder. Wobei Holger Lindes Vater damals sicher schon als r\u00fcckst\u00e4ndig galt, weil er die Sau noch rauslie\u00df. Dann kamen die modernen Hybridschweine und die Tiere verschwanden in den St\u00e4llen. Womit sie auch zu Nahrungskonkurrenten f\u00fcr uns Menschen wurden, weil sie mit einem hohen Anteil an Nahrungsmitteln aufgezogen werden, die letztlich auch wir essen k\u00f6nnten. Die Stallschweine sind Nahrungskonkurrenten f\u00fcr uns, die alten Rassen waren fr\u00fcher eher Abfallverwerter und Weidetiere.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"595\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Schild-1024x595.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3214\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Schild-1024x595.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Schild-300x174.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Schild-768x446.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Schild-1536x893.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Hutewaldhof-Schild-2048x1190.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Leasingschweine<\/p>\n\n\n\n<p>Auch deshalb gibt es heute ein paar einzelne Schweinehalterinnen und Schweinehalter wie die beiden vom Hutewaldhof, die es wieder ganz anders machen. Wegen der deutlich anderen Ern\u00e4hrungsweise, aber auch schlicht und einfach wegen der Tiere.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbWir wollten hier keinen Streichelhof aufbauen, sondern zeigen, dass man auch \u00fcberleben kann, wenn man seine Tiere gut h\u00e4lt\u00ab, sagt Holger Linde. \u00bbDas Projekt Hutewaldhof sollte zeigen, dass man die Tiere nicht ausbeuten muss, um mit ihnen und von ihnen zu leben.\u00ab Dass das funktioniert, haben die beiden bewiesen. Allerdings zu einem deutlich h\u00f6heren Preis, sowohl f\u00fcr die Kunden als auch f\u00fcr die B\u00e4uerinnen und Bauern. Die Kunden zahlen mehr, die Bauern verdienen weniger als im \u00fcblichen Schweinesystem.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gesch\u00e4ftsmodell des Hutewaldhofes ist so besonders wie das Betriebssystem mit den selbst erntenden Freilandschweinen. Es beruht auf Direktvermarktung mit Fleisch- und Wurstverkauf und einem Leasingsystem. Dabei zahlen die Kunden einen Monatsbetrag ab der Geburt \u00bbihres\u00ab Ferkels. Daf\u00fcr wird das Schwein aufgezogen und geh\u00f6rt nach fr\u00fchestens einem Jahr dann den Kunden, kostet dann allerdings noch die Verarbeitung.<\/p>\n\n\n\n<p>Heraus kommen dabei recht teures, daf\u00fcr aber sehr hochwertiges Schweinefleisch und beste Wurstwaren und Schinken. Angeregt durch ein Gourmetrestaurant, das das ber\u00fchmte Porco Iberico auf seiner Speisekarte durch ihr Schweinefleisch ersetzt hat, haben die Hutewaldhofer sich die Marke \u00bbPorco W\u00e9ndico\u00ab sch\u00fctzen lassen. F\u00fcr ihren ger\u00e4ucherten Schinken haben sie dann im vergangenen Jahr den \u00bbArca-Deli Award\u00ab der <a href=\"https:\/\/save-foundation.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Save-Stiftung<\/a> erhalten, die sich f\u00fcr den Erhalt und die Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Biodiversit\u00e4t in Europa einsetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das h\u00f6rt sich alles gut an und das schmeckt auch gut. Es reicht aber noch nicht ganz, um auch die am Hof arbeitenden Menschen ausreichend zu bezahlen.&nbsp; Die st\u00e4ndige Mitarbeiterin und eine Minijobberin sind bezahlt, Kathrin Ollendorf muss aber immer noch ein wenig nebenher jobben. Das macht sie als Bodenwertsch\u00e4tzerin beim Finanzamt Stendhal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Unersetzliche Ressource<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hutewaldhof z\u00fcchtet jetzt seit \u00fcber zehn Jahren Angler Sattelschweine und ist nicht nur ein von der GEH gelisteter Arche-Betrieb. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gef\u00e4hrdeter Haustierrassen hat auch dabei geholfen, dass der Hof als UTR-Betrieb registriert wurde. Das K\u00fcrzel UTR steht f\u00fcr \u00bbUnersetzbare Tierische Ressource\u00ab und soll daf\u00fcr sorgen, dass selbst im Seuchenfall, wenn die Region zum Beispiel von der Afrikanischen Schweinepest heimgesucht w\u00fcrde, die Zuchtsauen nicht sofort gekeult werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom Angler Sattelschwein stehen derzeit noch um die einhundertzwanzig Tiere in den Zuchtb\u00fcchern. Man k\u00f6nnte auch sagen, da stehen wieder einhundertzwanzig Tiere, denn 1997 waren es gerade mal vierzig. Von der Zuchtlinie A des Angler Sattelschweins gab es allerdings nur noch sieben Sauen, von denen vier auf dem Hutewaldhof lebten, als der die Anerkennung als Betrieb mit einer unersetzbaren tierischen Ressource erhielt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Weideprojekt<\/p>\n\n\n\n<p>Ortswechsel. \u00dcber die Elbe nach Nordwesten, aber immer noch im Biosph\u00e4renreservat Elbtalaue und gleichzeitig auch in der ersten Arche Region, die die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gef\u00e4hrdeter Haustierrassen ausgewiesen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass es die Arche-Region Flusslandschaft Elbe seit 2011 \u00fcberhaupt gibt, ist auch Hans-J\u00fcrgen Niederhoff zu verdanken, der seinen Nebenerwerbsbetrieb zum <a href=\"https:\/\/www.archezentrum-amt-neuhaus.de\/desktopdefault.aspx\/tabid-11680\/\">Arche-Hof<\/a> umbaute und mit einer gro\u00dfen Herde der urt\u00fcmlich anmutenden Heckrinder und einer kleinen Herde Konik-Ponys die Sude-Niederung beweidet. Die Sude ist einer der n\u00f6rdlichen Nebenfl\u00fcsse der Elbe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Niederhoff-Koniks-1024x533.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3210\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Niederhoff-Koniks-1024x533.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Niederhoff-Koniks-300x156.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Niederhoff-Koniks-768x400.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Niederhoff-Koniks-1536x800.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Niederhoff-Koniks-2048x1067.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hans-J\u00fcrgen Niederhoff bei seinen Koniks im Weidegebiet an der Sude, einem n\u00f6rdlichen Zufluss der Elbe.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf dem Hof halten die Niederhoffs Pommersche Landschafe und Vorwerk-H\u00fchner. Das sind Vertreter alter Rassen. Dazu kommen noch drei Th\u00fcringer Wald Ziegen und ein einsamer Poitou-Esel, f\u00fcr den eine Partnerin gesucht werden muss. Und auch der Hofhund geh\u00f6rt zu einer gef\u00e4hrdeten alten Rasse: Bella ist ein Altdeutscher H\u00fctehund \u2013 ein rothaariger \u00bbHarzer Fuchs\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber die Heckrinder, die die Attraktion des Arche-Wanderwegs durch die Sude-Niederung sind, geh\u00f6ren eigentlich nicht zu den alten regional angepassten Nutztierrassen. Sie wurden in den 1920er Jahren von den Br\u00fcdern Heinz und Lutz Heck erz\u00fcchtet. Die waren damals die Direktoren der Zoos in M\u00fcnchen und Berlin und wollten durch Kreuzung verschiedener Hausrinder den ausgestorbenen Auerochsen in Form und Aussehen wieder auferstehen lassen. Und die Koniks, die mit den Heckrindern zusammenleben, sind ebenso wenig Wildpferde wie die Heckrinder Auerochsen sind. Sie sind urspr\u00fcnglich polnische Arbeitsponys. Konik hei\u00dft einfach Pferdchen<\/p>\n\n\n\n<p>Warum also Heckrinder und nicht eine der alten, vom Aussterben bedrohten Rinderrassen, habe ich Hans-J\u00fcrgen Niederhoff gefragt. \u00bbDaran ist Hartmut Heckenroth schuld\u00ab, sagt er; \u00bbEr wollte da keine normalen Rinder laufen sehen. Er wollte was Besonderes und hat mich f\u00fcr die Heckrinder begeistert.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Der Landwirt Hans-J\u00fcrgen Niederhoff hat sich also vom damaligen Vorstand der <a href=\"https:\/\/www.the-stork-foundation.org\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stork-Stiftung<\/a> von den Heckrindern \u00fcberzeugen lassen. Der Ornithologe Hartmut Heckenroth war Leiter der nieders\u00e4chsischen Vogelwarte, bevor er Vorsitzender der Stork-Stiftung f\u00fcr die Erhaltung der St\u00f6rche und ihres Lebensraums wurde. Die Stiftung des S\u00fc\u00dfwarenherstellers Storck kaufte nach der Wende \u00c4cker und Wiesen am Lauf der Sude auf und wandelte sie in Dauergr\u00fcnland um. Das Gebiet ist feucht, im Winter und bis in das Fr\u00fchjahr oft \u00fcberflutet. Tiere, die dort weiden und das Zuwuchern mit B\u00fcschen verhindern sollen, m\u00fcssen mit den eher widrigen Bedingungen zurechtkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den hundertf\u00fcnfzig Hektar Weideland, das die Rinder und Ponys der Niederhoffs dort offenhalten, geh\u00f6rt auch ein kleines, etwas h\u00f6her gelegenes W\u00e4ldchen, in das sich die Tiere zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen. Dort wird dann auch zugef\u00fcttert, wenn der Rest der Weidelandschaft unter Wasser steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass diese ganze Landschaft heute Teil einer gro\u00dfen <a href=\"https:\/\/www.archezentrum-amt-neuhaus.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Arche-Region<\/a> ist, d\u00fcrfte auch ein Verdienst des schon erw\u00e4hnten Hartmut Heckenroth sein. Er machte nicht nur Hans-J\u00fcrgen Niederhoff zum Betreiber eines Arche-Hofes, sondern mit dessen Hilfe auch viele andere in der Gegend. \u00bbMensch, sagte er, die ganzen H\u00f6fe hier, die haben alle so viel Platz, da k\u00f6nnte man doch bedrohte Rassen halten. Die Leute hatten ja alle paar Schafe und H\u00fchner zu Hause. Und dann haben wir eben viele \u00fcberzeugt, dass sie alte Schaf- und H\u00fchnerrassen halten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Nebenerwerb<\/p>\n\n\n\n<p>Das nordelbische Amt Neuhaus, das heute wieder zu Niedersachsen geh\u00f6rt, war nach dem Krieg der DDR zugeschlagen worden. Landwirt Hans-J\u00fcrgen Niederoff arbeitete in der Pflanzenproduktion der LPG, nahm seine 35 Hektar Acker- und Gr\u00fcnland aber gleich nach der Wende aus der Zwangsgenossenschaft heraus und wurde Nebenerwerbslandwirt. Im Hauptberuf arbeitete er bei der Flurbereinigungsbeh\u00f6rde des Landkreises L\u00fcneburg. Eine eher gl\u00fccklich verlaufene Nachwendegeschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen ist Hans-J\u00fcrgen Niederhoff l\u00e4ngst Rentner und auch seine Frau arbeitet nicht mehr als Buchh\u00e4ndlerin. Die Tochter Sabine managt das Schie\u00dfen der Rinder auf der Weide, den Transport zum Metzger und den Fleischverkauf, und der Enkelsohn bereitet sich darauf vor, den Hof zu \u00fcbernehmen. Der lernt aber erstmal Handwerker, denn der Hof wirft nicht genug ab, um davon zu leben, trotz Bio-Zertifizierung, Arche und Fleischverkauf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"421\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Niederhoff-Heckrindkuh-mit-Kalb-1024x421.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3211\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Niederhoff-Heckrindkuh-mit-Kalb-1024x421.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Niederhoff-Heckrindkuh-mit-Kalb-300x123.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Niederhoff-Heckrindkuh-mit-Kalb-768x316.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Niederhoff-Heckrindkuh-mit-Kalb-1536x631.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Niederhoff-Heckrindkuh-mit-Kalb-2048x842.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Heckrindkuh mit Neugeborenem an der Sude. Die Abbildzucht des Auerochsen verdanken wir den Zoodirektoren Heinz und Lutz Heck. Sie wollten den ausgestorbenen Ur wieder erstehen lassen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Vollerwerb<\/p>\n\n\n\n<p>Ortswechsel \u2013 und ein gro\u00dfer Sprung nach Norden, in die Grenzregion zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, ins Biosph\u00e4renreservat Schaalsee. Hier wirtschaftet Detlef Mohr auf seinem <a href=\"https:\/\/www.g-e-h.de\/arche-hoefe\/205-arche-hof52\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Arche-Hof Schnuckensch\u00e4ferei<\/a>, wie der Name schon vermuten l\u00e4sst, mit Heidschnucken. Aber nicht nur. Zum Betrieb geh\u00f6rt auch das Rauwollige Pommersche Landschaf und das rote Coburger Fuchsschaf, und auch wieder einer der Altdeutschen H\u00fctehunde. Hier ist es ein Schafpudel.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit rund zweitausend Schafen in sechs Herden pflegt Detlef Mohr, zusammen mit seinem Sohn und einer Mitarbeiterin, die Weiden des Biosph\u00e4renreservats, sowohl in den feuchten, moorigen Niederungen, als auch in den kargen Trockenrasengebieten. Was er mit seinen Tieren macht, das ist Landschaftspflege, Landschaftsschutz. Und \u2014 um das in diesem Fall gleich vorweg zu sagen: Er kann davon leben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbEs hat viele Jahre gegeben, in denen ich keinen Gewinn gemacht habe\u00ab, sagt er. Da reichte es nur gerade so zum \u00dcberleben. Aber heute stehe er mit seiner Art der Schafhaltung mit dem Schwerpunkt Naturschutz und Landschaftspflege ganz gut da. \u00bbWas wir machen, ist gesellschaftlich gewollt, und es findet in Euro und Cent seine Anerkennung.\u00ab Das sind S\u00e4tze, die man von einem Landwirt selten h\u00f6rt. Vielleicht ist Detlef Mohr mit seinem Schnuckenhof im Biosph\u00e4renreservat etwas ganz Besonderes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Stiftungssch\u00e4fer<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders jedenfalls ist seine Geschichte. Der gelernte Landwirt ist durch eine kuriose Wendung seiner Biografie zum Sch\u00e4fer geworden. Es war Uwe Barschel, der sp\u00e4tere skandalumwitterte schleswig-holsteinische Ministerpr\u00e4sident, der Ende der 1970er Jahre noch als CDU-Kreisvorsitzender zusammen mit dem Schwarzkopf-Unternehmer Ballhaus eine Stiftung gr\u00fcndete, die Kultur und Landschaft des Herzogtums Lauenburg f\u00f6rdern sollte, das heute schlicht ein Landkreis ist. F\u00fcr das Kapitel Landschaftspflege des Stiftungslandes sollte ein Sch\u00e4fer her. Und der wurde dann Detlef Mohr.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stiftung gab Geld und der neue Sch\u00e4fer, der von der Sch\u00e4ferei nach eigenem Bekunden wenig bis gar nichts wusste, kaufte ein paar Heidschnucken zusammen. Die sollten es sein, die Stiftung wollte eine richtige Wandersch\u00e4ferei etablieren. Uwe Barschel kannte das aus der L\u00fcneburger Heide, \u00bbund das wollte er auch in Schleswig-Holstein\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann hatte Detlef Mohr gut hundert Schafe beisammen, eine vergleichsweise winzige Herde, aber auch um mit der wandern zu k\u00f6nnen, brauchte es einen Hund. Also fuhr er zum ersten Mal in seinem Leben zu einem sogenannten \u00bbLeistungsh\u00fcten\u00ab. So nennen die Sch\u00e4fer Veranstaltungen, bei denen sie sich gegenseitig vorf\u00fchren, was ihre H\u00fctehunde k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort kaufte sich Detlef Mohr einen pr\u00e4mierten H\u00fctehund. Und der mischte ihm dann seine kleine Herde ordentlich auf. Heute kann der seit Jahrzehntgen erfolgreiche Sch\u00e4fer \u00fcber seine Anfangsschwierigkeiten gut lachen: \u00bbDas hat gedauert, bis das H\u00fcten mit diesem Hund klappte.\u00ab Was nicht am Hund lag, der war perfekt ausgebildet. \u00bbLetztlich hat der Hund mir beigebracht, was das hei\u00dft, Schafe zu h\u00fcten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"570\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schnuckenschaeferei-Detlef-Mohr-1024x570.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3212\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schnuckenschaeferei-Detlef-Mohr-1024x570.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schnuckenschaeferei-Detlef-Mohr-300x167.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schnuckenschaeferei-Detlef-Mohr-768x427.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schnuckenschaeferei-Detlef-Mohr-1536x855.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schnuckenschaeferei-Detlef-Mohr-2048x1140.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Sch\u00e4fer bei seinen Schafen: Detlef Mohr macht Landschaftspflege mit seiner Schnuckensch\u00e4ferei im Biosph\u00e4renresrvat Schaalsee. Wobei diese Schafe hier Pommersche Landschafe sind.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Landschaftspfleger<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende seiner Zeit als Stiftungssch\u00e4fer hat sich Detlef Mohr dann mit einer kleinen Herde von zweihundert Schafen selbstst\u00e4ndig gemacht und dann den Hof in Mecklenburg am Schaalsee gekauft und dort die Landschaftspflege \u00fcbernommen. Seine Herde hat sich potenziert auf das Zehnfache und besteht heute zu einem gro\u00dfen Teil aus gef\u00e4hrdeten alten Rassen. Wobei er die feinen Unterschiede der Herdzuchtb\u00fccher nicht so ganz einsieht. Es gibt da zum Beispiel eine Wei\u00dfe Geh\u00f6rnte Heidschnucke und eine Wei\u00dfe Hornlose Heidschnucke. Letztere hei\u00dft auch Moorschnucke, weil sie besonders gut mit feuchten Weidegr\u00fcnden umgehen k\u00f6nne und dort keine Klauenprobleme bek\u00e4me. Detlef Mohrs Erfahrung erz\u00e4hlt etwas anderes.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbF\u00fcr mich ist die Wei\u00dfe Geh\u00f6rnte Heidschnucke genauso eine Moorschnucke wie die Wei\u00dfe Hornlose\u00ab, sagt er. Die kommen beide in Feuchtgebieten zurecht und machen ihm jedenfalls weniger Arbeit mit der Klauenpflege als jede der modernen Fleischrassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eher unfreiwillig hat Detlef Mohr noch in seiner Zeit als Sch\u00e4fer bei der Stiftung in Schleswig-Holstein eine Art Feldvergleich mit alten und modernen Rassen gemacht. Er hatte damals zu wenig Tier f\u00fcr seine Fl\u00e4chen und hat deshalb ein paar der heute weit verbreiteten Schwarzkopfschafe von einem befreundeten Sch\u00e4fer in seine Herde hineingenommen. \u00bbDas war f\u00fcr mich sehr lehrreich\u00ab, sagt er, \u00bbzu sehen, wie Heidschnucken und Schwarzkopfschafe parallel nebeneinander auf einer Fl\u00e4che grasen und die einen den Kopf unten haben und den ganzen Tag fressen. Und die anderen, die eigentlich viel mehr Futter brauchen, in den Hungerstreik treten und den Kopf oben haben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Es war eine Magerrasenfl\u00e4che, die da beweidet werden sollte und bei der die Schwarzkopfschafe ihre Mitwirkung schlicht verweigerten. Mit denen ging die Pflege dieser Landschaft nicht. Er musste den Versuch abbrechen. Also war die Entscheidung f\u00fcr die alten Rassen f\u00fcr ihn eine ganz und gar logische. Er baute seine Herde mit weiteren alten Rassen aus. \u00bbAuch weil die f\u00fcr die Landschaftspflege einfach die besseren Schafe sind.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Wobei &#8211; das h\u00f6rt sich alles so an, als sei Detlef Mohrs Entscheidung f\u00fcr die Sch\u00e4ferei mit alten Schafrassen eine rein rationale gewesen: \u00bbIch mache Landschaftsschutz mit Schafen, das k\u00f6nnen die alten Rassen besser.\u00ab Sein Betriebsmodell funktioniert, ern\u00e4hrt Tiere und Menschen \u2013 und erh\u00e4lt die alten Rassen. Letzteres k\u00f6nnte dabei ein nettes Nebenprodukt sein. K\u00f6nnte so sein, ist aber nicht so. Es ist eben doch einige Emotion mit den alten Rassen verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das sp\u00fcrt man, wenn er von der Entscheidung f\u00fcr die Wei\u00dfe Geh\u00f6rnte Heidschnucke erz\u00e4hlt, die in seiner Herde die nicht gef\u00e4hrdete Graue Heidschnucke ersetzt hat. Er besuchte einen befreundeten Sch\u00e4fer und fand in dessen Schlachthofstall ein paar Schafe der damals vom Aussterben stark bedrohten Wei\u00dfen Geh\u00f6rnten. \u00bbDie kaufe ich Dir ab, die d\u00fcrfen nicht geschlachtet werden\u00ab, sagte er dem Kollegen \u2014 und kam so zu seiner ersten gef\u00e4hrdeten alten Schafrasse.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann h\u00f6rte er vom Rauwolligen Pommerschen Landschaf, das in Restbest\u00e4nden noch auf R\u00fcgen in der damaligen DDR gehalten wurde. Westdeutsche Sch\u00e4fer hatten von dort ein paar wenige Tiere geholt. \u00bbIm <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/index.php?cl=details&amp;libriid=9783800112968&amp;listtype=search&amp;searchparam=hinrich%20sambraus\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Farbatlas Nutztierrassen<\/a> von Hinrich Sambraus habe ich dann ein Bild von solchen Schafen gesehen und habe gedacht: Wow, so eine Herde musst du sp\u00e4ter mal haben!\u00ab Heute hat er sie \u2013 na klar. Und auch die roten Coburger Fuchsschafe.<\/p>\n\n\n\n<p>So wurde die Schnuckensch\u00e4ferei Schaalsee zu einem Arche-Vorzeigebetrieb. Der heute allerdings auch Kreuzungsschafe h\u00e4lt. Gekreuzt wird mit niederl\u00e4ndischen Swartbless-Schafen, weil die schwarze Wolle haben. Die ist f\u00fcr Marco Scheel, der mit seiner Stoff- und Kleidungsproduktion <a href=\"https:\/\/nordwolle.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nordwolle<\/a> auf R\u00fcgen gerade f\u00fcr eine kleine Renaissance der Schafwolle sorgt und den Sch\u00e4fern anst\u00e4ndige Preise zahlt. Dank Marco Scheel lohnt es sich wieder, die Schafe scheren zu lassen, auch die der alten Rassen, denn genau deren Wolle m\u00f6chte Nordwolle haben.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Bis hierhin der zweite Teil der Kolumne zum Wert der alten Nutztierrassen. Die n\u00e4chste Kolumne dann ausnahmsweise nicht in einem Monat, sondern erst nach einer kurzen Sommerpause Anfang Oktober.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Wert der alten Rassen auch f\u00fcr die Zukunft unserer Landschaften und unserer Landwirtschaft erz\u00e4hlte der letzte Podcast und der zugeh\u00f6rige Blog. 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