{"id":3242,"date":"2025-10-02T08:00:00","date_gmt":"2025-10-02T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/?p=3242"},"modified":"2025-10-01T11:30:36","modified_gmt":"2025-10-01T09:30:36","slug":"durchs-tal-der-biokrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/durchs-tal-der-biokrise\/","title":{"rendered":"Durchs Tal der Biokrise"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"499\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Hofladen-Rothenhausen-Gemuese-1024x499.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3244\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Hofladen-Rothenhausen-Gemuese-1024x499.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Hofladen-Rothenhausen-Gemuese-300x146.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Hofladen-Rothenhausen-Gemuese-768x374.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Hofladen-Rothenhausen-Gemuese-1536x748.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Hofladen-Rothenhausen-Gemuese-2048x998.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wollen wir das: Selber ausw\u00e4hlen aus haupts\u00e4chlich regionaler Ware (S\u00fcdfr\u00fcchte ausgenommen), wie hier im Hofladen von Gut Rothenhausen? Oder wollen wir verpacktes Obst und Gem\u00fcse im Supermarkt? | Foto: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Von einem Tal sprechen H\u00e4ndler, wenn sie in einer Absatzkrise stecken. Und wenn dieses Tal durchschritten ist, dann geht es wieder aufw\u00e4rts.&nbsp; Das ist das Bild, das gemeint ist, wenn ich diese Kolumne \u00bbDurchs Tal der Biokrise\u00ab \u00fcberschreibe. Wer durch das Tal hindurch ist, hat es geschafft.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war der Krieg in der Ukraine, der 2022 die Preise trieb und auch die Menschen weit entfernt von Luftalarm und Einschl\u00e4gen verunsicherte. In den Monaten nach dem russischen Angriff stiegen hierzulande nicht nur die Energiepreise, sondern ganz eklatant auch die der Lebensmittel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Fossile Landwirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Kein Wunder eigentlich, ist doch zumindest die konventionelle Landwirtschaft fossil angetrieben. Der bei dieser Form der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenkende Kunstd\u00fcnger wird mit Erdgas hergestellt, die Pestizide kommen von der ebenso fossil betriebenen Chemieindustrie, die Maschinen tanken Diesel. Entsprechend waren es vor allem die konventionellen Lebensmittel, die gro\u00dfe Preisspr\u00fcnge machten, w\u00e4hrend der Preisanstieg bei Bio relativ gering ausfiel oder ganz ausblieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch hatte ich ein Jahr nach Kriegsbeginn meinem <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/ffe18-bio-in-der-krise\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Podcast<\/a> und dem zugeh\u00f6rigen <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/bio-in-der-krise\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Blog<\/a> den Titel gegeben: \u00bbBio in der Krise\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Krise wurde letztlich dann gar nicht so viel weniger Bio gekauft. Vor allem wurde Bio aber woanders gekauft und damit auch anderes Bio: Statt im Hofladen oder im Bioladen bei den Supermarktketten und Discountern. Weil es da ja billiger ist. So haben wir das gelernt \u2014 stimmte aber oft nicht mal.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbKrieg, Inflation, Energiekrise: Ein Volk hat Angst und geht zum Discounter.\u00ab So hatte ich die Situation damals zusammengefasst. Wobei dies die Beschreibung eines sehr deutschen Ph\u00e4nomens ist: Wenn es bei uns kriselt, dann wird zuerst am Essen gespart. Und wenn es dann doch nicht so schlimm kommt, wie bef\u00fcrchtet, dann wird zuerst in Urlaub gefahren \u2014 und weiterhin beim Essen gespart.<\/p>\n\n\n\n<p>Das hatte Folgen. Vor allem f\u00fcr viele alteingesessene Biol\u00e4den, f\u00fcr den Naturkost-Fachhandel. Der ist heute deutlich ausged\u00fcnnt; viele kleine L\u00e4den haben die Krise nicht \u00fcberlebt. Und auch die gro\u00dfen Naturkosth\u00e4ndler knapsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Beispiel \u00bbLandwege\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Ich will hier von einem ganz besonderen Bioverbund erz\u00e4hlen, der gerade dabei ist, sich selbst zu retten, oder der dies eigentlich schon geschafft hat. Es geht um die <a href=\"https:\/\/www.landwege.de\/home\">EVG Landwege eG<\/a> in L\u00fcbeck. Das K\u00fcrzel EVG steht f\u00fcr Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft und das kurze eG hintendran zeigt an, dass es sich hier um eine eingetragene Genossenschaft handelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und diese Genossenschaft hat im April dieses Jahres Insolvenz angemeldet und durfte sich dann selbst sanieren. Am Jahresende wird das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung abgeschlossen sein. Es gab keine Entlassungen, alle H\u00f6fe sind noch dabei und die f\u00fcnf Biol\u00e4den in L\u00fcbeck haben auch \u00fcberlebt. Nur den j\u00fcngsten der M\u00e4rkte, im benachbarten Bad Schwartau, den gibt es nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Beispiel von Landwege l\u00e4sst sich beschreiben, was verloren geht, wenn solche Projekte verschwinden. An diesem Beispiel kann man begreifen, was der Unterschied zwischen Bio im Supermarkt oder beim Discounter und Bio in einem direkten Verbund von H\u00f6fen und lokalen L\u00e4den ist. Deshalb steht Landwege hier pars pro toto f\u00fcr all die direkten lokalen Vermarktungswege von biologisch erzeugten Lebensmitteln, die in der anhaltenden Biokrise noch immer zu k\u00e4mpfen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wobei die EVG Landwege durch jene anfangs erw\u00e4hnte Talsohle wohl hindurch ist. Die Ums\u00e4tze steigen und liegen in zwei von f\u00fcnf L\u00fcbecker Biom\u00e4rkten zeitweise \u00fcber denen aus der Zeit vor Corona. Diese Zeit ist die Messlatte f\u00fcr die Biobranche, denn in der Pandemie selbst, als die Menschen zuhause blieben und kochten, verzeichnete die Branche ihr Allzeithoch. Auf das dann der harte Absturz in die Ukraine-Krise folgte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"538\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Philipp-Hennig-1024x538.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3253\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Philipp-Hennig-1024x538.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Philipp-Hennig-300x158.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Philipp-Hennig-768x403.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Philipp-Hennig-1536x807.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Philipp-Hennig-2048x1076.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00bbWir sind durch die Talsohle hindurch\u00ab, sagt Philipp Hennig. Das gilt f\u00fcr \u00bbsein\u00ab Gut Rothenhausen und f\u00fcr die Genossenschaft Landwege, deren Aufsichtsratsvorsitzender er ist. Das Foto entstand an einem tr\u00fcben Morgen ohne Besucher auf dem Hof. | Foto: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00bbLandwege ist definitiv durch die Talsohle hindurch\u00ab, sagt Philipp Hennig, der Aufsichtsratsvorsitzende der Genossenschaft. \u00bbNat\u00fcrlich sind wir nicht frei von der Entwicklung um uns herum und wir wissen auch nicht, wohin die geht. Aber was wir tun konnten, das ist getan!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Hof Genossenschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Philipp Hennig ist Landwirt und einer der Betriebsleiter des <a href=\"https:\/\/www.gutrothenhausen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gutes Rothenhausen<\/a>, eines Demeter-Hofes in der Gemeinde Gro\u00df Schenkenberg, zw\u00f6lf Kilometer von L\u00fcbeck entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich ihn dort besuche, an einem sonnig warmen Herbstnachmittag, da ist von der Biokrise nichts zu sehen. Im Gegenteil, der Hof brummt vor Gesch\u00e4ftigkeit. Der Parkplatz am Hofladen steht voller Autos. Die St\u00fchle und Tische vor dem Hofladen sind besetzt. Dort wird Kaffee getrunken und Geb\u00e4ck gegessen. Der Spielplatz zwischen Hofladen und St\u00e4llen ist voller Kinder. Dicht gedr\u00e4ngt stehen sie auch auf einem extra f\u00fcr sie dort postierten Tritt am Fenster des Melkstands und schauen hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Melkmaschine l\u00e4uft, die K\u00fche rufen, eine Melkerin versucht gerade die letzte von ihnen zum Melkstand zu bewegen. Eine ist immer die letzte und will extra gebeten werden. An diesem Tag ist es die rotbunte Kuh Lena. Auch in der Stallgasse schauen Eltern mit ihren Kindern dabei zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Familien, die ihren Ausflug zum Bauernhof beenden, tun das mit Einkaufst\u00fcten in den H\u00e4nden. Im Hofladen gibt es ein gro\u00dfes Sortiment an Gem\u00fcse und Obst, diverse Brotsorten, Br\u00f6tchen und Geb\u00e4ck und eine gro\u00dfe K\u00e4seauswahl. Auch sonst ist der Hofladen ein gut sortierter Biomarkt. Und auch gut besucht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"539\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Gut-Rothenhausen-Kinder-Melkstand-1024x539.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3255\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Gut-Rothenhausen-Kinder-Melkstand-1024x539.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Gut-Rothenhausen-Kinder-Melkstand-300x158.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Gut-Rothenhausen-Kinder-Melkstand-768x404.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Gut-Rothenhausen-Kinder-Melkstand-1536x809.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Gut-Rothenhausen-Kinder-Melkstand-2048x1079.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Auf Gut Rothenhausen an einem sonnigen Nachmittag: Familien verschaffen ihren Kindern ein Bauernhoferlebnis. In der Mitte das voll besetzte Fenster mit Blick zum Melkstand. | Foto: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Biokrise? Hier nicht, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDer Schein tr\u00fcgt\u00ab, sagt Philipp Hennig. Es ist warm heute, sch\u00f6nes Wetter. Das nutzen viele Eltern mit Kindern f\u00fcr einen Ausflug mit Bauernhoferlebnis. Wenn die Kinder \u00e4lter sind, bleiben die Eltern auch wieder weg. \u00bbDas sagen die uns auch, wenn wir sie dann mal am Marktstand treffen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hof sei eben doch weit weg von L\u00fcbeck. Zw\u00f6lf Kilometer sind f\u00fcr Menschen auf dem Land keine Entfernung. St\u00e4dter empfinden das anders, f\u00fcr sie sei das weit. \u00bbDie meisten bleiben in L\u00fcbeck und die erreichen wir dann entweder \u00fcber unseren Lieferservice oder eben \u00fcber Landwege.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Bio nicht gleich Bio<\/p>\n\n\n\n<p>Die Biom\u00e4rkte in der Stadt seien f\u00fcr die H\u00f6fe auch mehr als eine Verkaufsstelle. \u00dcber Landwege k\u00f6nnten sie auch noch mehr erz\u00e4hlen zu ihren Produkten. Die Geschichten dahinter, die ihre Lebensmittel von denen unterscheiden, die es beim Supermarkt gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Was Philipp Hennig damit sagen will: Bio ist nicht gleich Bio. Die Bio-Lebensmittel der Genossenschaftsh\u00f6fe von Landwege sind anders, als die standardisierte Ware im sogenannten LEH, dem Lebensmitteleinzelhandel der Supermarktketten und der Discounter. Nur, das klarzumachen, ist nicht einfach.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon gar nicht, wenn man sich der Marktmacht des LEH gegen\u00fcbersieht. Lidl zum Beispiel leistet sich gleich mehrere sogenannte Content Creators, also Menschen, die f\u00fcr den Discounter in ganzen YouTube-Staffeln vor der Kamera stehen und Geschichten \u00fcber die Biolebensmittel erz\u00e4hlen, die die Kette anbietet. Dabei wird Aufkl\u00e4rungsarbeit geleistet \u00fcber Bio-Label und Bioproduktion, da werden dann auch Landwirte und H\u00f6fe gezeigt. Nur dass die dort entstehenden Bioprodukte in ein genau festgelegtes Raster passen m\u00fcssen, um bei den Ketten \u00fcberhaupt ins Angebot zu gelangen, das wird nicht dazu gesagt<\/p>\n\n\n\n<p>Es sei denn, Penny bewirbt sie extra als \u00bbNaturgut Bio-Helden\u00ab oder Aldi verkauft auch mal nicht ganz makellosen Spargel als \u00bbKrumme Dinger\u00ab. Dazu gibt\u2019s dann nat\u00fcrlich die Erfolgsmeldungen zum \u00bbPakt gegen Lebensmittelverschwendung\u00ab, den \u00fcbrigens damals der ungeliebte Landwirtschaftsminister Cem \u00d6zdemir mit dem Handel geschlossen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichten, die andere erz\u00e4hlen \u00fcber ihre YouTuber und Food-Influencer, seien sicher nicht falsch, sagt Tina Andres vom gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Vorstand der Landwege-Genossenschaft. Wenn es um Bio geht k\u00f6nnten sie nicht falsch sein, \u00bbdenn Bio ist immer noch der einzig normierte und gesetzlich verbriefte Lebensmittelstandard in Europa.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Der Unterschied zwischen Bio und Bio ist ein anderer. \u00bbWas von einem vielf\u00e4ltigen b\u00e4uerlichen Familienbetrieb kommt, passt niemals in ein Discounterregal\u00ab, sagt Tina Andres. Das brauche andere Absatzwege, und wenn es die nicht mehr gebe, h\u00e4tten die Beuern existenzielle Sorgen. \u00bbDeswegen ist es so wichtig, dass es uns gibt und wir auch das, was wir wirklich tun, eben die Zusammenarbeit mit b\u00e4uerlichen Strukturen, gut kommunizieren.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"609\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Tina-Andres-Klaus-Lorenzen-1024x609.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3257\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Tina-Andres-Klaus-Lorenzen-1024x609.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Tina-Andres-Klaus-Lorenzen-300x178.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Tina-Andres-Klaus-Lorenzen-768x457.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Tina-Andres-Klaus-Lorenzen-1536x913.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Tina-Andres-Klaus-Lorenzen-2048x1217.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sie haben wieder gut lachen: Die Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft Landwege ist gerettet. Auch dank des Vorstands: Tina Andres und Klaus Lorenzen. | Foto: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Gut kommunizieren<\/p>\n\n\n\n<p>Kommunikation meint im Handel eigentlich auch Werbung. Aber ein Betrieb, eine Genossenschaft, die gerade durch ein Insolvenzverfahren gegangen ist, d\u00fcrfte daf\u00fcr wohl eher kein Geld haben. \u00bbDoch\u00ab, sagt der zweite Landwege-Vorstand Klaus Lorenzen, \u00bbwenn auch mit einem vergleichsweise winzigen Budget.\u00ab Im Prinzip aber sei die werbliche Kommunikation im Insolvenzverfahren sogar vorgesehen, \u00bbdamit wir Kundinnen und Kunden ansprechen k\u00f6nnen, die wir bisher noch nicht erreicht haben. Auch um klar zu machen, was uns grundlegend vom Discounter unterscheidet.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Das sei nicht unbedingt das einzelne Produkt, das die EVG Landwege vom Supermarkt nebenan unterscheidet. \u00bbDas ist vielmehr die Herangehensweise, die Philosophie, die Art, wie wir miteinander arbeiten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Wobei, wer im Biomarkt bei der Landwege-Zentrale in der L\u00fcbecker Ziegelstra\u00dfe einkaufen geht, kann direkt vergleichen. Gleich nebenan gibt es einen gro\u00dfen Rewe-Markt und auch den zum Konzern geh\u00f6renden Discounter Penny. Der Unterschied ist augenf\u00e4llig: bei Landwege ein breites Angebot an Gem\u00fcse und Obst, alles bestens gepflegt und unverpackt. Nebenan dann eine deutlich d\u00fcrftigere Auswahl. Und wer hier einkauft, kann dann einen guten Teil dessen, was er nachhause getragen hat, gleich in der Gelben Tonne entsorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Klaus Lorenzen fasst es so zusammen: \u00bbWir bieten ein breites Spektrum an nicht normiertem Obst und Gem\u00fcse, das es in Superm\u00e4rkten und bei Discountern nicht mehr gibt, weil das in deren Strukturen auch nicht mehr passt.\u00ab Landwege kann das anbieten, was eine der St\u00e4rken des Verbunds aus H\u00f6fen, M\u00e4rkten und Verbrauchern ist. Das m\u00fcsste nur auch herausgestellt werden, damit den potenziellen Kundinnen und Kunden das klar werde. \u00bbUnd das ist sicher etwas, was in den Jahren, in denen es von alleine lief, zu kurz gekommen ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"536\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Zentrale-1024x536.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3261\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Zentrale-1024x536.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Zentrale-300x157.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Zentrale-768x402.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Zentrale-1536x803.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Zentrale-2048x1071.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">F\u00fcr viel mehr Werbung reicht das Budget nicht, schon gar nicht in der Biokrise: Ein fest installierter Spruch vor der Zentrale in L\u00fcbeck. | Foto: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Mitglieder \u2013 Zuwachs und Problem<\/p>\n\n\n\n<p>Es waren viele Jahre, in denen es wie von alleine lief. Landwege wurde, wie vieles in der Biobranche, nach dem Schock des Super-GAUs im Atomkraftwerk Tschernobyl gegr\u00fcndet. Kaum war die radioaktive Wolke \u00fcber L\u00fcbeck gezogen, da war schon 1988 die Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft da. Seitdem wuchs die EVG-Landwege. Heute gibt es rund drei\u00dfig Mitgliedsh\u00f6fe in einem Umkreis um L\u00fcbeck herum, der das Wort regional als Herkunftsbezeichnung noch zul\u00e4sst; und rund 1800 Kundinnen und Kunden sind Mitglieder der Genossenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber genau diese Mitglieder, oder besser gesagt, ein kleiner Teil von ihnen, hat das Problem mit verursacht, in dem Landwege steckte: die Insolvenz. Die Zahlungsunf\u00e4higkeit drohte, weil Genossenschaftsmitglieder ihren Austritt verk\u00fcndeten und ihre Einlagen zur\u00fcckhaben wollten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbEs sind gar nicht viele Mitglieder, die gek\u00fcndigt haben\u00ab, sagt Klaus Lorenzen. In diesem Jahr wird die K\u00fcndigung von rund vierzig, im n\u00e4chsten Jahr noch einmal die von knapp f\u00fcnfzig Genossenschaftsmitgliedern wirksam. Aber, da diese Mitglieder sehr viele Anteile halten, sind allein in diesem Jahr rund 350.000 Euro f\u00e4llig. \u00bbDas w\u00e4re in einem guten Gesch\u00e4ftsjahr sicher m\u00f6glich gewesen, das auszuzahlen, aber nicht nach drei Krisenjahren.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend einige Mitglieder ihre Anteile k\u00fcndigen und \u00bbihre\u00ab Genossenschaft damit in Existenznot bringen, hat Landwege gleichzeitig so viele Mitglieder hinzugewonnen, wie nie zuvor. Dabei half ein neues Konzept: Wer \u00bbMitglied plus\u00ab wird, zahlt zus\u00e4tzlich zum Genossenschaftsanteil, den es schon ab f\u00fcnfzig Euro gibt, einen Monatsbeitrag von neunzehn Euro und kann dann immer f\u00fcr zw\u00f6lf Prozent Rabatt einkaufen. Das lohnt sich, vor allem f\u00fcr Familien.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bringt aber die ausgestiegenen Mitglieder mit den vielen Genossenschaftsanteilen nicht zur\u00fcck. Einige von denen mag auch das Ausbleiben der Dividende veranlasst haben, ihre Mitgliedschaft zu k\u00fcndigen, vermutet Tina Andres. \u00bbWir haben \u00fcber zwanzig Jahre lang immer Dividende gezahlt, aber in den Krisenjahren w\u00e4re das unverantwortlich gewesen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht hatte der Eine oder die Andere ihre Beteiligung bei der Landwege-Genossenschaft auch als Alterssicherung gedacht. Und wenn dann die Dividende ausbleibt und die Zeiten ohnehin d\u00fcster ausschauen, dann ist man schon mal versucht, sein Geld zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Das allerdings d\u00fcrfte nicht so ganz geklappt haben, denn dass eine Genossenschaft, die letztlich von ihren scheidenden Mitgliedern in die Insolvenz getrieben wurde, am Ende die volle Summe auszahlt, ist eher unwahrscheinlich. Selbst wenn sie wollte, w\u00fcrde das die Aufsicht wohl nicht durchgehen lassen. Die gibt es auch bei einer Insolvenz in Eigenverantwortung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"616\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Marathon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3262\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Marathon.jpg 1000w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Marathon-300x185.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Marathon-768x473.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">F\u00fcr etwas mehr \u00d6ffentlichkeitsarbeit reichts dann aber doch: Landwege beteiligt sich am L\u00fcbeck-Marathon. Bezahlt allerdings mit Sponsoring der Handelspartner. | Foto: Landwege<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Insolvenz als Chance<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur f\u00fcr die scheidenden Genossenschaftsmitglieder wird das Insolvenzverfahren einige Aha-Erlebnisse bedeuten. Auch f\u00fcr die beiden im Vorstand waren einige Erfahrungen im Laufe des Verfahrens ganz neu. Eine der gravierendsten: das Insolvenzrecht schafft Verhandlungsbereitschaft auch bei den Gesch\u00e4ftspartnern, die sich zuvor eher uneinsichtig zeigten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbSchon lange bevor wir die Insolvenz in Eigenverantwortung beantragt haben, wussten wir, was zu tun war\u00ab, sagt Tina Andres, \u00bbdie wesentlichen Schalter waren uns wohl bekannt.\u00ab Da gab es zum Beispiel jenen Biomarkt in der Nachbarstadt Bad Schwartau, der sich nicht erholt hatte aus der Biokrise. \u00bbBad Schwartau hat ein ganz anderes Publikum als L\u00fcbeck\u00ab, sagt Klaus Lorenzen. Da sei die Idee einer Bio-Genossenschaft von Erzeugern und Verbrauchern offenbar nicht so anschlussf\u00e4hig.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Biomarkt musste also schlie\u00dfen. Aber der Vermieter des Ladens wollte die Genossenschaft nicht aus dem Vertrag lassen. Das ging dann erst mit dem Insolvenzrecht, das eine kurzfristige K\u00fcndigung m\u00f6glich machte. Der Laden ist jetzt geschlossen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden aber nicht gek\u00fcndigt. Wer wollte, konnte bei Landwege bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ein anderer Vermieter machte Probleme. Der hatte mitten in der Krise die Option einer Indexmiete gezogen, was zu einer drastischen Mieterh\u00f6hung f\u00fchrte. \u00bbAuch da haben wir schon lange vorher Gespr\u00e4che gef\u00fchrt\u00bb, sagt Tina Andres. Aber auch da habe es leider erst das Insolvenzrecht gebraucht, um ein Einlenken zu erwirken. \u00bbAlle Gespr\u00e4che, die wir w\u00e4hrend der Insolvenz gef\u00fchrt haben, hatten wir vorher auch gef\u00fchrt, ob mit ausscheidenden Mitgliedern, mit langj\u00e4hrigen Partnern oder eben mit Vermietern. Aber ohne den insolvenzrechtlichen Rahmen hat sich zu wenig bewegt.\u00ab Letztlich habe der Weg in die Insolvenz so das \u00dcberleben der Genossenschaft gesichert.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Genossenschaft sagt im R\u00fcckblick, dass das Insolvenzverfahren richtig und notwendig war. Vor allem auch, weil die H\u00f6fe und auch die anderen Mitglieder von Anfang an mit eingebunden waren. \u00bbMakellose Transparenz!\u00ab sagt Philipp Hennig.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"619\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Neubau-Backstube-Rothenhausen-1024x619.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3260\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Neubau-Backstube-Rothenhausen-1024x619.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Neubau-Backstube-Rothenhausen-300x181.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Neubau-Backstube-Rothenhausen-768x464.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Neubau-Backstube-Rothenhausen-1536x929.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landwege-Neubau-Backstube-Rothenhausen-2048x1239.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Investieren in der Biokrise: Der Neubau der \u00bbgl\u00e4sernen Backstube\u00ab auf Gut Rothenhausen. Hier soll Brot und Br\u00f6tchen mit Einblicken f\u00fcr die G\u00e4ste gebacken werden. F\u00fchrungen f\u00fcr Schulklassen sollen den Kindern helfen, die Herkunft der Lebensmittel kennenzulernen. | Foto: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Gut Rothenhausen<\/p>\n\n\n\n<p>Womit wir wieder beim Gut Rothenhausen w\u00e4ren \u2013 einem von rund drei\u00dfig H\u00f6fen, die Genossenschaftsmitglied bei Landwege sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gut ist 1976 umgestellt worden auf Bio und seitdem ein Demeter-Hof. Es wurde damals von einer Familie gekauft, die weit weg von ihrem Hof vertrieben worden war \u2014 durch einen Autobahnbau. Eine Vertreibung mit Entsch\u00e4digung, die den Kauf, die Renovierung und den Umbau des Guts erm\u00f6glichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit dieser Hof bestehen bleibt, wurde er einem gleich am Anfang gegr\u00fcndeten Verein \u00fcbereignet. Die drei Familien, die den Hof derzeit betreiben, sind also nicht die Eigent\u00fcmer. Aber sie sind die Arbeitgeber von insgesamt vierundzwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es leben also drei\u00dfig Erwachsene auf und von dem Hof \u2014 und eine Menge Kinder. Auch Altbauern gibt es, die noch mitarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Gut Rothenhausen bewirtschaftet 110 Hektar Land, f\u00fcr Schleswig-Holstein ein kleiner Betrieb. Und lebensf\u00e4hig wohl nur, weil es sehr viele Betriebszweige, sehr viele Standbeine gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Einerseits den Ackerbau, f\u00fcr den Philipp Hennig zust\u00e4ndig ist, von dem er aber sagt, dass der nichts abwirft. Er ist aber die Grundlage f\u00fcr die Hofb\u00e4ckerei, die ordentlich Geld verdient. So viel, dass gerade eine neue gl\u00e4serne B\u00e4ckerei gebaut wird, mit gro\u00dfen Fenstern f\u00fcr die Besucher. Zusammen mit dem Gr\u00fcnland ist der Ackerbau auch Grundlage f\u00fcr das Milchvieh. Die kleine Herde von derzeit nur f\u00fcnfundzwanzig K\u00fchen liefert die Milch f\u00fcr die hofeigene K\u00e4serei.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ganz wichtiges Standbein ist der Gem\u00fcsebau. Der liefert die Ware auch f\u00fcr den Lieferservice, der die Biokiste zu den Leuten nachhause f\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wie wichtig ist dann der Vertrieb \u00fcber Landwege f\u00fcr den so breit aufgestellten Hof? \u00bbSehr wichtig!\u00ab sagt Philipp Hennig. \u00dcber Landwege werden je drei\u00dfig Prozent der Backwaren und der Milchprodukte vermarktet und etwa zehn Prozent des Gem\u00fcses.<\/p>\n\n\n\n<p>Was w\u00e4re dann gewesen, wenn Landwege Opfer der Biokrise geworden w\u00e4re? \u00bbDas w\u00e4re f\u00fcr uns eine Katastrophe\u00ab, sagt Philipp Hennig. Der Hof sei zwar auch durch die Talsohle der Biokrise durch, aber wenn jetzt ein so gro\u00dfer Absatzmarkt wegbr\u00e4che, dann g\u00e4be es daf\u00fcr erst einmal keinen Ersatz. \u00bbDann m\u00fcssten wir uns drastisch verkleinern, um wenigstens den Hof zu retten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Fachkr\u00e4fte Mangel<\/p>\n\n\n\n<p>Ist nicht passiert. Landwege lebt weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Und muss sich weiter anpassen an drastisch ver\u00e4nderte Gegebenheiten. Denn das einfache \u00dcberleben der Biokrise ist nicht der Weg in die Zukunft f\u00fcr die Genossenschaft. Schon deshalb, weil die Absatzkrise im Naturkost-Fachhandel nur ein Teil der multiplen Krisen ist, die uns derzeit heimsuchen. Ein anderer ist der Fachkr\u00e4ftemangel.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Fehlen von fachkundigem Personal ist schon l\u00e4nger ein Problem. Es hat aber erst jetzt, in der Biokrise zu dem gef\u00fchrt, was Tina Andres als einschneidende Ver\u00e4nderungen benennt. Das Sterben der Bedientheken f\u00fchrte auch zu einer L\u00fccke im Angebot.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDamit ist leider die Vermarktung von unfassbar sch\u00f6nen Fleisch-, Wurst-, und K\u00e4seprodukten \u00fcber unsere lange gehegten und gepflegten Bedientresen weggebrochen.\u00ab Es waren die Spezialit\u00e4ten von den H\u00f6fen, die feinen Unterschiede der Produkte, die eben nur \u00fcber das Fachpersonal wirklich gut verkaufbar waren. Das bedeutet Ver\u00e4nderungen auch f\u00fcr die H\u00f6fe, die ihre sehr speziellen Produkte nur noch loswerden, wenn die keine umfangreiche Erkl\u00e4rung durch eine Fachkraft im Markt mehr brauchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was diese Fachkraft bewirken kann, das kennt jeder, der mal auf einem Markt am K\u00e4sestand ein kleines St\u00fcckchen zum Probieren r\u00fcbergereicht bekam: Die Verk\u00e4ufer wecken die Lust auf die guten Lebensmittel. Wie sie ersetzen?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"506\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Landwege-Kueche-1024x506.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1829\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Landwege-Kueche-1024x506.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Landwege-Kueche-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Landwege-Kueche-768x380.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Landwege-Kueche-1536x759.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Landwege-Kueche-2048x1012.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das gibt es in keinem Supermarkt und bei keinem Discounter, nicht einmal in anderen Biol\u00e4den: Die Produkte der Landwege-K\u00fcche. Hier wird das ganze Tier verarbeitet &#8211; From Nose to Tail. | Foto: Landwege<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Innovation K\u00fcche<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht funktioniert das mit anderen Produkten.<\/p>\n\n\n\n<p>Landwege hat sich in besseren Zeiten eine Innovation geleistet, die sich jetzt in der Krise bew\u00e4hrt hat: eine Gro\u00dfk\u00fcche. Eigentlich ging es da um die Idee der Tiervermarktung \u00bbFrom Nose to Tail\u00ab. Das ist der Fachbegriff daf\u00fcr, das ganze Tier zu verwerten \u2013 von der Nase bis zum Schwanz eben. Nichts wegwerfen. Um das zu k\u00f6nnen, muss man zum Beispiel Eint\u00f6pfe herstellen und Suppen. Das genau macht die K\u00fcche von Landwege. Und sie macht das hoch professionell, die sogenannten \u00bbGlaswaren\u00ab, also die Gl\u00e4ser mit Eingekochtem, finden ihre K\u00e4uferinnen und K\u00e4ufer.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Nose-to-Tail-Trend hat inzwischen eine Entsprechung beim Gem\u00fcse und hei\u00dft dort \u00bbFrom Leaf to Root\u00ab, vom Blatt bis zur Wurzel. Ich habe das im <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/alles-essen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Blog<\/a> schon mal vorgestellt., wie man zum Beispiel von der Roten Beete auch die Bl\u00e4tter im Salat verwertet.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch da ist die Landwege-K\u00fcche l\u00e4ngst angekommen. Sie verwertet die Gem\u00fcseprodukte der H\u00f6fe, kocht sie ein \u2013 und liefert sie zum Teil auch wieder zur\u00fcck in die Hofl\u00e4den.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist ausbauf\u00e4hig, sagt Vorstand Klaus Lorenzen. Und Landwirt Philipp Hennig stimmt ihm zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lieferwege sind jetzt keine Einbahnstra\u00dfe mehr. \u00dcber die K\u00fcche gibt es jetzt auch den Weg zur\u00fcck auf die H\u00f6fe und in deren Hofl\u00e4den, oder, wie beim Gut Rothenhausen, auch zum hofeigenen Lieferservice. \u00bbDas ist jetzt noch kein gro\u00dfes Segment\u00ab, sagt Philipp Hennig, \u00bbaber da steckt auf jeden Fall Potenzial drin.\u00ab Die K\u00fcche liefere hohe Qualit\u00e4t und k\u00f6nne die \u00dcbersch\u00fcsse der H\u00f6fe bestens verarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Aufgeben ist keine Option<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbAufh\u00f6ren\u00ab, sagt Tina Andres, \u00bbist nicht die Option. Wir k\u00f6nnen nicht einfach aussteigen aus den m\u00fchsam aufgebauten geschlossenen Betriebskreislauf mit vielf\u00e4ltiger Tierhaltung und vielf\u00e4ltigem Leben in der Landschaft. Das ist nicht zukunftsf\u00e4hig.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Also: weitermachen und sich dabei wandeln. Sie sieht das als ein viel gr\u00f6\u00dferes Thema als die vergleichsweise kleine Insolvenz einer Genossenschaft in L\u00fcbeck. Die ja nun aber sowieso abgewendet ist, weshalb man sich den gr\u00f6\u00dferen Themen wieder widmen kann. Denen ist sie ohnehin verpflichtet, da sie ja nebenbei auch noch die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes \u00d6kologische Landwirtschaft ist.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp; Wie sie das wohl zusammenbringt? Das erkl\u00e4rt sie so einfach wie umfassend: \u00bbDie Landwirtschaft wird aufgrund des Klimawandels und des Artensterbens auch in Zukunft nicht leichter werden. Umso wichtiger ist diese vielf\u00e4ltige Art der Landwirtschaft, die wir mit unseren Strukturen hier unterst\u00fctzen, denn sie ist weniger st\u00f6ranf\u00e4llig.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn eine Kultur in einem Jahr nicht funktioniere, funktionierten daf\u00fcr vielleicht f\u00fcnf andere, und im n\u00e4chsten Jahr wieder andere. \u00bbWir sind der festen \u00dcberzeugung, dass es diese Form von Landwirtschaft braucht und nicht die Monokulturen, die dann eben auf einen Schlag wirklich riesige Ernteausf\u00e4lle erleben m\u00fcssen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Zukunftsf\u00e4hig sei nur eine vielf\u00e4ltig aufgestellte Form der Landwirtschaft, kleinteilig mit vielen Strukturen in der Landschaft. \u00bbUnd auch mit entsprechenden Vermarktungsstrukturen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Was die angeht, kann sie sich auch digitale Varianten vorstellen. Vorbilder wie die \u00bb<a href=\"https:\/\/www.tanteenso.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tante-Enso-L\u00e4den<\/a>\u00ab ohne st\u00e4ndig anwesendes Personal gibt es ja schon. Warum sollte das mit Bio nicht funktionieren? \u00bbDas sind dann vielleicht Genossenschaftsl\u00e4den auf dem Land, die eigentlich nur noch durch ehrenamtliche Mitglieder oder tats\u00e4chlich nur mit Auff\u00fcllteams betrieben werden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nicht nur um neue Vermarktungswege geht es Tina Andres, auch um neue Formen der Zusammenarbeit bei der Verarbeitung der Biolebensmittel. Es klingt wie eine Vision f\u00fcr die Zeit nach der Insolvenz. Sie w\u00fcnscht sich, \u00bbdass die Genossenschaft Landwege sich \u00fcber andere Arten der Zusammenarbeit neu st\u00e4rkt, etwa \u00fcber intensivere gemeinsame Produktion und Veredelung von Rohprodukten\u00ab. Der Anfang mit der K\u00fcche w\u00e4re ja gemacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von einem Tal sprechen H\u00e4ndler, wenn sie in einer Absatzkrise stecken. Und wenn dieses Tal durchschritten ist, dann geht es wieder aufw\u00e4rts.&nbsp; Das ist das Bild, das gemeint ist, wenn ich diese Kolumne \u00bbDurchs Tal der Biokrise\u00ab \u00fcberschreibe. Wer durch das Tal hindurch ist, hat es geschafft. 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