{"id":3279,"date":"2025-11-06T08:00:00","date_gmt":"2025-11-06T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/?p=3279"},"modified":"2025-11-07T13:01:55","modified_gmt":"2025-11-07T12:01:55","slug":"landwirtschaft-mit-oekopunkten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/landwirtschaft-mit-oekopunkten\/","title":{"rendered":"Landwirtschaft mit \u00d6kopunkten"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Landschaftsgestaltung-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3306\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Landschaftsgestaltung-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Landschaftsgestaltung-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Landschaftsgestaltung-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Landschaftsgestaltung-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Landschaftsgestaltung-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Landschaftsgestaltung mit Rindern. Hier war vor wenigen Jahren noch durchgehende Ackerfl\u00e4che auf der heftig ged\u00fcngt wurde, denn der Boden ist karg. Jetzt gibt es hier Baumhecken und Weidelandschaft. Die Pflege \u00fcbernehmen die Rinder. | Alle Fotos: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Huch, wieso kann man mit \u00d6kopunkten Landwirtschaft betreiben? Und was sind \u00fcberhaupt \u00d6kopunkte? Und was hat das mit dem \u00bbF\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen\u00ab zu tun, also mit uns Verbraucherinnen und Verbraucher?<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6kopunkte sind eine Verrechnungseinheit f\u00fcr Sch\u00e4den an der Natur, die durch Bauma\u00dfnahmen entstehen. Wer da, wo er oder sie baut, Fauna und Flora schadet oder auch nur Fl\u00e4che versiegelt, muss anderswo einen Ausgleich schaffen. Daf\u00fcr kann man eine Ausgleichsfl\u00e4che \u00f6kologisch aufwerten, indem man dort naturnahe Biotope, also Lebensr\u00e4ume schafft, die zuvor nicht da waren. Oder man kauft als Ausgleich \u00d6kopunkte, einen Punkt pro Quadratmeter. Die geh\u00f6ren dann zu Fl\u00e4chen, die andere bereits vorsorglich entwickelt haben, zu sogenannten \u00d6kokonten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und auf vielen dieser Fl\u00e4chen entsteht dann eine extensive Form naturnaher Landwirtschaft. Das ist dann \u00bb<a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/landwirtschaft-als-naturschutz\/\">Landwirtschaft als Naturschutz<\/a>\u00ab. So habe ich das genannt, als ich hier im Podcast und im Blog einen gro\u00dfen Betrieb vorgestellt habe, der mit Rindern Naturschutz betreibt. Womit dann auch gleich die Frage gekl\u00e4rt w\u00e4re, was wir alle davon haben. Einerseits naturnahe Landschaft und damit aktiven Klimaschutz und Artenschutz, andererseits beste Lebensmittel. Das allerdings nicht f\u00fcr Vegetarierinnen oder Veganer.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Im \u00d6kokontoland<\/h2>\n\n\n\n<p>Es ist ein nebliger Herbstmorgen auf dem Geestr\u00fccken Schleswig-Holsteins, also dem h\u00f6hergelegenen Land zwischen den Meeren. \u00dcber uns &nbsp;Bulle und K\u00fche mit ihren K\u00e4lbern.<\/p>\n\n\n\n<p>Sven-Hermann Pohlmann zeigt mir seine \u00d6kopunkte-Landschaften. Er ist der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Firma mit dem programmatischen Namen \u00bb<a href=\"https:\/\/www.ecodots.de\/\">Ecodots<\/a>\u00ab im nordfriesischen St\u00e4dtchen Bredstedt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo wir gerade durchs nasse Gras stiefeln, war vor ein paar Jahren noch Acker, allerdings ein eher karger Acker auf sandigem Boden. Hier, in der N\u00e4he seines Wohn- und Firmensitzes, hat Sven-Hermann Pohlmann die Fl\u00e4chen nicht nur \u00f6kologisch entwickelt, sondern auch selbst gekauft. Er hat die Ackerfl\u00e4chen verkleinert, indem er sie durch Knicks geteilt hat. Das sind die landestypischen Hecken aus B\u00e4umen und Str\u00e4uchern, die auf Erdw\u00e4llen angelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entw\u00e4sserungsgr\u00e4ben wurden teils zugesch\u00fcttet, teils zu Teichen erweitert, in denen sich jetzt das Regenwasser sammelt und l\u00e4ngst Fr\u00f6sche und Lurche angesiedelt haben, verfolgt von den Graureihern und Silberreihern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"546\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Weidekuh-1024x546.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3285\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Weidekuh-1024x546.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Weidekuh-300x160.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Weidekuh-768x409.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Weidekuh-1536x818.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Weidekuh-2048x1091.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Herbstlicher Besuch im Nebel: Sven-Hermann Pohlmann bei seiner kleinen Rinderherde in der von seiner Firma gestalteten Weidelandschaft, die \u00d6kopunkte f\u00fcr Bauherren generiert hat und jetzt extensiv bewirtschaftet wird.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zwischen den Hecken ist jetzt Gr\u00fcnland. Damit das nicht zuw\u00e4chst, sondern offen gehalten wird f\u00fcr all die Tiere, die das offene Land brauchen, zum Beispiel die Kiebitze, die wir aufgescheucht haben, werden die siebzehn Hektar von einer kleinen Rinderherde ganzj\u00e4hrig beweidet. So ist der Bauernsohn Sven-Hermann Pohlmann zum Nebenerwerbslandwirt geworden. Mit zwei Mutterk\u00fchen hat er angefangen. Inzwischen laufen auf seinen Weiden drei\u00dfig Rinder.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier drau\u00dfen sehe ich, wie der diplomierte Immobilienwirt seine K\u00fche und K\u00e4lber streichelt. Beim Gespr\u00e4ch im B\u00fcro h\u00f6re ich dann, dass er sehr gerne Bauer geworden ist, nachdem der \u00e4ltere Bruder traditionsgem\u00e4\u00df den elterlichen Hof \u00fcbernommen hatte und er selbst nach dem Studium jahrelang in B\u00fcros gearbeitet hat. \u00bbDas bringt mir wahnsinnig viel Spa\u00df\u00ab, sagt er. Das ist jetzt nicht unbedingt eine Aussage, die man von einem Bauern erwartet. Bei Sven-Hermann Pohlmann kann ich sehen, dass ihm das Spa\u00df macht, seine Tiere zu besuchen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Extensive Landwirtschaft<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Tiere werden gerne besucht, und sie kennen ihren Bauern gut. Das kann man sehen, wenn man mit ihm auf der Weide ist. Selbst der gro\u00dfe Deckbulle l\u00e4sst sich anfassen. \u00bbIst ein sehr umg\u00e4ngliches, gutm\u00fctiges Tier\u00ab, sagt Sven-Hermann Pohlmann. Aber aus den Augen l\u00e4sst er ihn dennoch nie. Gegenseitiger Respekt ist da drau\u00dfen eine ganz gute Lebensversicherung. F\u00fcr beide Beteiligten \u00fcbrigens, denn wenn der Bulle pl\u00f6tzlich dann doch \u00bbkomisch wird\u00ab, wie die Bauern das nennen, dann ist das meist nicht sein Triumph, sondern sein Ende. Das scheint hier nicht zu drohen. Ganz im Gegenteil.<\/p>\n\n\n\n<p>Das gute Verh\u00e4ltnis zu den Tieren ist den ausgiebigen t\u00e4glichen Besuchen auf der Weide geschuldet. Auch dass die K\u00e4lber im Herbst in einen Stall umziehen und ihren ersten Winter dort verbringen, f\u00fchrt zu mehr N\u00e4he zu den Menschen und dann zu gelassenen, zutraulichen Weidetieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Landwirtschaft, die der Ecodots-Gr\u00fcnder nebenbei betreibt, ist genau die, die seinen \u00d6kokonten guttut: die zur Naturn\u00e4he entwickelten ehemaligen \u00c4cker oder Brachen, sollen nicht aus der Nutzung genommen werden. Dass wir die Natur nur wieder Natur sein lassen m\u00fcssen, damit alles gut wird, ist eine weit verbreitete, aber f\u00fcr Mitteleuropa schlicht falsche Vorstellung. Wo wir n\u00e4mlich heute unsere Nutztiere weiden lassen, waren auch ganz fr\u00fcher schon gro\u00dfe Weidetiere unterwegs, lange bevor unsere Vorfahren die Landwirtschaft erfunden und Tiere domestiziert haben: Auerochsen, Rentiere und andere Hirsche. Und vor ihnen Elefanten und Nash\u00f6rner. Die hielten die Landschaft offen und schufen die Lebensr\u00e4ume f\u00fcr all die Wildtiere, die bis heute bei uns leben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"489\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Weidelandschaft-mit-Teich-1024x489.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3286\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Weidelandschaft-mit-Teich-1024x489.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Weidelandschaft-mit-Teich-300x143.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Weidelandschaft-mit-Teich-768x367.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Weidelandschaft-mit-Teich-1536x734.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Weidelandschaft-mit-Teich-2048x979.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Weidelandschaft mit Teich und Knicks. Im Hintergrund links eine alte Baumhecke, rechts eine der neu angelegten. Bis vor wenigen Jahren wurde auf dem kargen Boden eher schlecht als recht Ackerbau betrieben, jetzt extensive Landwirtschaft.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Deshalb ist das, was wir heute extensive Landwirtschaft nennen, sehr nah an der urspr\u00fcnglichen Natur, die es vor der Landwirtschaft hier gab, und deshalb auch sehr nah an der Artenvielfalt, der Biodiversit\u00e4t, die es hier gab, bevor die Landwirtschaft industrialisiert wurde. \u00bbDie Tiere sind eigentlich Landschaftspfleger\u00ab, sagt Sven-Hermann Pohlmann. Extensiv gehaltene Weidetiere arbeiten im Naturschutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur, was ist eigentlich extensive Landwirtschaft? \u00bbJedenfalls was mit Tieren\u00ab, sagt Sven-Hermann Pohlmann. Nat\u00fcrlich m\u00fcsse man das f\u00fcr jede Fl\u00e4che einzeln beurteilen. \u00bbAber grob kann man sagen, extensiv bedeutet: nie wieder Pflanzenschutz und nie wieder D\u00fcngung. Und eine Beweidung in der Regel vom 1. Mai bis zum 31. Oktober mit zwei Gro\u00dfvieheinheiten pro Hektar.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Gro\u00dfvieheinheit ist \u2014 wieder grob gesagt \u2014 ein ausgewachsenes Rind, K\u00e4lber bis zu einem Alter von sechs Monaten z\u00e4hlen nur 0,3 Gro\u00dfvieheinheiten, Mutterschafe und Ziegen nur 0,15. Herdenst\u00e4rken f\u00fcr eine extensive Beweidung sind eine Rechenaufgabe. Und das mit der D\u00fcngung ist auch relativ, denn nat\u00fcrlich d\u00fcngen die Rinder oder Schafe die Weiden auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Das l\u00e4sst sich auf extensiven Weidefl\u00e4chen leicht erkennen. Das sind keine gleichm\u00e4\u00dfig kurzgefressenen und gleichm\u00e4\u00dfig gr\u00fcnen Grasfl\u00e4chen. Eine Weide ist das Gegenteil von einem englischen Rasen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da gibt es dunkelgr\u00fcne Stellen. Das sind die, die vor einiger Zeit einen Kuhfladen abbekommen haben. Und auch die, die sich die Weidev\u00f6gel als Brutplatz aussuchen. Kiebitze scheinen zu wissen, dass die Kuh nicht so schnell wieder dahin zum Fressen kommt, wo sie zuvor hingeschissen hat. Dazwischen gibt es auch kargere Stellen auf einer extensiven Weide, die schon von weitem hellgelb und ausgezehrt aussehen. Das sind dann aber die Stellen, wo Kr\u00e4uter wachsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf intensiv genutzten Weidefl\u00e4chen, wo die Rinder oder Schafe so lange stehen, bis alles kurzgefressen ist, gibt es diese Vielfalt nicht. Dennoch sind auch diese Weiden f\u00fcr das Klima und die Artenvielfalt besser als jede M\u00e4hwiese oder jeder Acker. Das habe ich hier im Blog und auch im Podcast schon mehrfach dargestellt, zum Beispiel, als es explizit um die <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/auf-dem-dritten-weg-die-weidekuh\/\">Weidekuh<\/a> ging, oder zuletzt beim Thema <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/o-schoener-weide-wald\/\">Waldweide<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Natur oder Natur<\/h2>\n\n\n\n<p>Die 17 Hektar Weidelandschaft, durch die wir an jenem nebligen Herbstmorgen stiefeln, sind fr\u00fcher mal Heide gewesen. Da gab es Bauminseln und gro\u00dfe Heidefl\u00e4chen, wie heute noch in einem Naturschutzgebiet ganz in der N\u00e4he. Der Altbauer, von dem Sven-Hermann Pohlmann die damaligen \u00c4cker vor ein paar Jahren erworben hat, erz\u00e4hlte ihm, dass sein Vater diese Heide \u00fcberhaupt erst urbar gemacht, also in Ackerfl\u00e4chen verwandelt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Das f\u00fchrt mich zu der Frage, ob es im Sinne des Naturschutzes oder der Urspr\u00fcnglichkeit dann nicht vielleicht besser gewesen w\u00e4re, dort wieder Heide zu etablieren? Da sto\u00dfen wir wohl an die Grenzen des Systems der \u00d6kokonten und \u00d6kopunkte. Denn auch die Heide ist im Grunde eine Weidelandschaft, nur dass sie nicht st\u00e4ndig beweidet werden kann und auch nicht unbedingt mit heutigen Rinderrassen, so robust und gel\u00e4ndeg\u00e4ngig die auch sein m\u00f6gen. Die werden da nicht satt.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Heide auf Dauer Heide sein zu lassen, braucht es Wandersch\u00e4fer mit Heidschnucken. Diese Schafe k\u00f6nnen sich von der kargen Kost ern\u00e4hren, sie halten die aufwachsenden Birken klein, und sie schaffen dem Heidekraut die n\u00f6tige Verj\u00fcngung, ohne die es verholzt und abstirbt. Auch die Heide ist n\u00e4mlich, wie das Gras, in Koevolution mit Weidetieren entstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur \u2013 wer will noch Wandersch\u00e4fer sein? Und wer bezahlt den Wandersch\u00e4fer, der vom Fleisch seiner Heidschnucken nicht leben kann, falls das dann doch jemand machen m\u00f6chte? Selbst in bezuschussten Biosph\u00e4renreservaten und der weltber\u00fchmten L\u00fcneburger Heide ist das ein Problem.<\/p>\n\n\n\n<p>In \u00d6kopunkt-Landschaften, also auf Fl\u00e4chen, die \u00d6kokonten geworden sind, gibt es keine Zusch\u00fcsse. Wenn die Punkte verkauft sind, muss sich die Bewirtschaftung selbst tragen. Und das f\u00fcr immer, oder wenigstens f\u00fcr die n\u00e4chsten drei\u00dfig Jahre. Keine gute Zukunft f\u00fcr die Wiederbelebung alter Heidefl\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"555\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Schild-1024x555.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3287\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Schild-1024x555.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Schild-300x163.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Schild-768x417.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Schild-1536x833.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Schild-2048x1111.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00bbAuf dieser Fl\u00e4che werden \u00d6kopunkte entwickelt.\u00ab So steht es auf dem Schild, das die Fl\u00e4chenagentur Ecodots am Tor zu einer von Sven-Hermann Pohlmanns Weidefl\u00e4chen angebracht hat.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Naturschutz oder Heide<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch in einem anderen Projektgebiet ist es der Firma Ecodots nicht gelungen, die Heide wiederzubeleben, obwohl sie dort ganz von selbst neu aufwuchs.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war nach den Orkanen Christian und Xaver, die 2013 im Norden Deutschlands gro\u00dfe Waldfl\u00e4chen umwarfen. Vor allem die alles andere als naturnahen Fichtenforste \u00fcberlebten die St\u00fcrme nicht. Ecodots bekam damals en Auftrag, eine solche Fl\u00e4che zum \u00d6kokonto zu entwickeln. Drei\u00dfig Hektar umgeworfene und abgeknickte Fichten mussten abger\u00e4umt und die Fl\u00e4che sollte dann neu bepflanzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Besonderheit hier: Der Forst hatte die Fl\u00e4che aufgegeben. Dorst sollte nicht wieder ein Holzacker hin, der dem l\u00e4ngst begonnenen Klimawandel eh nicht entgegenzusetzen h\u00e4tte. Aber es sollte dennoch aufgeforstet werden. Dieses Mal nur mit einem sogenannten \u00bbNaturwald\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist ein Wald, der sich selbst entwickeln soll und irgendwann keine Pflege mehr braucht, wo also nicht mehr gel\u00e4utert, also ausgelichtet werden muss, aber auch kein Holz mehr geerntet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Was dort an nat\u00fcrlichem Aufwuchs stattfand, die Heide n\u00e4mlich, die unter dem Holzacker \u00fcberlebt hatte, passte nicht ins Konzept. Zwar musste Ecodots nicht die \u00fcblichen vier- bis f\u00fcnftausend B\u00e4ume pro Hektar pflanzen, aber die Fl\u00e4che sollte dennoch zu sechzig Prozent \u00bbbestockt\u00ab werden. \u00bbWir durften das mit nur rund tausend B\u00e4umen machen. Der Rest durften B\u00fcsche sein.\u00ab Auch die nahmen aber nat\u00fcrlich der Heide den Platz und das Licht. Und wenn dann die B\u00e4ume gro\u00df sind, werden auch die B\u00fcsche durch Schatten dezimiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu allem \u00dcberfluss musste das Ganze die ersten Jahre eingez\u00e4unt werden, damit blo\u00df kein Wild hineinkonnte, um der Heide dann vielleicht doch noch ein wenig Platz zu fressen.<\/p>\n\n\n\n<p>So sieht das aus, wenn Naturschutz nicht in und mit der Natur, sondern in Beh\u00f6rdenstuben geplant wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">B\u00fcrokratieaufbau<\/h2>\n\n\n\n<p>Womit wir beim Thema B\u00fcrokratie angelangt w\u00e4ren. Und das ist ein gro\u00dfes auch f\u00fcr Fl\u00e4chenagenturen wie Ecodots und f\u00fcr die extensive Landwirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem stetig anschwellenden Gerede \u00fcber den B\u00fcrokratieabbau w\u00e4chst wie zum Tort die B\u00fcrokratie selbst. \u00bbIch bin jetzt seit drei Jahren in der Firma\u00ab, sagt Torge Boysen, \u00bbund seit drei Jahren registriere ich, wie von Antrag zu Antrag immer mehr B\u00fcrokratie hinzukommt.\u00abEs sei erschreckend sagt der Projektleiter und rechnet vor: Als er anfing bei Ecodots war ungef\u00e4hr eine Dreiviertel Arbeitskraft im B\u00fcro n\u00f6tig, um einen Mann oder eine Frau drau\u00dfen in Arbeit zu halten. Inzwischen braucht es anderthalb bis zwei Arbeitskr\u00e4fte im B\u00fcro, um gen\u00fcgend Projekte genehmigt zu bekommen, die einen drau\u00dfen auf dem Traktor oder Bagger oder beim Pflanzen und S\u00e4en zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie und vor allem wann eine Fl\u00e4che tats\u00e4chlich in ein \u00d6kokonto umgewandelt werden kann, dass dann f\u00fcr zuk\u00fcnftige Bauherren \u00d6kopunkte bereith\u00e4lt, also im Sinne des Naturschutzes aufgewertet wird, das entscheidet letztlich die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde beim jeweiligen Landkreis. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestimmen, ob ein \u00d6kopunkte-Projekt umgesetzt werden kann. Sie sind in die Planung eingebunden und bekommen dann, wenn alle Vorarbeiten erledigt sind, das Projekt als Antrag zur Genehmigung vorgelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn dann die Genehmigung da ist, was noch einmal mindestens drei Monate dauert, oder auch ein Jahr oder anderthalb Jahre, je nach Landkreis und Beh\u00f6rde \u2014 dann geht es auch nicht unbedingt gleich los mit der Umsetzung. \u00bbWir haben in vielen Regionen zeitlich starke Restriktionen\u00ab, sagt Torge Boysen. Gepflanzt werden darf letztlich nur zwischen Mitte oder Ende Oktober und Mitte oder Ende Mai.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"559\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Boysen-Trecker-1024x559.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3289\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Boysen-Trecker-1024x559.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Boysen-Trecker-300x164.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Boysen-Trecker-768x419.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Boysen-Trecker-1536x838.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Boysen-Trecker-2048x1117.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Projektleiter Torge Boysen in der Maschinenhalle von Ecodots. Um einen Mann mit diesen Traktor drau\u00dfen im Gel\u00e4nde an die Arbeit zu bruingen, brauchtz er zwei Menschen im B\u00fcro, die sich um die B\u00fcrokratie k\u00fcmmern.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Nichts geht schnell<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir merken schon: Wer extensive Landwirtschaftsfl\u00e4chen nach \u00d6kopunkte-Verordnung umsetzen will, braucht einen langen Atem.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu kommt, dass die Firma Ecodots noch lange nicht fertig ist mit einem Projekt, wenn es der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde als fertig gemeldet wurde und die das akzeptiert hat. Auch wenn alle \u00d6kopunkte verkauft sind, die eine in Sachen Naturschutz entwickelte Fl\u00e4che produziert hat, bleibt die Fl\u00e4chenagentur verantwortlich. Sie muss garantieren, dass sich die Fl\u00e4che auch wirklich so entwickelt, wie das geplant ist, und dass sie von den P\u00e4chtern oder Eigent\u00fcmern auch tats\u00e4chlich so bewirtschaftet wird, wie das vorgesehen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Deswegen hat Sven-Hermann Pohlmann eine Mitarbeiterin ein gestellt, \u00bbdie nichts anderes tut, als alle Fl\u00e4chen, die wir entwickelt haben in den letzten 16 Jahren, anzufahren und zu schauen, ob die Bewirtschaftung so eingehalten wird, wie sie uns in der Genehmigung des \u00d6kokontos auferlegt worden ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Nebenbei achtet diese Mitarbeiterin auch darauf, ob die von ihr kontrollierten Fl\u00e4chen vielleicht noch weiterentwickelt werden k\u00f6nnten. Am Anfang, als Ecodots vor sechzehn Jahren startete, hatten weder die Biologen im eigenen Haus, noch die Unteren Naturschutzbeh\u00f6rden der Landkreise das Thema Hecken im Blick. \u00bbDa waren Knicks noch \u00fcberhaupt kein Thema\u00ab, sagt Sven Hermann Pohlmann. Der Wert von Hecken in der Landschaft als Hort der Biodiversit\u00e4t und als Schutz vor Erosion, wurde da noch nicht diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt entwickelt Ecodots manche Fl\u00e4che mit Heckenpflanzungen weiter. Wobei \u2014 Vorsicht B\u00fcrokratie \u2014 ein Knick ist eine Hecke. Und die f\u00e4llt nicht unter die \u00d6kopunkte-Verordnung, sondern unter das Landesnaturschutzgesetz. Einerseits gilt: Wenn f\u00fcr eine Bauma\u00dfnahme B\u00e4ume gef\u00e4llt werden, dann m\u00fcssen anderswo B\u00e4ume gepflanzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wenn jetzt B\u00e4ume gepflanzt werden auf einer \u00d6kokonto-Fl\u00e4che, dann wird eben diese Fl\u00e4che um genau diese Hecke verkleinert. \u00bbDann muss ich daf\u00fcr \u00d6kopunkte zur\u00fcckgeben\u00ab, sagt Sven-Hermann Pohlmann. Und warum macht er dann so etwas? \u00bbWeil\u2019s besser ist f\u00fcr die Natur\u00ab, sagt er. Und vielleicht braucht ja auch gerade jemand eine Baumpflanzung, weil bei einer Bauma\u00dfnahme anderswo B\u00e4ume gef\u00e4llt werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"496\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Streuobst-1024x496.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3290\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Streuobst-1024x496.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Streuobst-300x145.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Streuobst-768x372.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Streuobst-1536x744.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Streuobst-2048x992.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Auch so kann ein \u00d6kokonto aussehen: Eine neu angelegte Streuobstwiese, wobei das Wort Wiese nicht ganz passt, denn hier weiden Schafe.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Kontrollwahn<\/h2>\n\n\n\n<p>Weiter geht es mit den Unterschieden von \u00d6kokonto und Baumpflanzung, wenn die Forstgesetze ins Spiel kommen. Die in den meisten Bundesl\u00e4ndern geltenden \u00d6kopunkte-Verordnungen lassen zu, dass zusammenh\u00e4ngende Fl\u00e4chen in gr\u00f6\u00dferem Stil entwickelt und in extensive Nutzung gegeben werden. Die Landesforstgesetze sind nicht so vorausschauend, obgleich man das gerade beim Forst, der ja lange planen muss, erwarten d\u00fcrfte. Aufforstungen oder Heckenpflanzungen werden als Ausgleichsma\u00dfnahmen erst dann zugelassen, wenn tats\u00e4chlich anderswo gef\u00e4llt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl \u2014 es tut sich was, selbst da. Zumindest in einem Bundesland. Bis vor einem Jahr durfte in Schleswig-Holstein, wie in wohl allen Bundesl\u00e4ndern, nur dann ein Baum als Ersatz nachgepflanzt werden, wenn anderswo gerade einer gef\u00e4llt werden sollte. \u00bbDann hatten wir die Chance auf einem gro\u00dfen Gutshof in Ostholstein, eine Allee mit zweihundert B\u00e4umen zu bepflanzen.\u00ab Das aber sollte nat\u00fcrlich in einem Rutsch geschehen, damit die B\u00e4ume gleichzeitig aufwachsen konnten und eine geschlossene Baumallee bilden.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Fall hat sich die Forstbeh\u00f6rde dann \u00fcberzeugen lassen, dass die Alleeb\u00e4ume in eine Art Pool gegeben werden konnten, der dann Baum f\u00fcr Baum abgerufen wird, wenn Ersatzpflanzungen gebraucht werden. Inzwischen scheint das Beispiel Schule zu machen und auch anderswo im Land d\u00fcrfen jetzt Baumpools angepflanzt werden. Man k\u00f6nnte meinen, die Forstbeh\u00f6rden h\u00e4tten vom Naturschutz und seinen \u00d6kokonten gelernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wobei \u2013 gleichzeitig \u00fcberziehen eben jene Beh\u00f6rden die Baumpflanzer mit neuen Kontrollen. Weil sich wohl einige oder auch nur einer der Heckenpflanzer nicht an die Verpflichtungen gehalten hat und Knicks nicht ordentlich gepflegt wurden, m\u00fcssen nun alle ein Jahr warten, oder in manchen Landkreisen auch drei Jahre, bis ein Knick fertig gemeldet werden darf und Ersatzpflanzung vermarktet werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbF\u00fcr uns ist das eine Katastrophe\u00ab, sagt Sven-Hermann Pohlmann. Ecodots pflanzt im Jahr schon mal drei\u00dfig Kilometer Knicks, was siebenstellige Summen vertilgt. Und nun sollen noch einmal bis zu drei Jahre ins Land gehen, bis das verrechnet werden kann. \u00bbDann ist das irgendwann nicht mehr finanzierbar f\u00fcr uns.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Hatte jemand etwas von B\u00fcrokratieabbau erz\u00e4hlt?<\/p>\n\n\n\n<p>In der Realit\u00e4t geschieht das Gegenteil. Da haben einzelne Entwickler von Ausgleichsma\u00dfnahmen geschlampt und die von ihnen gepflanzten Hecken nicht ordentlich gepflegt. Als Reaktion \u00fcberzieht die Beh\u00f6rde dann alle anderen auch mit generellem staatlichem Misstrauen und einer zus\u00e4tzlichen Ma\u00dfnahme. Diese Form des Kontrollwahns kann den Umbau der Landschaft in Richtung Naturn\u00e4he dann schlicht unfinanzierbar oder zumindest unattraktiv machen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Ewigkeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch ohne die besonderen und immer neuen Herausforderungen der B\u00fcrokratie muss eine Fl\u00e4chenagentur wie Ecodots immense finanzielle R\u00fcckstellungen anlegen, denn die Verantwortung f\u00fcr die extensiven Landwirtschaftsfl\u00e4chen, die sie entstehen l\u00e4sst, endet eben nicht, wenn ein Projekt fertig gestellt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fertigstellung ist nur der erste Schritt auf einer langen Wegstrecke, die vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer Fl\u00e4chenagentur liegen, egal ob es eine private Firma ist, wie im Falle Ecodots, die eine Fl\u00e4che entwickelt, oder eine staatliche GmbH, wie in den meisten Bundesl\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine nach \u00d6kokonto-Verordnung dem Naturschutz zugeschlagene Ausgleichsfl\u00e4che, bleibt auf immer eine Naturschutzfl\u00e4che, also m\u00f6glichst immer auch in extensiver Bewirtschaftung. Das gilt auch, wenn der Grund f\u00fcr den Fl\u00e4chenausgleich l\u00e4ngst nicht mehr existiert, die Stra\u00dfe l\u00e4ngst weggerissen ist, das Gewerbegebiet zur\u00fcckgebaut wurde, das Windrad abgerissen. Die Ausgleichsfl\u00e4che bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und eigentlich bleibt sie, so lange sie existiert, auch in der Verantwortung ihrer Entwickler. Deshalb die Mitarbeiterin, die jede Fl\u00e4che, die Ecodots in den vergangenen sechszehn Jahren entwickelt hat, mindestens einmal im Jahr besucht, um nach dem Rechten zu schauen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDa sich die Ewigkeit mathematisch schlecht abbilden l\u00e4sst\u00ab, sagt Sven-Hermann Pohlmann, haben sie die Fl\u00e4chenagenturen in ihrem bundesweit organisierten Verband darauf geeinigt, dass sie sich mindestens f\u00fcnfundzwanzig, meistens drei\u00dfig Jahre lang k\u00fcmmern. \u00bb Irgendwann\u00ab, hofft er, \u00bbwird es auch alles so weit entwickelt sein, dass es vielleicht nicht mehr notwendig ist, sich zu k\u00fcmmern.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wann soll das wohl sein, dass man sich nicht mehr k\u00fcmmern muss? In einer Landschaft, die wir Menschen komplett \u00fcberformt haben, wo es die urspr\u00fcngliche Natur schon deshalb nicht mehr geben kann, weil wir deren nat\u00fcrliche Pflegekr\u00e4fte ausgerottet oder vertrieben haben: die Auerochsen, die Wisente, die in die Hunderttausende z\u00e4hlenden Rentierherden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"544\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Kalb-1024x544.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3291\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Kalb-1024x544.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Kalb-300x159.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Kalb-768x408.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Kalb-1536x816.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ecodots-Pohlmann-Kalb-2048x1088.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Dieses Bullenkalb musste mit der Flasche aufgezogen werden, nachdem die Mutter ausgefallen war. Das hat es besonders anh\u00e4nglich werden lassen, so dass es seinen Bauern jetzt immer pers\u00f6nlich begr\u00fc\u00dft.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Weideschuss<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch auf den Weiden, die der Nebenerwerbslandwirt Sven-Hermann Pohlmann extensiv bewirtschaftet, ist stetiges K\u00fcmmern angesagt. Und der n\u00e4chste Entwicklungsschritt: Die zwei Rinder, die aus seinen zwei kleinen Herden jedes Jahr \u00bbentnommen\u00ab werden, wie das Torge Boysen nennt, der neben der Projektleitung bei Ecodots noch J\u00e4ger ist, diese beiden Rinder sollen in Zukunft nicht mehr zum Schlachter gefahren werden. Sie sollen am Ende ihres bis dahin geruhsamen Lebens nicht noch unn\u00f6tig Stress haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Rezept gegen den Lebendtransport von Tieren ist der Weideschuss. Um den durchf\u00fchren zu d\u00fcrfen hat Torge Boysen in Niedersachsen einen Lehrgang gemacht und eine erste theoretische Pr\u00fcfung abgelegt. \u00bbDas war wie beim Jagdschein\u00ab, sagt er: Viel Stoff und am Ende eine m\u00fcndliche Pr\u00fcfung vor einer dreik\u00f6pfigen Pr\u00fcfungskommission.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie das in der Praxis dann ablaufen kann, haben sich Sven-Herrmann Pohlmann und Torge Boysen quasi in der Nachbarschaft angeschaut: auf der Ostseeseite Schleswig-Holsteins. Sie waren bei <a href=\"https:\/\/www.bundewischen.de\/\">Bunde Wischen<\/a>, einem Biolandbetrieb, den ich hier im Podcast und im Blog auch schon vorgestellt habe. In der schon erw\u00e4hnten Episode \u00bb<a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/landwirtschaft-als-naturschutz\/\">Landwirtschaft als Naturschutz<\/a>\u00ab geht es auch um den Schuss auf der Weide, der dort meist von Gerd K\u00e4mmer ausgef\u00fchrt wird, dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Genossenschaft Bunde Wischen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbWir waren ganz erstaunt \u00fcber die Ruhe und die Professionalit\u00e4t, mit der das dort geschieht\u00ab, sagt Torge Boysen. Obwohl er das kennt, wenn es bei der Jagd sehr gut klappt, war er eben doch erstaunt, dass das beim Weideschuss auch so ist. \u00bbDer Schuss wird ausgef\u00fchrt, das Tier sackt in sich zusammen und ist sofort aus dem Leben genommen.\u00ab Und die anderen Tiere, die danebenstehen, verstehen offensichtlich nicht, was da gerade passiert ist. Sie zeigen keine Reaktion. \u00bb Und wenn man das dann mit dem Schlachthof vergleicht, was f\u00fcr eine Unruhe alleine schon beim Verladen ist, wenn es zum Schlachthof geht \u2014 das sind Welten!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Fleischmarkt<\/h2>\n\n\n\n<p>Torge Boysen hat den Jagdschein. Er darf sein Gewehr f\u00fchren und auch benutzen. Er ist ein passionierter J\u00e4ger. Das sagt er von sich selbst. Er darf nicht nur schie\u00dfen, er kann auch treffen. Er d\u00fcrfte einen Hirsch auf der Weide schie\u00dfen, aber noch lange nicht das Rind, das danebensteht. Selbst, wenn er jetzt zus\u00e4tzlich zum Jagdschein auch noch den Lehrgang f\u00fcr den Weideschuss absolviert hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Den n\u00e4mlich muss das zust\u00e4ndige Veterin\u00e4ramt genehmigen. Und das hat das im Landkreis Nordfriesland, wo Sven-Hermann Pohlmann seine Rinder weiden l\u00e4sst, lange Zeit nicht getan. Nun aber ist der alte Amtsleiter in Pension gegangen und der Nachfolger hat offenbar kein Problem mit dem Schuss auf der Weide. Im Nachbarlandkreis, wo Bunde Wischen seine Tiere weidet, war das nie ein Problem, jetzt wohl auch in Nordfriesland nicht mehr. Fehlt aber noch die Genehmigung f\u00fcr den Schuss auf der Weide von der zust\u00e4ndigen Waffenbeh\u00f6rde. Dann noch die praktische Pr\u00fcfung vor Ort. Und schon kann es losgehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, nicht ganz. Ein vom Veterin\u00e4ramt abgenommener hygienisch dichter Anh\u00e4nger muss noch sein, um das geschossene Tier innerhalb einer Stunde nach dem Schuss zu einem Schlachter zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Und am Ende haben einige von uns Verbraucherinnen und Verbrauchern das beste Rindfleisch auf dem Tisch, das man sich denken kann. Von einem Tier, das ein gutes Leben hatte, immer drau\u00dfen war, sich sein Futter selbst suchen durfte, und das auch am Schluss keinen Stress hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, so ist es nicht. Nicht im Falle von Ecodots und Sven-Hermann Pohlmanns kleiner Rinderherde. Das Fleisch, was die zwei Tiere liefern, die da \u00bbentnommen\u00ab werden, wie es der J\u00e4ger sagt, das ist sofort vergriffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer also probieren m\u00f6chte, wie der Unterschied schmeckt, wenn es keinen Lebendtransport der Tiere zum Schlachthof gegeben hat, muss sich andere Quellen suchen. Die gibt es, nicht nur im Norden.<\/p>\n\n\n\n<p>In S\u00fcddeutschland ber\u00fchmt geworden ist der Pionier <a href=\"https:\/\/uria.de\/\">Ernst Hermann Maier<\/a>, der in jahrelangem Kampf mit den Beh\u00f6rden durchgesetzt hat, dass seine Rinder auf der Weide geschossen werden d\u00fcrfen und auch keine Ohrmarken tragen m\u00fcssen. In Th\u00fcringen gibt es einen <a href=\"https:\/\/www.weideschuss.eu\">Verein<\/a>, der den Weideschuss voranbringen will. Zum Beispiel in Essen gibt es einen <a href=\"https:\/\/www.weidefleisch.bio\/weideschlachtung\">Betrieb<\/a>, der sich auf Weideschlachtung spezialisiert hat. Und so weiter. Es l\u00e4sst sich finden, auch wenn das <a href=\"https:\/\/www.landwirtschaft.de\/tier-und-pflanze\/tier\/nutztiere-allgemein\/weideschlachtung-und-hofnahe-schlachtung\">Bundesinformationszentrum Landwirtschaft<\/a> bedauert: \u00bbBislang gibt es noch kein offizielles anerkanntes Label, das Fleisch aus Weideschlachtung oder hofnaher Schlachtung kennzeichnet.\u00ab Unter dem Stichwort Weideschuss lassen sich im Netz aber einige Betriebe finden, die ihr Fleisch zum Teil auch \u00fcber den Hofladen verschicken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Huch, wieso kann man mit \u00d6kopunkten Landwirtschaft betreiben? Und was sind \u00fcberhaupt \u00d6kopunkte? 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