{"id":3315,"date":"2025-12-04T08:00:00","date_gmt":"2025-12-04T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/?p=3315"},"modified":"2025-12-12T12:59:18","modified_gmt":"2025-12-12T11:59:18","slug":"das-virus-aus-der-huehnerfarm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/das-virus-aus-der-huehnerfarm\/","title":{"rendered":"Das Virus aus der H\u00fchnerfarm"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"566\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Truthahnmast-USDA-Scott-Bauer-1024x566.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3322\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Truthahnmast-USDA-Scott-Bauer-1024x566.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Truthahnmast-USDA-Scott-Bauer-300x166.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Truthahnmast-USDA-Scott-Bauer-768x425.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Truthahnmast-USDA-Scott-Bauer-1536x849.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Truthahnmast-USDA-Scott-Bauer-2048x1132.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Werden hier nicht nur Puten gem\u00e4stet sondern auch Viren gez\u00fcchtet? Truth\u00e4hne in sogenannter Bodenhaltung: Kaum genug Boden zum drauf Stehen. | Foto: USDA Scott Bauer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Das Virus aus der H\u00fchnerfarm ist das Influenza-A-Virus H5N1, das derzeit die Krankheit ausl\u00f6st, die wir als Vogelgrippe oder Gefl\u00fcgelpest bezeichnen. Aber wieso \u00bbdas Virus aus der H\u00fchnerfarm\u00ab? Wird die Vogelgrippe nicht von Zugv\u00f6geln eingeschleppt und verbreitet? Ja, das wird uns immer wieder erz\u00e4hlt. Aber stimmt das auch? Es gibt viele Hinweise, dass das Virus durch den Gefl\u00fcgelhandel weltweit verbreitet wurde und dass es in der Gefl\u00fcgelindustrie zuhause ist.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Die Kraniche &#8230;<\/h2>\n\n\n\n<p>Als die <em>tagesschau<\/em> Mitte November berichtet, dass sich die Vogelgrippe nun \u00fcber ganz Deutschland ausgebreitet habe, erkl\u00e4rt das Bundeslandwirtschaftsministerium die Heftigkeit des derzeitigen Seuchenzugs mit den Kranichen. \u00bbWenn ich halt ein Schwarmtier habe, das im Verbund fliegt und engen Kontakt hat, dann ist die Ausbreitung anders, als wenn ich einen einzelnen Raubvogel habe, der allein unterwegs ist\u00ab, sagt Staatssekret\u00e4r Markus Schick, Mediziner, Tiermediziner und Professor f\u00fcr Tierseuchenbek\u00e4mpfung.<\/p>\n\n\n\n<p>Und, ebenfalls in der <em>tagessschau<\/em>, sch\u00e4tzt Professorin Christa K\u00fchn, die Pr\u00e4sidentin des Friedrich-L\u00f6ffler-Instituts, die Gefahr f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcreger ein, die von der Vogelgrippe ausgeht: \u00bbDas Risiko f\u00fcr den normalen B\u00fcrger haben wir als gering eingesch\u00e4tzt. Das Risiko f\u00fcr die Personen, die beruflich mit infizierten Tieren zu tun haben, wird als m\u00e4\u00dfig eingesch\u00e4tzt. Das Risiko, dass wir Eintr\u00e4ge aus dem Wildvogelbereich in die Gefl\u00fcgelhaltung haben, ist definitiv hoch.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Ornithologen, die sich um die Wildv\u00f6gel sorgen, sehen das ganz anders als die Chefin des Bundesforschungsinstituts f\u00fcr Tiergesundheit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">&#8230; sind die Opfer<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"749\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin-Ruemmler-Nabu-749x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3325\" style=\"aspect-ratio:0.7314385016724175;width:419px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin-Ruemmler-Nabu-749x1024.jpg 749w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin-Ruemmler-Nabu-220x300.jpg 220w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin-Ruemmler-Nabu-768x1049.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin-Ruemmler-Nabu-1124x1536.jpg 1124w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin-Ruemmler-Nabu-1499x2048.jpg 1499w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Martin-Ruemmler-Nabu-scaled.jpg 1874w\" sizes=\"auto, (max-width: 749px) 100vw, 749px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Gefl\u00fcgelpest sei wohl zuerst in geschlossenen Gefl\u00fcgelbetrieben zirkuliert, bevor die Kraniche angesteckt wurden, sagt der Ornithologe Martin R\u00fcmmler. | Foto: Nabu<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Martin R\u00fcmmler, Ornithologe beim Naturschutzbund, hat sich die Daten \u00fcber die Ausbr\u00fcche der Vogelgrippe in diesem Jahr angeschaut, die das Friedrich-L\u00f6ffler-Institut ver\u00f6ffentlicht hat, und kommt zu einem anderen Schluss als dessen Pr\u00e4sidentin. Nicht die Kraniche haben die Vogelgrippe von irgendwoher mitgebracht, sondern die Zugv\u00f6gel sind erst hier in Deutschland mit dem Virus infiziert worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dokumentation des Friedrich-L\u00f6ffler-Instituts zeige, dass schon sehr fr\u00fch im Jahr erste F\u00e4lle in Gefl\u00fcgelbetrieben auftraten. Das begann im Juni und ging im September weiter. Das war lange bevor die ersten infizierten oder toten Kraniche gefunden wurden und lange vor dem Vogelzug.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDas l\u00e4sst schon darauf schlie\u00dfen, dass die Gefl\u00fcgelpest schon zirkuliert ist, bevor sie \u00fcberhaupt bei den Wildv\u00f6geln war\u00ab, sagt Martin R\u00fcmmler. Das sei noch kein Beweis, aber \u00bbdas sind Indizien, die darauf hinweisen k\u00f6nnten, dass tats\u00e4chlich Betriebe zuerst betroffen waren und nicht die Wildv\u00f6gel selbst.\u00ab Beweisen lie\u00dfe sich das nur, wenn man die Gefl\u00fcgelhaltungen regelm\u00e4\u00dfig untersuchen w\u00fcrde.<br>Der Nabu hat im November eine <a href=\"https:\/\/weact.campact.de\/petitions\/geflugelindustrie-bedroht-kraniche\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Petition<\/a> auf den Weg gebracht, mit der er \u00bbeine transparente und \u00f6ffentliche Ursachenuntersuchung bei infizierten Gefl\u00fcgelbest\u00e4nden\u00ab fordert, \u00bbsowie ein qualifiziertes Stichprobenmonitoring in den gro\u00dfen Nutzgefl\u00fcgelbest\u00e4nden und Schlachth\u00f6fen\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Ach so, das haben wir gar nicht? Wir wissen also gar nicht, ob die Vogelgrippe in irgendeinem der geschlossenen Betriebe umgeht. Wir wissen nicht, ob mit dem bei Landwirten als D\u00fcnger begehrten Gefl\u00fcgelmist das Virus \u00fcber die \u00c4cker verbreitet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDen Mist und die G\u00fclle m\u00fcssten wir dringend und regelm\u00e4\u00dfig auf Virenlast untersuchen\u00ab, sagt Martin R\u00fcmmler, \u00bbund auch das Abwasser der gefl\u00fcgelverarbeitenden Industrie.\u00ab Wer verhindern will, dass Wildv\u00f6gel das Virus weitertragen, muss verhindern, dass sich die hochansteckenden Virenvarianten aus der industriellen Gefl\u00fcgelhaltung in die Wildvogelbest\u00e4nde ausbreiten. Dazu muss man die Stellen kennen, an denen Wildv\u00f6gel rasten. Die Beh\u00f6rden, die sich um den Seuchenschutz k\u00fcmmern, m\u00fcssten also mit den Stellen und Organisationen zusammenarbeiten, die sich um den Vogelschutz k\u00fcmmern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Viren in geschlossenen Betrieben<\/h2>\n\n\n\n<p>Wo Kontaktpunkte zwischen Wildv\u00f6geln und Gefl\u00fcgelhaltung liegen, k\u00f6nnen wir an den Daten des Friedrich-L\u00f6ffler-Instituts ablesen. Die zeigen, dass die Vogelgrippe in diesem Jahr zuerst in geschlossenen Gefl\u00fcgelbetrieben ohne Freilandhaltung aufgetreten ist. Das sind hermetisch abgeschlossene Gro\u00dfbetriebe mit Biofiltern, Personalschleusen, mit regelm\u00e4\u00dfigen Desinfektionsma\u00dfnahmen und automatischer F\u00fctterung. Wie kommt das Virus dort hinein?<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbVielleicht ist es ganz einfach schon dort\u00ab, sagt Svenja Furken vom Vorstand des Nutztierschutzverbandes <a href=\"https:\/\/www.provieh.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Provieh<\/a>. Da helfe dann auch kein noch so gutes und konsequentes Seuchenmanagement. Man m\u00fcsse sich nur vorstellen, dass das Virus unerkannt in einer der gro\u00dfen Br\u00fctereien grassiere, von wo die Tiere in die ganze Welt exportiert werden. \u00bbBis das dann auffliegt, dass diese Tiere vielleicht ein Virus mitgeschleppt haben, hat man schon zig Betriebe infiziert und jedes Land muss dann individuell das Problem l\u00f6sen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"635\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Svenja-Furken-Provieh-1024x635.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3329\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Svenja-Furken-Provieh-1024x635.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Svenja-Furken-Provieh-300x186.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Svenja-Furken-Provieh-768x477.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Svenja-Furken-Provieh-1536x953.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Svenja-Furken-Provieh-2048x1271.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Vielleicht werden die Viren gar nicht in die Betriebe eingetrragen &#8211; sie sind schon dort. \u00bbWir m\u00fcssen die gesamte Gefl\u00fcgelhaltung neu denken\u00ab, sagt Svenja Furken von Provieh. | Foto: Michael Kukulenz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Grundproblem k\u00f6nnte schlicht die Arbeitsteilung der Gefl\u00fcgelindustrie sein. Das Gefl\u00fcgel, das Huhn zumal, ist das am umfassendsten industrialisierte Tier \u00fcberhaupt. Es bekommt sein Futter automatisch per F\u00f6rderband vor den Schnabel gefahren, und aus den Legenestern der Hennen werden ebenso automatisch per F\u00f6rderband die Eier abtransportiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gefl\u00fcgelindustrie ist arbeitsteilig organisiert. Es gibt die Zuchtbetriebe, die die Elterntiere der Hybridh\u00fchner halten, die Br\u00fctereien, die die Eier ausbr\u00fcten, die M\u00e4ster und Legebetriebe, die H\u00e4hnchen und Eier produzieren. Und am Schluss stehen die Schlachtereien. Es wird also st\u00e4ndig Gefl\u00fcgel durch die Landschaft gekarrt und auch \u00fcber die Ozeane geflogen, denn das System funktioniert weltweit.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das Friedrich-L\u00f6ffler-Institut scheint sich inzwischen dar\u00fcber Gedanken zu machen, woher die aktuellen Infektionen kommen. Es schreibt in seinen aktualisierten <a href=\"https:\/\/www.openagrar.de\/servlets\/MCRFileNodeServlet\/openagrar_derivate_00068710\/FLI-Information-FAQ-Gefluegelpest-2025-10-24.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fragen und Antworten zur Vogelgrippe<\/a>: \u00bbEs ist wissenschaftlich gesichert, dass Wildv\u00f6gel ein nat\u00fcrliches Reservoir f\u00fcr niedrigpathogene avi\u00e4re Influenzaviren darstellen und sie verbreiten. Hochpathogene Varianten der Subtypen H5 und H7 entstehen prim\u00e4r jedoch offenbar nicht in Wildvogelpopulationen, sondern nur in Gefl\u00fcgel. Von dort k\u00f6nnen (Viren) allerdings auch auf Wildv\u00f6gel \u00fcbertragen und mit ihnen weiter verbreitet werden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Dass die hochansteckenden t\u00f6dlichen Varianten des Virus nur \u00bbin Gefl\u00fcgel\u00ab entstehen, ist eine h\u00fcbsche semantische Nebelkerze, die das Wort \u00bbGefl\u00fcgelindustrie\u00ab vermeidet.<\/p>\n\n\n\n<p>Ins Mikrofon wollte mir das Friedrich-L\u00f6ffler-Institut solche S\u00e4tze allerdings nicht sagen. Es fand sich \u00fcber viele Wochen einfach keine Wissenschaftlerin, kein Wissenschaftler, die oder der eine Viertelstunde Zeit f\u00fcr die Beantwortung solcher Fragen gehabt h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Tierqual durch Stallpflicht<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/ffe048-das-virus-aus-der-huehnerfarm\/\">Podcast<\/a> und diese Kolumne habe ich mal wieder Carsten Bauck auf dem <a href=\"https:\/\/www.bauckhof.de\/bauckhof-klein-suestedt\/\">Bauckhof<\/a> in Klein-S\u00fcstedt bei Uelzen besucht. Mit ihm war ich in besseren Zeiten in den Mobilst\u00e4llen und habe den Legehennen beim \u00bbSingen\u00ab zugeh\u00f6rt. So nennt er das, wenn seine H\u00fchner dieses gleichm\u00e4\u00dfig ruhige Gackern oder Schnurren h\u00f6ren lassen, das ihre Zufriedenheit zum Ausdruck bringt. F\u00fcr sich, f\u00fcr die anderen, vielleicht auch f\u00fcr uns Menschen, die wir damals ganz ohne Schutzkleidung in den Mobilstall durften.<\/p>\n\n\n\n<p>Das geht jetzt nicht, die Aufstallpflicht zur Eind\u00e4mmung der Vogelgrippe bringt zus\u00e4tzliche Hygienema\u00dfnahmen mit sich und schlie\u00dft externe Besucher aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit h\u00f6rt sich das in den Mobilst\u00e4llen des Bauckhofs auch nicht so harmonisch an, sagt Carsten Bauck. Da gibt es \u00f6fter Streit, weil die Tiere jetzt eingeschlossen sind. \u00bbGut, dass wir die H\u00e4hne dabei haben. Die sind gute Streitschlichter und nehmen es auch mal auf sich, dass die Hennen ihren \u00c4rger an ihnen auslassen.\u00ab Auf vierzig Hennen l\u00e4uft beim Bauckhof immer ein Hahn mit. Der legt keine Eier, bringt also keine Einnahmen, ist aber f\u00fcr den Zusammenhalt wichtig.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"384\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/BauckLegehennendraussen-1024x384.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1502\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/BauckLegehennendraussen-1024x384.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/BauckLegehennendraussen-300x113.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/BauckLegehennendraussen-768x288.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/BauckLegehennendraussen-1536x576.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/BauckLegehennendraussen-2048x768.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein Bild aus besseren Zeiten: Hahn und Legehennen drau\u00dfen unter den Pappeln auf den H\u00fchnerweiden des Bauckhofs in Klein-S\u00fcstedt. Freilandhaltung wie sie sein soll. | Foto: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Mindestens genauso wichtig ist, dass jeder der Mobilst\u00e4lle einen sogenannten Wintergarten hat. Das sind \u00fcberdachte Freilandareale, deren Klappen nach au\u00dfen sich schlie\u00dfen lassen. Damit in besseren Zeiten nachts keine F\u00fcchse und Marder hinein k\u00f6nnen, und in Zeiten wie diesen keine H\u00fchner hinaus.<br>Das Aufstallen wegen der Vogelgrippe ist f\u00fcr echtes Freilandgefl\u00fcgel eine Qual. \u00bbUnsere Tiere sind es gewohnt, rauszugehen\u00ab, sagt Carsten Bauck, \u00bbund die sind echt unzufrieden, wenn sie ihren Zugang zum Freiland nicht haben.\u00ab Wenigstens h\u00e4tten sie mit den Winterg\u00e4rten aber noch eine zweite Klimazone und einen Auslauf am Stall. \u00bbWo es jetzt keine Winterg\u00e4rten an den St\u00e4llen gibt, leiden die Tiere richtig.\u00ab<br>Derzeit ist nicht nur der Druck auf die Tiere gro\u00df, auch der auf die Bauern, vor allem in den Biobetrieben und in echten Freilandbetrieben. Also da, wo die Tiere in besseren Zeiten tats\u00e4chlich raus k\u00f6nnen ins Freiland.<\/p>\n\n\n\n<p>Carsten Bauck erw\u00e4hnt das extra, weil es da einen Unterschied gibt zwischen Betrieben, auf deren Kartons steht, die Eier seien aus Freilandhaltung und solchen, die ihre Tiere wirklich rauslassen wollen. Wer will, dass die H\u00fchner ihre St\u00e4lle wirklich verlassen, muss ihnen Schutz bieten vor Beutegreifern. Bei den Baucks sind die H\u00fchnerweiden deshalb mit Pappeln bepflanzt. Bei anderen Bioh\u00f6fen, die ich kenne, sind es Streuobstwiesen. Wer um den Stall nur eine kahle Fl\u00e4che anbietet, und sei sie auch gr\u00fcn, will seine H\u00fchner nicht wirklich rauslassen. H\u00fchner sind urspr\u00fcnglich Waldrandbewohner, ohne Schutz bleiben die immer beim Stall.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ma\u00dfnahmen gegen die Vogelgrippe, die nicht aus diesen Betrieben stammt, bestrafen jetzt also genau die, die ihre Tiere m\u00f6glichst artgerecht halten wollen. \u00bbWir baden hier gerade etwas aus, von dem wir nicht sicher sind, wo es herkommt und wir sehen, dass unsere Tiere darunter leiden. Und das f\u00fchlt sich, mal gelinde gesagt, sehr ungerecht an\u00ab, sagt Carsten Bauck.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/BauckWintergarten-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-975\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/BauckWintergarten-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/BauckWintergarten-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/BauckWintergarten-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/BauckWintergarten-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/BauckWintergarten-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Hintergrund der Wintergarten eines Mobilstalls auf dem Bauckhof &#8211; hier ge\u00f6ffnet. In Zeiten der Vogelgrippe immerhin ein Auslauf f\u00fcr die eingeschlossenen Tiere. | Foto: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Geist aus der Flasche<\/h2>\n\n\n\n<p>Svenja Furken von Provieh sieht die Vogelgrippe als Weckruf f\u00fcr die gesamte Gefl\u00fcgelindustrie. Gemeint ist mit diesem Begriff nicht der Bauckhof und \u00e4hnliche b\u00e4uerliche Betriebe, auch wenn selbst dort die Tierzahlen in die Tausende gehen. Gemeint sind die gro\u00dfen industriellen Strukturen, die hermetisch abgeschlossenen Betriebe, die Tiere auf engstem Raum halten und strukturell durchorganisiert sind \u2014 vom Ei bis zum Schlachthof.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbWenn wir ganz offen damit umgehen, dass die Gefl\u00fcgelpest ein Problem der Gefl\u00fcgelwirtschaft ist\u00ab, sagt Svenja Furken \u2014 was wir nat\u00fcrlich nicht tun, solange weiter behauptet wird, die Wildv\u00f6gel tr\u00fcgen die Viren durch die Landschaft. Aber wenn wir es doch t\u00e4ten, dann, sagt sie, \u00bbw\u00e4re das nat\u00fcrlich ein Schlag ins Kontor.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Es gebe eine gro\u00dfe Nachfrage nach Gefl\u00fcgelfleisch weltweit und man habe die Tiere eben diesem Bedarf angepasst. Sie werden zu Millionen in riesigen Stallanlagen gez\u00fcchtet und gem\u00e4stet. \u00bbWenn jetzt klar wird, dass wir damit den Geist aus der Flasche gelassen haben, indem wir ein Virus in die Welt setzen, das auch ein zoonotisches Potenzial hat, das auch eine Pandemie bei Menschen ausl\u00f6sen kann, ist das eigentlich eine absolute Katastrophe.\u00ab Das sei noch gar nicht zu Ende gedacht, sagt Svenja Furken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe den Eindruck, dass mit dem Nachdenken dar\u00fcber noch nicht einmal angefangen wurde. Vielleicht auch aus Angst vor den Folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Svenja Furken sagt: \u00bbDie Konsequenz m\u00fcsste dann eigentlich sein, dass wir die ganze Form der Massentierhaltung im Gefl\u00fcgelsektor komplett \u00fcberdenken m\u00fcssen.\u00ab<br>Carsten Bauck sagt: \u00bbDas werden wir nicht tun. Wir schauen lieber nicht so genau hin.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Ultima Ratio: Keulen<\/h2>\n\n\n\n<p><br>Es gibt noch etwas im Zusammenhang mit Tierseuchen, auf das wir nicht so gerne schauen: das sogenannte Keulen. Dieses grausam mittelalterlich oder noch \u00e4lter anmutende Wort, ist tats\u00e4chlich der Terminus technicus f\u00fcr die T\u00f6tung aller Tiere eines Bestands, eines Betriebs.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Prinzip funktioniert das so: Bei einem Tier wird das Virus nachgewiesen, es muss wirklich nur eines von m\u00f6glicherweise zehntausend und mehr Tieren in einer Massenanlage sein \u2013 und schon r\u00fccken die maskierten M\u00e4nner in den Ganzk\u00f6rperoveralls an und vergasen alle Tiere. Ja, sie vergasen sie. Zwar nicht mit Gift, nur mit Kohlendioxid, aber die Assoziation zu den an Menschen begangenen Gr\u00e4uel unserer Geschichte ist dennoch da. Theoretisch schlafen die Tiere schlicht ein, wenn es an Sauerstoff mangelt. Es gibt allerdings Videos, die einen Kampf gegen den Erstickungstod dokumentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist dann am Ende unsere Ultima Ratio im Umgang mit einer Seuche, die wir wom\u00f6glich selbst hergestellt, recht sicher aber zumindest verbreitet haben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbWas das bedeutet, macht man sich meist gar nicht so klar\u00ab, sagt der Agrar\u00f6konom und Tierethiker Philipp von Gall, der beim bundeseigenen Landwirtschaftsinstitut Th\u00fcnen unter anderem zum Tierwohllabel arbeitet. \u00bbKeulen hei\u00dft ja, gesunde und kranke Tiere zu t\u00f6ten, um einer Krankheit Herr zu werden.\u00ab D\u00fcrfen wir das? \u00bbAus der Perspektive der Tiere ist das eine sehr schwierige ethische Frage\u00ab, sagt Philipp von Gall.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"711\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Philipp-von-Gall-711x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3330\" style=\"width:380px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Philipp-von-Gall-711x1024.jpg 711w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Philipp-von-Gall-208x300.jpg 208w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Philipp-von-Gall-768x1106.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Philipp-von-Gall-1067x1536.jpg 1067w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Philipp-von-Gall-1423x2048.jpg 1423w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Philipp-von-Gall.jpg 1656w\" sizes=\"auto, (max-width: 711px) 100vw, 711px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kann man das Keulen ganzer Tierbest\u00e4nde ethisch begr\u00fcnden? Der Agrar\u00f6konom und Tierethiker Philipp von Gall hat Zweifel daran. | Foto: privat<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Selbst wenn man kein Tierrechtler sei und also davon ausgehe, dass f\u00fcr Tiere und Menschen unterschiedliche Regeln gelten \u2014 welche seien das wohl in diesem Fall f\u00fcr die Tiere? In Paragraph 4 des Tierschutzgesetzes steht, dass Tiere zur Verhinderung von Leiden und Schmerzen und aus Gr\u00fcnden der Tiergesundheit oder Hygiene get\u00f6tet werden d\u00fcrfen. Beim Keulen werden aber auch gesunde Tiere get\u00f6tet. Das lie\u00dfe sich nur rechtfertigen, wenn man damit ein gr\u00f6\u00dferes Leid verhindern will.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist das wirklich der Grund f\u00fcr das Keulen? Geht es nicht vielmehr darum, den wirtschaftlichen Schaden zu minimieren, indem die Seuche eingegrenzt wird? Oder indem zumindest der Anschein erweckt wird, man habe mit Seuchenmanagement alles im Griff. Sonst drohen n\u00e4mlich Exportverbote. Aus dem gleichen Grund ist die Gefl\u00fcgelindustrie auch gegen das Impfen. Geimpfte Tiere unterl\u00e4gen n\u00e4mlich einem Exportverbot, weil sie das Virus in sich tragen k\u00f6nnen, ohne Krankheitssymptome zu entwickeln. Wir kennen das sp\u00e4testens seit Corona.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende \u2014 der Tiere, in diesem Fall \u2014 ist es eher nicht ethisch begr\u00fcndet, dass sie sterben m\u00fcssen. Es geht nicht um andere Tiere, die vor etwaigem Leiden gesch\u00fctzt werden sollen. Es geht um die benachbarten industriellen Gefl\u00fcgelbetriebe, in denen die Tiere ohnehin genauso leiden, wie die gekeulten das schon zu Lebzeiten getan haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Was m\u00fcsste eigentlich passieren, damit sich dieses System \u00e4ndert? So wie Svenja Furken von Provieh das gefordert hat. Also damit Umdenken stattfindet, und vor allem dann auch noch Umorganisieren?<br>Der Agrar\u00f6konom Philipp von Gall ist wenig optimistisch: \u00bbZuerst einmal m\u00fcsste sich die Erkenntnis durchsetzen, dass wir die M\u00f6glichkeiten h\u00e4tten, dieses Tierleid zu reduzieren, und damit auch Risiken f\u00fcr unsere menschliche Gesundheit.\u00ab Danach sieht es bislang nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Entsprechend weit weg ist der zweite Schritt, der dann zu gehen w\u00e4re: \u00bbWie findet dieses Bewusstsein dann in die n\u00f6tigen politischen Prozesse?\u00ab Zurzeit eher nicht denkbar, sagt Philipp von Gall: \u00bbTierschutz z\u00e4hlt momentan nicht zu den Themen auf der politischen Agenda.\u00ab Anders w\u00e4re das wohl, wenn die Gefahr einer neuen Zoonose, also einer von Tieren stammenden menschlichen Krankheit greifbar oder bewusster w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Systemfrage<\/h2>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle \u2014 sp\u00e4testens an dieser Stelle \u2014 stellt sich die Systemfrage, schon mehrfach angedeutet. Letztlich k\u00f6nnte diese Frage auch f\u00fcr viele Menschen existenziell werden, nicht nur f\u00fcr die von uns gehaltenen Nutztiere und ihre wilden Verwandten. Z\u00fcchten wir hier gerade die n\u00e4chste Pandemie, die n\u00e4chste Zoonose? Eine weltweite Seuche, die wir aus rein \u00f6konomischen Gr\u00fcnden nicht verhindern?<br>Nur weil wir in den Medien erst w\u00e4hrend des gerade durchlaufenden Seuchenzuges zum ersten Mal zaghafte Anspielungen darauf finden, dass die Vogelgrippe wom\u00f6glich eine von der Gefl\u00fcgelindustrie induzierte Seuche ist, muss das Thema nicht unbedingt neu sein. Es dauert manchmal, bis die Medien etwas bemerken. Ich schlie\u00dfe mich da ein, auch wenn ich nicht mehr f\u00fcr eines der gr\u00f6\u00dferen Medien arbeite.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinweise darauf, dass die Vogelgrippe ein Problem der industriellen Massenhaltung von Gefl\u00fcgel ist, gibt es schon lange. Die Fachzeitschrift \u00bb<a href=\"https:\/\/www.vogelwelt.com\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/VoWe135-131-146-Steiof-et-al-Vogelgrippe.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vogelwelt<\/a>\u00ab ver\u00f6ffentlichte schon 2015 einen Beitrag des ehemaligen Artenschutzreferenten des Berliner Senats, der mit anderen Fachleuten die \u00bbWildvogelthese\u00ab des Friedrich-L\u00f6ffler-Instituts infrage stellte, oder eigentlich widerlegte. Die britische Virologin Diana Bell, inzwischen emeritierte Professorin der University of Eastern Anglia, die sich seit zwanzig Jahren mit der Vogelgrippe besch\u00e4ftigt, war im M\u00e4rz in einem Interview mit \u00bb<a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/vogelgrippe-die-todeszahlen-sind-erschuetternd-und-beispiellos\/2211436\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Spektrum der Wissenschaft<\/a>\u00ab \u00fcberdeutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage nach dem vom Friedrich-L\u00f6ffler-Institut immer noch in allen \u00f6ffentlichen Statements propagierten Verbreitungsweg \u00fcber die Wildv\u00f6gel sagte sie:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbAls Wissenschaftlerin muss ich mich an den Fakten orientieren, und da halte ich den Handel mit Gefl\u00fcgel und auch den illegalen Handel mit Wildv\u00f6geln f\u00fcr einen weitaus gr\u00f6\u00dferen Faktor. Schon in den 1990er Jahren, als das Virus von China nach Westen kam, wurden Zugv\u00f6gel verantwortlich gemacht. Die sind aber in der fraglichen Jahreszeit in eine ganz andere Richtung unterwegs gewesen. Die ersten in Europa entdeckten Infektionen stammen dementsprechend auch von illegal im Handgep\u00e4ck eingeschmuggelten Adlern aus Thailand.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Diana Bell ist es auch, die davor warnt, die verschiedenen Vogelgrippe-Viren als Kandidaten f\u00fcr eine Pandemie nicht ernst zu nehmen. Die Spanische Grippe, die nach dem Ersten Weltkrieg nach Sch\u00e4tzungen f\u00fcnfzig Millionen Menschen das Leben kostete, war \u00e4hnlich ausgestattet wie die Vogelgrippe. Auch dieses Influenza-Virus besa\u00df ein hitzebest\u00e4ndiges Protein. Was hei\u00dft, dass wir \u2014 und andere Tiere \u2014 es mit Fieber nicht bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und es sind schon Menschen an der Vogelgrippe gestorben. Zuletzt ein Baby in Mexiko, zuvor Arbeiter, die mit Gefl\u00fcgel zu tun hatten, oder \u2014 in den USA \u2014 auch mit K\u00fchen. Dort n\u00e4mlich hat es das Virus in die Euter der Milchk\u00fche geschafft, und von da \u00fcber die Melkmaschinen in ganze Betriebe. Und im antarktischen S\u00fcden Argentiniens sterben die Seeelefanten an der Vogelgrippe.<\/p>\n\n\n\n<p>Einzig der Kontinent Australien ist bislang verschont. Diana Bell sagt, das sei kein Wunder: Australien importiert nur etwa ein Prozent seines Bedarfs an Gefl\u00fcgelfleisch und offenbar keine lebenden Tiere. Andererseits wird Australien von vielen Zugv\u00f6geln besucht, aus Gebieten, in denen die Vogelgrippe weit verbreitet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Friedrich-L\u00f6ffler-Institut wiederum finden sich Erkl\u00e4rungen, weshalb ein infizierter Zugvogel hunderte und tausende Kilometer \u00fcber Land und Meere zur\u00fccklegen kann, ohne wegen der Krankheit vom Himmel zu fallen. Ja, kann sein \u2013 Inkubationszeiten, starke Abwehrkr\u00e4fte; nur nach Australien fliegen kranke V\u00f6gel halt nicht.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"797\" height=\"831\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/CarstenBauck.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-838\" style=\"aspect-ratio:0.9590890166757267;width:430px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/CarstenBauck.jpg 797w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/CarstenBauck-288x300.jpg 288w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/CarstenBauck-768x801.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 797px) 100vw, 797px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Noch einer mit Huhn, nein, hier mit Hahn: Carsten Bauck. | Foto: Bauckhof<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Beispiel Pute<\/h2>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zum Bauckhof in Klein-S\u00fcstedt bei Uelzen, wo Carsten Bauck gesagt hatte, dass wir ja lieber nicht genau hinschauen wollen \u2014 sowohl auf das Tierwohl als auch die n\u00e4chste m\u00f6gliche Pandemie. Wenn wir das n\u00e4mlich t\u00e4ten, m\u00fcssten wir, wie Svenja Furken von Provieh gesagt hat, die gesamte Gefl\u00fcgelhaltung neu denken; sie sagt \u201erevolutionieren\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Carsten Bauck sagt: \u00bbDas revolution\u00e4re Haltungssystem gibt es bereits\u00ab. Er betreibt es. Die Tiere k\u00f6nnen sich ausleben, die Tiere leben drau\u00dfen, den Tieren geht es sichtbar gut. Es ist nur konkurrenzlos teuer, Gefl\u00fcgel so zuhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der H\u00fchnerhalter Bauck nimmt die Pute, den Truthahn, als Beispiel f\u00fcr die Zurichtung der Gefl\u00fcgeltiere auf die industrielle Haltung. Er hat es selber ausprobiert, ob Truth\u00e4hne nach biologischen Kriterien im Freiland aufzuziehen w\u00e4ren. Zwei Universit\u00e4ten haben den Versuch begleitet, der am Ende klarstellte: Ja, es geht, wenn man recht urspr\u00fcngliche Truth\u00e4hne noch findet. Aber das Kilo Putenbrust m\u00fcsste dann so viel kosten wie Rinderfilet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDie Pute war urspr\u00fcnglich ein sehr robustes Tier\u00ab, sagt er. Das lebte in der nordamerikanischen Steppe und hatte seine Brustmuskeln, um sich mit Hilfe der Fl\u00fcgel in die B\u00e4ume fl\u00fcchten zu k\u00f6nnen. Bei den Mastputen habe die Putenbrust heute einen Anteil von weit \u00fcber vierzig Prozent am Fleischk\u00f6rper. \u00bbDaraus erschlie\u00dft sich, dass es hier nicht mehr um das Tier geht, sondern ausschlie\u00dflich um den menschlichen Konsum.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem sei es ja wohl klar, dass das nicht gesund sein kann, wenn ein Gro\u00dfteil des K\u00f6rpergewichtes in der Brust eines Vogelwesens h\u00e4ngt. \u00bbDas macht es auch plausibel, dass wir da mit Medikamenten arbeiten m\u00fcssen, und dass wir da nicht nur Druck auf das Skelett aus\u00fcben, nicht nur auf das einzelne Tier, sondern auf eine ganze Gattung.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Svenja Furken hat schon Puten einer alten, vom Aussterben bedrohten Rasse gehalten. \u00bbDas waren robuste Tiere\u00ab, sagt sie. Nicht zu vergleichen mit denen, die in der Massenhaltung vegetieren und nur nicht umfallen vom Gewicht ihrer \u00fcberdimensionalen Brust, weil dazu kein Platz ist. \u00bbEs gibt gar keine Vorschriften f\u00fcr die Besatzdichte. Man kann sie beliebig eng halten, ohne gegen Tierschutzauflagen zu versto\u00dfen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem seien Truth\u00e4hne keine V\u00f6gel, die in gro\u00dfen Verb\u00e4nden lebten. Sie sind keine Koloniebr\u00fcter, sondern leben in kleinen Gruppen. \u00bbIhr Immunsystem ist gar nicht darauf eingerichtet, in gro\u00dfer Individuenzahl zusammenzuleben. Und das macht diese Tiere so extrem empfindlich und eigentlich auch absolut ungeeignet f\u00fcr die Massentierhaltung.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Einkaufswagen<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich k\u00f6nnte jetzt noch die Geschichte erz\u00e4hlen von dem Biobetrieb, der in einem Beobachtungsbezirk liegt und seine Tiere eigentlich nicht zum Schlachten bringen kann, weil er in der N\u00e4he eines konventionellen Putenhalters liegt, der schon drei Mal die Vogelgrippe im Bestand hatte. Drei Mal in einem hermetisch abgeschlossenen industriellen Betrieb. Wie mag das Virus dort hineingekommen sein? Und warum ist es bei dem Demeter-Nachbarn, der seine Tiere seit Jahren drau\u00dfen laufen l\u00e4sst, nie eingeschlagen? Und warum bangt der b\u00e4uerliche Biobetrieb jetzt ums \u00dcberleben, w\u00e4hrend der industrialisierte Putenhalter von der Tierseuchenkasse entsch\u00e4digt wird?<\/p>\n\n\n\n<p>Aber ich mache jetzt hier mal Schluss mit den Horrorgeschichten. Wir wissen ohnehin, was wir zu tun haben, wohin wir unseren Einkaufswagen lenken sollten, was wir dort hineinlegen m\u00fcssten.<br>Eigentlich. Der Konjunktiv ist eine angenehme Form der Grammatik, nicht wahr \u2026<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Im Januar machen Kolumne und Podcast eine jahreszeitlich bedingte Pause. Weiter geht es also am ersten Donnerstag im Februar. Bis dahin \u2013 alles Gute!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Virus aus der H\u00fchnerfarm ist das Influenza-A-Virus H5N1, das derzeit die Krankheit ausl\u00f6st, die wir als Vogelgrippe oder Gefl\u00fcgelpest bezeichnen. Aber wieso \u00bbdas Virus aus der H\u00fchnerfarm\u00ab? Wird die Vogelgrippe nicht von Zugv\u00f6geln eingeschleppt und verbreitet? Ja, das wird uns immer wieder erz\u00e4hlt. Aber stimmt das auch? 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