{"id":3468,"date":"2026-07-02T08:00:00","date_gmt":"2026-07-02T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/?p=3468"},"modified":"2026-06-30T19:34:47","modified_gmt":"2026-06-30T17:34:47","slug":"projekt-kalb-und-kuh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/","title":{"rendered":"Projekt Kalb und Kuh"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"616\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Ammen-und-Kaelber-1024x616.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3473\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Ammen-und-Kaelber-1024x616.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Ammen-und-Kaelber-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Ammen-und-Kaelber-768x462.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Ammen-und-Kaelber-1536x924.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Ammen-und-Kaelber-2048x1232.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gelassene K\u00fche, zufriedene K\u00e4lber: Auf der Ammenweide des Hofes Tams in Angeln. Die kuhgebundene K\u00e4lberaufzucht ist Teil der \u00bbAgrarwende\u00ab der Bauerngemeinschaft Hamfelder Hof. | Alle Fotos: Florian Schwinn<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer keine Milchprodukte isst, kann diesen Blog getrost abtun. Aber wer ist das eigentlich? Wer kann daf\u00fcr garantieren, dass bei den vielen vorproduzierten Lebensmitteln, die wir konsumieren, nicht doch irgendwo Milchprodukte versteckt sind, selbst wenn man bewusst darauf verzichten m\u00f6chte? Also doch ein Podcast f\u00fcr alle \u2013 bei dem es einmal mehr um die Aufzucht der K\u00e4lber geht. Ohne deren Geburt gibt es ja bekanntlich keine Milch. Wer also Milchprodukte konsumiert, muss sich auch f\u00fcr das Leben der K\u00e4lber interessieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie geht es ihnen, wie wachsen sie auf? D\u00fcrfen sie bei der Mutter bleiben, d\u00fcrfen sie am Euter trinken, oder werden sie mit einem Gumminippel am Eimer abgespeist?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Das soll so<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Trennung von Mutter und Kind direkt nach der Geburt wird von den meisten Menschen wohl als brutal und unnat\u00fcrlich empfunden, wenn sie sich damit \u00fcberhaupt besch\u00e4ftigen. Darauf l\u00e4sst eine <a href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0174013\">repr\u00e4sentative Online-Umfrage<\/a> in Deutschland und den USA schlie\u00dfen, die 2017 von den Universit\u00e4ten G\u00f6ttingen und British Columbia durchgef\u00fchrt wurde. Nur achtzehn Prozent der Befragten waren f\u00fcr eine fr\u00fche Trennung von Kuh und Kalb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch ist genau das auch weiterhin die Regel: Direkt nach der Geburt werden Kalb und Kuh getrennt. In den meisten Betrieben wird selbst die f\u00fcr das Immunsystem des Kalbs lebenswichtige Biestmilch, die erste Milch der Mutter, dem Kalb schon via Melkmaschine und Nuckelflasche verabreicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier soll es einmal mehr um die Betriebe gehen, die es anders machen. Die die K\u00e4lber nicht separieren und zweimal t\u00e4glich mit erw\u00e4rmter Milch aus dem Nuckeleimer f\u00fcttern, sondern die K\u00e4lber von K\u00fchen aufziehen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daf\u00fcr haben wir extra einen Begriff erfinden m\u00fcssen. Weil der Normalfall ja die unnat\u00fcrliche Trennung von Kalb und Kuh ist, ist die sogenannten \u00bbkuhgebundene K\u00e4lberaufzucht\u00ab etwas Besonderes.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Initiativen f\u00fcr K\u00e4lber<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manche der Milchh\u00f6fe, die Kalb und Kuh nicht trennen, haben sich daf\u00fcr zusammengeschlossen und eigene Initiativen gegr\u00fcndet, die das Programm im Namen tragen: die \u00bb<a href=\"https:\/\/www.provieh.de\/kampagnen\/kuh-und-kalb\/\">Initiative Kuh und Kalb<\/a>\u00ab der Tierschutzorganisation Provieh zum Beispiel, oder die IG Kalb und Kuh, die \u00bb<a href=\"https:\/\/ig-kalbundkuh.de\/\">Interessensgemeinschaft kuhgebundene K\u00e4lberaufzucht<\/a>\u00ab, aber auch die \u00bb<a href=\"https:\/\/hamfelderhof.de\/\">Bauerngemeinschaft Hamfelder Hof<\/a>\u00ab, \u00fcber die ich hier im <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/ffe043-neues-altes-kaelberglueck\/\">Podcast<\/a> schon mehrfach berichtet habe, setzt auf eben diese kuhgebundene K\u00e4lberaufzucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Schweisfurth-Stiftung hat ein Projekt \u00bb<a href=\"https:\/\/schweisfurth-stiftung.de\/tierwohl\/kuhgebundene-kaelberaufzucht\/\">Kuhgebundene K\u00e4lberaufzucht<\/a>\u00ab aufgelegt. Dort gibt es die beste \u00dcbersicht \u00fcber die aktuelle Forschungslandschaft zum Thema. Und die Biolebensmittelkette Alnatura hat ein eigenes <a href=\"https:\/\/www.alnatura.de\/de-de\/ueber-uns\/alnatura-initiativen\/alnatura-initiative-kuh-und-kalb\/\">Label<\/a> f\u00fcr Milchprodukte von H\u00f6fen mit kuhgebundener K\u00e4lberaufzucht kreiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Beste zur Orientierung f\u00fcr uns Verbraucherinnen und Verbraucher kommt von Provieh, der Tierschutzorganisation, die sich um unsere Nutztiere k\u00fcmmert. Sie hat eine <a href=\"https:\/\/www.provieh.de\/kampagnen\/kuh-und-kalb\/einkaufen\/kuh-und-kalb-hoefe\/\">Online-Landkarte<\/a> entwickelt, die zeigt, wo solche H\u00f6fe zu finden sind und wo man ihre Produkte kaufen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir pers\u00f6nlich hat am besten der Begriff gefallen, mit dem der <a href=\"https:\/\/www.hof-scherhorn.de\/\">Hof Scherhorn<\/a> im nieders\u00e4chsischen Berge daf\u00fcr wirbt. Johanna und Bj\u00f6rn Scherhorn sprechen von \u00bbelterngebundener K\u00e4lberaufzucht\u00ab, weil bei ihnen auch der Bulle in der Herde mitl\u00e4uft, und sie nennen ihre Milchprodukte \u00bbgeteilte Milch\u00ab. Geteilt eben zwischen dem Kalb und uns Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei hatten die beiden gar nicht geplant, die K\u00e4lber von deren M\u00fcttern aufziehen zu lassen. Sie hatten die K\u00e4lber von den K\u00fchen separiert und f\u00fctterten sie mit Nuckelflaschen und Nuckeleimern in den \u00fcblichen runden Schutzh\u00fctten aus wei\u00dfem Kunststoff, den sogenannten Iglus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"522\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Hof-Scherhorn-Familie-vor-Diele-1024x522.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3454\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Hof-Scherhorn-Familie-vor-Diele-1024x522.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Hof-Scherhorn-Familie-vor-Diele-300x153.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Hof-Scherhorn-Familie-vor-Diele-768x391.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Hof-Scherhorn-Familie-vor-Diele-1536x783.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Hof-Scherhorn-Familie-vor-Diele-2048x1043.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Von einem Kalb, das partout nicht aus der Flasche trinken wollte, haben sie sich zur muttergebundenen K\u00e4lberaufzucht animieren lassen: Johanna und Bj\u00f6rn Scherhorn mit drei ihrer Kinder vor dem Hof.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Ein Kalb f\u00fchrt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich war es ein aufm\u00fcpfiges Kalb, das ihnen den neuen alten Weg der K\u00e4lberaufzucht zeigte. \u00bbWir hatten im November 2020 ein Kalb, das partout nicht aus der Flasche trinken wollte\u00ab, sagt Bj\u00f6rn Scherhorn. Und das nicht etwa, weil es schon erlebt hatte, wie es bei der Mutter ist. \u00bbEs war noch nass, als wir es wegbrachten.\u00ab Aber es lehnte die Flasche ab. Schlie\u00dflich sprang das Kalb \u00fcber die Absperrung vor dem K\u00e4lberiglu, schl\u00fcpfte durch eine L\u00fccke am Stalltor und war bei der Mutter. Als noch ein zweites Kalb sich \u00e4hnlich verhielt, sagten sich die beiden Scherhorns: \u00bbGut, dann soll es so sein.\u00ab Sie begannen mit der muttergebundenen K\u00e4lberaufzucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst nach drei oder auch vier Monaten kommen die K\u00e4lber dann in separate K\u00e4lbergruppen, in denen sie gemeinsam auf der Weide aufwachsen. Das ist auch bei den H\u00f6fen so, die auf Ammen setzen, wo also nicht die leibliche Mutter die K\u00e4lber aufzieht, sondern eine Ammen-Kuh, die mehrere K\u00e4lber versorgt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Amme oder Mutter<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Kattendorfer Hof, n\u00f6rdlich von Hamburg in Schleswig-Holstein, hat Daniel Ruge die Verantwortung f\u00fcr die Herde der Milchk\u00fche und die K\u00e4lberaufzucht. Er hat lange auf einem anderen Demeterhof bei Darmstadt in Hessen gearbeitet und kann die muttergebundene K\u00e4lberaufzucht mit der an Ammen vergleichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Wahl ist die K\u00e4lberaufzucht mit Ammen. \u00bbDas ist f\u00fcr mich stimmig\u00ab, sagt er. Der Vorteil der muttergebundenen Aufzucht sei ganz sicher, \u00bbdass das Kalb mit dem Muttertier zusammen ist und dadurch einen viel besseren Start ins Leben bekommt, als wenn es in einer mehr oder weniger kleinen Bucht eingesperrt ist. Es kann mit der Mutter mitlaufen, es kann auf die Weide laufen, es kann ein reiches Sozialverhalten ausbilden, es wird kr\u00e4ftig, durch die viele Milch und die viele Rennerei.\u00ab Die K\u00e4lber fangen so schon fr\u00fch an, auch Gras zu fressen, weil sie sich das von der Mutter abschauen. \u00bbDas w\u00fcrden sie nicht so schnell machen, wenn sie alleine w\u00e4ren.\u00ab Und das sei gut f\u00fcr sie. Nur das alles w\u00fcrden sie eben auch von einer Amme lernen, die sie angenommen hat und aufzieht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"477\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Gedraengel-am-Euter-1024x477.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3484\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Gedraengel-am-Euter-1024x477.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Gedraengel-am-Euter-300x140.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Gedraengel-am-Euter-768x358.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Gedraengel-am-Euter-1536x716.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Gedraengel-am-Euter-2048x954.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gedr\u00e4ngel am Euter: Eine Anglerkuh als Amme am Hof Tams, viele K\u00e4lber, die auch mal wollen, selbst wenn dies nicht \u00bbihre\u00ab Amme ist.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00bbWas mir nicht so gut gefiel bei der muttergebundenen Aufzucht\u00ab, sagt Daniel Ruge, \u00bbdass die K\u00e4lber \u00f6fter mal ad libitum Milch trinken. Und das ist meiner Beobachtung nach manchmal zu viel. Das hei\u00dft, der Instinkt ist da meiner Meinung nach nicht so sicher, und dann haben sie oft mal fl\u00fcssigen Kot. Das fand ich nicht so sch\u00f6n.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem sei diese Form der K\u00e4lberaufzucht f\u00fcr ihn als Landwirt besonders stressig, zumal dann, wenn die M\u00fctter und ihre K\u00e4lber einfach in der gro\u00dfen Herde der Milchk\u00fche mitlaufen. Diese Mischung aus K\u00fchen und K\u00e4lbern sei nicht einfach zu handeln. \u00bbDa ist man unglaublich viel am Rumrennen. Das ist richtig harte Arbeit. Und beim Melken muss man sehr individuell vorgehen und sehr genau aufpassen. Da ist ein Viertel des Euters schon leer gesoffen vom Kalb, das andere noch nicht.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist einer der gravierenden Unterschiede zwischen der Ammenaufzucht und der durch die leiblichen M\u00fctter: Die Ammen f\u00fcttern drei oder vier K\u00e4lber gro\u00df und werden in dieser Zeit nicht gemolken. Entsprechend k\u00f6nnen sie eine eigene Kalb-Ammen-Herde bilden, die auch separat gehalten werden kann. Beim Kattendorfer Hof lebt diese Herde auf einer etwas vom Hof entfernten eigenen Hofstelle mit eigenen Weiden, die mehr Windschutz und mehr Schatten unter B\u00e4umen bieten, als die gro\u00dfen Weidefl\u00e4chen der K\u00fche, die gemolken werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der muttergebundenen K\u00e4lberaufzucht m\u00fcssen die K\u00fche weiterhin gemolken werden, weil sie viel mehr Milch geben, als ein einzelnes Kalb wegtrinken kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Melktricks f\u00fcr M\u00fctter<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Kuh hat vier Zitzen, oder Striche, wie die Bauern sagen, das Euter hat entsprechend vier getrennte Milchdr\u00fcsenviertel, und die Aufgabe des Melkers oder der Melkerin ist es, darauf zu achten, dass alle Viertel leer werden, damit die Kuh nicht unter dem Druck alter Milch leidet. Gleichzeitig darf aber ein vom Kalb leergetrunkenes Viertel nicht noch einmal an die Melkmaschine, damit die Zitze nicht leidet. Das erfordert viel Sorgfalt beim Melken der K\u00fche, die ein Kalb f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu kommt, dass sie nicht gemolken werden k\u00f6nnen, wenn kurz zuvor das Kalb genuckelt hat. Um die Milch n\u00e4mlich laufen zu lassen, st\u00f6\u00dft die Kuh das Hormon Oxytocin aus. Und wenn dessen Produktion gerade erst vom Kalb angeregt wurde, kommt so schnell kein neues nach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manche Milchbauern haben deswegen ein eigenes System entwickelt. Beim Hof Klostersee zum Beispiel, in Cismar an der Ostsee, den ich schon einmal im <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/ffe10-der-faire-preis\/\">Podcast<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/der-faire-preis\/\">Blog<\/a> \u00bbDer faire Preis\u00ab vorgestellt habe, treffen sich die K\u00e4lber nur zweimal am Tag mit den M\u00fcttern. In der Zwischenzeit sind sie in einer K\u00e4lbergruppe zusammen, beaufsichtigt von einem Ochsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die Familien, die den Hof gemeinsam betreiben, nicht wussten, als sie dieses System einf\u00fchrten: Es kopiert recht genau das Leben von Wildrindern. Wo es die noch in gr\u00f6\u00dferen Herden gibt, kann man beobachten, dass die K\u00e4lber oft separat in Gruppen leben, die von Stieren bewacht werden. Die M\u00fctter kommen nur ein paar Mal am Tag zum S\u00e4ugen vorbei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Hof Klostersee wurde daf\u00fcr extra ein gro\u00dfer K\u00e4lber-Spielplatz vor den Melkstand gebaut. Dort zieht die Herde der Milchk\u00fche zweimal t\u00e4glich zum Melken vor\u00fcber, wobei die M\u00fctter zu ihren K\u00e4lbern abbiegen. Erst wenn alle anderen K\u00fche gemolken sind, gehen dann auch die M\u00fctter in den Melkstand. Bis dahin ist genug Zeit vergangen, dass wieder Oxytocin vorhanden ist und die restliche Milch l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Gro\u00dfer Umbau<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist also keine ganz einfache Aufgabe, die muttergebundene K\u00e4lberaufzucht zu gestalten. Daf\u00fcr m\u00fcssen meist auch neue St\u00e4lle gebaut werden und separate Weiden eingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"465\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Scherhorn-Weidelandschaft-Kuehe-Kaelber-1024x465.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3478\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Scherhorn-Weidelandschaft-Kuehe-Kaelber-1024x465.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Scherhorn-Weidelandschaft-Kuehe-Kaelber-300x136.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Scherhorn-Weidelandschaft-Kuehe-Kaelber-768x349.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Scherhorn-Weidelandschaft-Kuehe-Kaelber-1536x697.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Scherhorn-Weidelandschaft-Kuehe-Kaelber-2048x930.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ausgedehnte Weidelandschaft mit K\u00fchen und K\u00e4lbern beim Hof Scherhorn: Muttergebundene K\u00e4lberaufzucht im Vollweidesystem; im Sommer kommen die K\u00fche nur zum Melken zum Stall.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Johanna und Bj\u00f6rn Scherhorn, die sich von zwei besonders aufm\u00fcpfigen K\u00e4lbern, die aus ihren Iglus geflohen sind, zum Umdenken animieren lie\u00dfen, sind letztlich ohne gro\u00dfe Vorbereitung in die muttergebundene K\u00e4lberaufzucht gegangen. \u00bbDas f\u00fchlte sich einfach gut und richtig an\u00ab, sagt Bj\u00f6rn Scherhorn sechs Jahre sp\u00e4ter, und lacht \u00fcber die eigene Naivit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie hatten sich vorher keine Gedanken dar\u00fcber gemacht, was wohl sein w\u00fcrde, wenn die K\u00e4lber mit den K\u00fchen auf die Weide gehen. Pl\u00f6tzlich war das nun aber ein Problem: Zugluft! \u00bbWie kriegen wir das hin, dass die K\u00e4lber keine Lungenentz\u00fcndung kriegen, weil im Fr\u00fchjahr oder im Herbst der Wind so bl\u00f6d herzieht?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Windschutz musste her. Also bauten die beiden erstmal eine Benjes-Hecke aus Totholz, die dann alsbald auch von B\u00fcschen besiedelt wurde. Sie pflanzten auch B\u00fcsche an die alten Entw\u00e4sserungsgr\u00e4ben, die zuvor immer frei gehalten waren von Bewuchs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade erst hatten sie aus den \u00c4ckern, die am Hof Scherhorn lagen, wieder Weiden gemacht, wie das hunderte von Jahren war, bevor die sogenannte Gr\u00fcne Revolution in den 1960er Jahren die Landschaft trockenlegte und umbrach und aus feuchten Wiesen trockenes Ackerland machte. Zu trockenes, wie sich in den D\u00fcrrejahren um 2019 herausstellte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als dann um den Hof wieder Weideland war, die K\u00fche und die Rinder wieder drau\u00dfen waren, die Wiesenv\u00f6gel wieder da waren und die Heckenv\u00f6gel \u2014 dann kam die Sache mit der muttergebundenen K\u00e4lberaufzucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einer Biokontrolle mussten sie lernen, dass die K\u00e4lber nicht mitlaufen durften im Boxenlaufstall der Milchk\u00fche, weil die Spalten der B\u00f6den dort, durch die Kot und Urin fallen, einen halben Zentimeter zu breit waren. Also musste ein eigener Stall f\u00fcr M\u00fctter und K\u00e4lber her.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie machten deshalb einen Versuch mit Ammenk\u00fchen und stellten fest, dass das wohl funktioniert, aber sich eine Amme nicht gleich gut um drei K\u00e4lber k\u00fcmmert, wie die Mutter um ihren eigenen Nachwuchs. Also zur\u00fcck zur muttergebundenen Aufzucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00bbDabei \u00fcbernimmt die Kuh n\u00e4mlich auch die Sorge um das Immunsystem vom Kalb\u00ab, sagt Bj\u00f6rn Scherhorn. \u00bbWenn das Kalb Probleme mit der Verdauung hat, putzt die Kuh dem Kalb den Hintern ab und wei\u00df dann genau, was dem Kalb fehlt. Und dann sucht die Kuh genau die Kr\u00e4uter, die dem Kalb jetzt helfen, oder sie sch\u00e4lt ein bisschen Rinde von einer Weide.\u00ab So sie die Kr\u00e4uter denn findet auf der Weide und es dort auch B\u00e4ume gibt, an denen sie sich vergehen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Drinnen und drau\u00dfen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weil die Scherhorns ohnehin gerade beim Umbau von Landwirtschaft und Landschaft waren, machten sie es gleich radikal, s\u00e4ten heilsame Kr\u00e4uter ins Gras und pflanzten heilsame B\u00e4ume an die Gr\u00e4ben. F\u00fcr gesunde K\u00e4lber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00bbBei Bauchschmerzen hilft die Schafgarbe, bei einem Husten der Spitzwegerich, Himbeerbl\u00e4tter sind krampfl\u00f6send, Brennnessel hilft gegen Schmerzen, Eiche gegen Juckreiz und Durchfall, wilde M\u00f6hre gegen W\u00fcrmer\u00ab, steht auf der Netzseite des Hofs Scherhorn. Und die Rinde der von Bj\u00f6rn Scherhorn erw\u00e4hnten Weide enth\u00e4lt den Pflanzenextrakt Salicis cortex, den schon der antike Arzt Hippokrates als fiebersenkend, entz\u00fcndungshemmend und schmerzlindernd empfahl.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die K\u00fche kennen die heilenden und lindernden Wirkungen der Kr\u00e4uter, und haben sie auch nach jahrzehntelanger Stallhaltung nicht vergessen, anders als die Bauern. Die M\u00fctter riechen an ihren K\u00e4lbern und deren Hinterlassenschaften, was dem Nachwuchs fehlt. Dann k\u00f6nnen sie durch gezieltes Fressen von Kr\u00e4utern oder auch Weidenrinde, ihre Milch kalbgerecht medikamentieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nebenbei hat diese Weidemilch dann auch noch f\u00fcr uns Menschen, mit denen die K\u00fche ihre Milch teilen, besonders viele der gesunden Omega-3-Fetts\u00e4uren. Was den H\u00f6fen allerdings selbst die Biomolkerei nicht honoriert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"554\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Kattendorf-Daniel-Runge-Ammenweide-1024x554.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3475\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Kattendorf-Daniel-Runge-Ammenweide-1024x554.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Kattendorf-Daniel-Runge-Ammenweide-300x162.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Kattendorf-Daniel-Runge-Ammenweide-768x415.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Kattendorf-Daniel-Runge-Ammenweide-1536x830.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Kattendorf-Daniel-Runge-Ammenweide-2048x1107.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Kuh begr\u00fc\u00dft den Bauern, die K\u00e4lber interessieren sich mehr f\u00fcrs Euter und f\u00fcrs Schmusen.: Auf der Ammenweide beim Kattendorfer Hof.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Kattendorfer System<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer die Trennung von Kalb und Kuh aufheben will, wer weg will von der separaten K\u00e4lberaufzucht, wer den letzten K\u00e4lberiglu zu einem Spielplatz f\u00fcr die Kinder machen will, wie das auf Hof Scherhorn ist, muss umbauen und investieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gilt auch f\u00fcr die K\u00e4lberaufzucht mit Ammen. Beim Kattendorfer Hof gibt es sowohl einen eigenen Stall f\u00fcr K\u00e4lber und Ammen im Winter und eigene Weidefl\u00e4chen an der separaten Hofstelle, als auch eine separate Ammenweide zum Eingew\u00f6hnen beim Hof. Dort sind die Ammen mit jeweils drei K\u00e4lbern in den ersten Tagen, nachdem Daniel Ruge sie zusammengebracht hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie er das macht? \u00bbIch suche eine Amme aus und f\u00fchre sie mit dem Kalb zusammen\u00ab, sagt er. Am Anfang muss er bisweilen etwas nachhelfen, die Kuh festhalten, das Kalb zum Euter bringen und verhindern, dass die Kuh nach ihm tritt. \u00bbDann kann das Kalb anfangen zu trinken und die beiden gew\u00f6hnen sich aneinander.\u00ab Wenn das geklappt hat, bringt er auch die n\u00e4chsten beiden K\u00e4lber, die geboren werden, zu der Amme. &nbsp;\u00bbUnd wenn die dann ein eingespieltes Team sind, wenn ich also feststelle, die Kuh verst\u00f6\u00dft keines der K\u00e4lber, die K\u00e4lber kriegen alle genug Milch, das Euter der Kuh wird leer, dann kommen die in die Ammen-Gruppe.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00bbIch suche eine Amme aus\u00ab, sagt er so lapidar. Und nach welchen Kriterien?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Kattendorfer Hof werden nur K\u00fche zu Ammen gemacht, die gerade in ihrer Hochlaktation sind. Das ist die Zeit, ungef\u00e4hr f\u00fcnfzig Tage nach der Geburt eines Kalbs, in der die Kuh am meisten Milch gibt. Danach sinkt die Milchleistung kontinuierlich, bis nach 300 Tagen die K\u00fche zu sogenannten Trockensteherinnen werden. Damit endet die Laktation, also die Zeit, in der die Kuh Milch gibt. Sie wird dann ungef\u00e4hr zwei Monate lang nicht gemolken, bis das n\u00e4chste Kalb kommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und was ist nun eine gute Amme, die drei oder auch vier Monate lang mehrere K\u00e4lber versorgen kann? \u00bbKommt auf die Jahreszeit an\u00ab, sagt Daniel Ruge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00bbWenn die Ammen mit ihren K\u00e4lbern im Sommer auf der Weide sind, kann man ihnen nicht regelm\u00e4\u00dfig Kraftfutter geben. Das hei\u00dft, die K\u00fche m\u00fcssen ihre Milchleistung komplett aus dem Gras holen. Und wenn man jetzt eine alte Kuh nimmt, die schon ein bisschen abbaut, aber noch viel Milch gibt, und man stellt die mit drei K\u00e4lbern auf die Weide, dann verausgabt die sich und kann abmagern.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Sommer sollte es also eine j\u00fcngere Kuh sein, die gen\u00fcgend Milch nur aus dem Gras produzieren kann. Im Winter sind die Ammen mit den K\u00e4lbern in einem gro\u00dfen Stall mit eingestreuter Liegefl\u00e4che. \u00bbDort kann ich ihnen bestes Heu bieten und auch mal Kraftfutter. Dann darf das auch eine \u00e4ltere Kuh sein.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">System Tams<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anderer Hof, anderes Ammensystem. Auf dem Hof der Familie Tams bei Ausacker auf der schleswig-holsteinischen Halbinsel Angeln an der Ostsee gibt es einen neu gebauten K\u00e4lber-Ammen-Stall mit anschlie\u00dfenden Weiden. Der Hof geh\u00f6rt zur Bauerngemeinschaft Hamfelder Hof und ich habe ihn beim Umstellen auf kuhgebundene K\u00e4lberaufzucht begleitet, zuletzt mit der Episode \u00bbNeues altes K\u00e4lbergl\u00fcck\u00ab im <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/ffe043-neues-altes-kaelberglueck\/\">Podcast<\/a> und im <a href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/neues-altes-kaelberglueck\/\">Blog<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"535\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Amme-Kaelber-Bindunghsphase-1024x535.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3477\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Amme-Kaelber-Bindunghsphase-1024x535.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Amme-Kaelber-Bindunghsphase-300x157.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Amme-Kaelber-Bindunghsphase-768x401.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Amme-Kaelber-Bindunghsphase-1536x802.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Amme-Kaelber-Bindunghsphase-2048x1069.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bindungsphase: Eine Amme mit vier K\u00e4lbern zum Eingew\u00f6hnen die ersten vierzehn Tage zusammen in einer Box, bevor es auf die Gruppenweide geht.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den Tams werden nur K\u00fche zu Ammen gemacht, die bereits wieder tragend sind, und das schon seit gut hundert Tagen. Das hei\u00dft, die Geburt ihres letzten Kalbs ist dann schon rund sechs Monate her. Altbauer Johannes Tams und Sohn Hauke haben ein ausgekl\u00fcgeltes System entwickelt, nach dem hier die Ammen zu ihren K\u00e4lbern kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Hof verf\u00fcgt nicht \u00fcber mehrere kleine \u00bbAbkalbeboxen\u00ab, also separate Stallabteile f\u00fcr Mutter und Kalb, sondern \u00fcber eine gro\u00dfe Abkalbebox, in die mehrere K\u00fche mit ihren K\u00e4lbern passen. Wenn nun eine Kuh ihr Kalb gebiert, dann ist sie in der Abkalbebox mit dem Nachwuchs allein, bis die n\u00e4chste Kuh kalbt. Dann geht die erste Kuh wieder in die Milchkuhherde zur\u00fcck und die junge Mutter hat zwei K\u00e4lber zu s\u00e4ugen. Was aber kein Problem ist, weil es den K\u00e4lbern sehr schnell recht egal ist, woher sie ihre Milch bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn dann die n\u00e4chste Kuh kalbt, geht die zweite Kuh in die Herde zur\u00fcck, dann die dritte. Und wenn schlie\u00dflich die vierte Kuh kalbt, kommt die Amme dazu, die dann mit vier K\u00e4lbern zur\u00fcckbleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00bbDas h\u00f6rt sich jetzt nach einer langwierigen Prozedur an\u00ab, sagt Altbauer Johannes Tams, \u00bbbei gut 170 Geburten im Jahr, kann das aber auch mal in zwei Tagen durch sein.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als ich Sophie Langner vom Tams\u2018schen System der Kalb-Ammen-Bindung direkt in der Abkalbebox erz\u00e4hle, ist die Tier\u00e4rztin, die bei der Tierschutzorganisation Provieh als Fachreferentin f\u00fcr Tiere in der Landwirtschaft arbeitet, positiv \u00fcberrascht von der pfiffigen Idee.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie best\u00e4tigt, dass K\u00e4lber gerne auch an ein anderes Euter als das der Mutter gehen. Oft lie\u00dfen die anderen K\u00fche sie aber nicht, wenn da keine Bindung bestehe. Die Amme in der Abkalbebox schaffe da aber wohl einen wirklich sehr sanften \u00dcbergang, \u00bbweil von Anfang an Kontakt da ist und letztendlich gerade diese erste Zeit so wichtig ist, damit da eine gemeinsame Pr\u00e4gung und Beziehung aufgebaut werden kann.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das passt zu einer Beobachtung von Johannes Tams: \u00bbDie Amme bleibt die ganze Zeit f\u00fcrsorglich ihren K\u00e4lbern verbunden. Sie l\u00e4sst dann sp\u00e4ter in der gro\u00dfen Gruppe auch andere K\u00e4lber trinken, k\u00fcmmert sich aber nur um die drei oder vier, die sie von Anfang an bei sich hat.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie beim Kattendorfer Hof sind auch bei den Tams K\u00e4lber und Ammen in den ersten zwei Wochen immer im Blick der Menschen. Die Tams haben den neuen Ammenstall extra dicht ans Wohnhaus gebaut, auf dass alle zwischendurch mal nach den K\u00e4lbern schauen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Bindungsphase, in der eine Amme mit \u00bbihren\u00ab K\u00e4lbern alleine ist, geht es nebenan im K\u00e4lber-Ammen-Stall in die n\u00e4chstgr\u00f6\u00dfere Gruppe mit f\u00fcnf K\u00fchen und f\u00fcnfzehn K\u00e4lbern \u2014 und mit Auslauf auf die Weide. Jetzt l\u00e4sst sich das sehr sch\u00f6n beobachten, dass den K\u00e4lbern egal ist, an welchem Euter sie nuckeln, w\u00e4hrend die K\u00fche sich nur um die K\u00e4lber k\u00fcmmern, die sie in der Bindungsphase bei sich hatten. Bei denen machen sie Fellpflege, denen lecken sie den Bauch, wenn die Verdauung ruckelt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Selbstbewusste K\u00e4lber<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Johannes Tams macht es Spa\u00df, die K\u00e4lber und ihre Ammen zu beobachten. Und er stellt fest, dass auf dem Hof ganz andere K\u00e4lber und letztlich auch K\u00fche heranwachsen, seit sie mit der kuhgebundenen K\u00e4lberaufzucht begonnen haben. \u00bbDie haben ein ganz anderes Selbstbewusstsein als die K\u00e4lber fr\u00fcher\u00ab, sagt er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fr\u00fcher h\u00e4tten die K\u00e4lber den Kopf gesenkt, wenn er ihnen ins Gesicht schaute. Von heute aus gesehen meint er, da sei etwas Trauriges in ihrem Verhalten gewesen, obwohl sie ja nicht allein waren, wenn sie nach der ersten Zeit in den K\u00e4lberiglus dann in Gruppen liefen. Heute sei das ganz anders. \u00bbDie haben einen ganz anderen, geraden Blick.\u00ab Schon in der Bindungsphase, wenn er noch h\u00e4ufig in die Box geht, um zu pr\u00fcfen, ob alle K\u00e4lber getrunken haben und ob das Euter der Amme auch leer ist: \u00bbDie gucken mich an und sagen: Ich bin da, ich bin eigenst\u00e4ndig!\u00ab Und dann mit einem Blick zur Amme: \u00bbDu kannst mir gar nix, ich habe hier eine Gro\u00dfe bei mir. Ich bin beh\u00fctet.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was mir Johannes Tams immer unter dem Vorbehalt erz\u00e4hlt hat, dass das nur seine subjektiven Beobachtungen sind, wird durchaus von der Wissenschaft best\u00e4tigt. Dieses Mal vom Th\u00fcnen-Institut, dem Forschungsinstitut des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Das hat in einem eigens daf\u00fcr eingerichteten <a href=\"https:\/\/www.thuenen.de\/de\/themenfelder\/nutztierhaltung-und-aquakultur\/kuhgebundene-kaelberaufzucht\">Forschungsbereich<\/a> zusammengefasst, was es dazu bereits an Studien gibt. Und ist in einer <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0168159113001184\">Studie<\/a> zusammen mit Instituten aus der Schweiz und \u00d6sterreich explizit auf die gr\u00f6\u00dfere Eigenst\u00e4ndigkeit und das st\u00e4rkere Selbstbewusstsein von K\u00fchen eingegangen, die kuhgebunden aufgezogen wurden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"438\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Tams-Johannes-bei-den-Ochsen-1024x438.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3156\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Tams-Johannes-bei-den-Ochsen-1024x438.jpg 1024w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Tams-Johannes-bei-den-Ochsen-300x128.jpg 300w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Tams-Johannes-bei-den-Ochsen-768x329.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Tams-Johannes-bei-den-Ochsen-1536x658.jpg 1536w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Tams-Johannes-bei-den-Ochsen-2048x877.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Auch das geh\u00f6rt zum Projekt Kalb und Kuh, wie es die Bauerngemeinschaft Hamfelder Hof angeht: Es gibt keine K\u00e4lbertransporte mehr. Alle Tiere belieben auf dem Hof. Hier besucht Johannes Tams eine Herde von F\u00e4rsen und Ochsen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Ges\u00fcndere K\u00e4lber<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass sie selbstbewusstere K\u00e4lber haben als fr\u00fcher, habe ich von einigen B\u00e4uerinnen und Bauern geh\u00f6rt, die umgestellt haben von der Trennung von Kalb und Kuh zur kuhgebundenen K\u00e4lberaufzucht. Was ich von allen geh\u00f6rt habe, mit denen ich dar\u00fcber gesprochen habe, ist, dass sie ges\u00fcndere und kr\u00e4ftigere K\u00e4lber haben als fr\u00fcher. Auch dazu gibt es inzwischen einige Untersuchungen und Studien. Und die Tier\u00e4rztin Sophie Langner von Provieh findet das auch plausibel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00bbEin gro\u00dfer Vorteil ist zum Beispiel, dass die K\u00e4lber deutlich fr\u00fcher anfangen, feste Nahrung aufzunehmen, einfach weil sie den Kontakt zu erwachsenen Rindern haben und sich das da abgucken k\u00f6nnen.\u00ab Abgucken von den Gro\u00dfen k\u00f6nnen sich K\u00e4lber im isolierten Iglu nichts, und auch sp\u00e4ter in den \u00fcblichen K\u00e4lbergruppen sind eben keine erwachsenen Rinder dabei. \u00bbWenn die K\u00e4lber in einem kuhgebundenen System fr\u00fcher feste Nahrung zu sich nehmen, dann ist das f\u00fcr die Pansenentwicklung von gro\u00dfem Vorteil, weil sich da schnell eine gute Pansenflora entwickeln kann\u00ab, sagt Sophie Langner. Der komplizierte Kuhmagen kommt also besser in&nbsp; Gang und die mikrobiellen Helferlein sind eher aktiv.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu kommt, dass die K\u00e4lber sowieso schon ges\u00fcnder und widerstandsf\u00e4higer sind, weil sie nicht nur zweimal am Tag getr\u00e4nkt werden, sondern viel h\u00e4ufiger kleine Portionen Milch am Euter trinken. Das sei f\u00fcr den sensiblen Verdauungsapparat der jungen Tiere deutlich g\u00fcnstiger. Au\u00dferdem trinken sie in der kuhgebundenen Aufzucht auch insgesamt etwas mehr Milch. \u00bbDas hei\u00dft, diese K\u00e4lber wachsen schneller, nehmen mehr N\u00e4hrstoffe auf in k\u00fcrzerer Zeit und dadurch letztlich auch mehr Antik\u00f6rper.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine wissenschaftlich noch nicht belegte Beobachtung von Hauke Tams und Altbauer Johannes ist, dass die Ammenk\u00fche am Ende ihrer Aufzuchtphase, also nachdem sie drei oder vier Monate lang drei K\u00e4lber gef\u00fcttert haben, mit mehr Milchleistung wieder in die Kuhherde zur\u00fcckkommen, als ihre Kolleginnen, die keine K\u00e4lber aufgezogen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist also vielleicht gar nicht so, dass dem Hof durch die kuhgebundene Aufzucht viel Milch verloren geht, selbst wenn die K\u00e4lber am Euter mehr saufen, als sie aus dem Nuckeleimer fr\u00fcher \u00fcberhaupt bekommen konnten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Mehr davon?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also: Zweiundachtzig Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher sind nach der Umfrage von 2017 tendenziell dagegen, dass Kalb und Kuh direkt nach der Geburt getrennt werden. Immer mehr H\u00f6fe haben in den letzten Jahren die kuhgebundene K\u00e4lberaufzucht eingef\u00fchrt, und noch mehr w\u00fcrden es wohl tun, wenn sie den daf\u00fcr n\u00f6tigen Umbau finanzieren k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"745\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Provieh-Sophie-Langner-745x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3481\" style=\"aspect-ratio:0.7275461047745608;width:442px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Provieh-Sophie-Langner-745x1024.jpg 745w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Provieh-Sophie-Langner-218x300.jpg 218w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Provieh-Sophie-Langner-768x1055.jpg 768w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Provieh-Sophie-Langner-1118x1536.jpg 1118w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Provieh-Sophie-Langner-1491x2048.jpg 1491w, https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Provieh-Sophie-Langner-scaled.jpg 1864w\" sizes=\"auto, (max-width: 745px) 100vw, 745px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Dass Verbraucherinnen und Verbraucher die Trennung von Kalb und Kuh ablehnen, ist klar, dass sie deshalb auch mehr f\u00fcr Milchprodukte bezahlen, eher nicht. Sophie Langner von Provieh. | Foto: privat<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt eine <a href=\"https:\/\/www.provieh.de\/kampagnen\/kuh-und-kalb\/einkaufen\/kuh-und-kalb-hoefe\/\">Online-Landkarte<\/a>, auf der wir nachschauen k\u00f6nnen, welcher Hof in unserer N\u00e4he kuhgebundene K\u00e4lberaufzucht schon praktiziert und wo wir die zugeh\u00f6rigen Produkte kaufen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sophie Langner von Provieh stellt fest, dass diese Landkarte sich langsam f\u00fcllt. Sehr langsam allerdings, aber es stellen immerhin noch einige H\u00f6fe mehr auf kuhgebundene K\u00e4lberaufzucht um. Und die Anfragen bei Provieh lassen erkennen, dass immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher die Trennung von Kalb und Kuh ablehnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00bbGesellschaftlich ist auf jeden Fall der Wunsch da, dass die Trennung von Kalb und Kuh nicht mehr praktiziert wird.\u00ab Und das k\u00f6nne auch zu einem anderen Kaufverhalten f\u00fchren. Die Verbraucherinnen und Verbraucher h\u00e4tten zwar nicht allein die Macht, ein System zu ver\u00e4ndern, ihr Einfluss spiele aber schon eine Rolle, vor allem, wenn sie akzeptieren w\u00fcrden, dass das aufwendigere Aufzuchtverfahren auch das teurere sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das war der positive Teil der Nachricht. Den gibt es eigentlich immer, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher gefragt werden, was sie wollen und ob sie gegebenenfalls auch ihr Konsumverhalten umstellen w\u00fcrden, um dieses Wollen zu erreichen. Sie wollen das Bessere, wenn es um tierische Lebensmittel geht im Zweifel mehr Tierwohl, und sie w\u00fcrden auch entsprechend einkaufen \u2014 wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tun sie aber nicht. Sophie Langner sagt, es sei gerade nicht so, dass das Projekt Kalb und Kuh im Aufwind sei und jetzt nur noch die zugeh\u00f6rigen Produkte in gro\u00dfer Zahl kommen m\u00fcssten, und die w\u00fcrden dann gekauft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fahrt mit dem Einkaufswagen endet an der Kasse. Und was dort registriert wird, das ist dann die Realit\u00e4t. Wenn dort mehr vom \u00dcblichen gescannt wird, dann wird auch mehr vom \u00dcblichen produziert. Der Kassenbon ist ein Produktionsauftrag f\u00fcr die Lebensmittelindustrie, der sagt: Mehr davon!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer keine Milchprodukte isst, kann diesen Blog getrost abtun. Aber wer ist das eigentlich? Wer kann daf\u00fcr garantieren, dass bei den vielen vorproduzierten Lebensmitteln, die wir konsumieren, nicht doch irgendwo Milchprodukte versteckt sind, selbst wenn man bewusst darauf verzichten m\u00f6chte? Also doch ein Podcast f\u00fcr alle \u2013 bei dem es einmal mehr um die Aufzucht &#8230; <a title=\"Projekt Kalb und Kuh\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/\" aria-label=\"Mehr zu Projekt Kalb und Kuh\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[146,49,38,3,24,2,120,68],"tags":[176,96,71],"class_list":["post-3468","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-agrarwende","category-ernaehrung","category-gesundheit","category-landwirtschaft","category-tierethik","category-tierhaltung","category-tierwohl","category-weidehaltung","tag-kuhgebundene-kaelberaufzucht","tag-milchvieh","tag-tierwohl","infinite-scroll-item"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Projekt Kalb und Kuh - F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Projekt Kalb und Kuh - F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Wer keine Milchprodukte isst, kann diesen Blog getrost abtun. Aber wer ist das eigentlich? Wer kann daf\u00fcr garantieren, dass bei den vielen vorproduzierten Lebensmitteln, die wir konsumieren, nicht doch irgendwo Milchprodukte versteckt sind, selbst wenn man bewusst darauf verzichten m\u00f6chte? Also doch ein Podcast f\u00fcr alle \u2013 bei dem es einmal mehr um die Aufzucht ... Weiterlesen ...\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2026-07-02T06:00:00+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Ammen-und-Kaelber-scaled.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2560\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1539\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Florian Schwinn\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@Journaille\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@Journaille\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Florian Schwinn\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"25\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/projekt-kalb-und-kuh\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/projekt-kalb-und-kuh\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Florian Schwinn\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/79b5d182d53386a59defbc7c19766aae\"},\"headline\":\"Projekt Kalb und Kuh\",\"datePublished\":\"2026-07-02T06:00:00+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/projekt-kalb-und-kuh\\\/\"},\"wordCount\":4505,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/projekt-kalb-und-kuh\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/07\\\/Tams-Ammen-und-Kaelber-1024x616.jpg\",\"keywords\":[\"kuhgebundene K\u00e4lberaufzucht\",\"Milchvieh\",\"Tierwohl\"],\"articleSection\":[\"Agrarwende\",\"Ern\u00e4hrung\",\"Gesundheit\",\"Landwirtschaft\",\"Tierethik\",\"Tierhaltung\",\"Tierwohl\",\"Weidehaltung\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/projekt-kalb-und-kuh\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/projekt-kalb-und-kuh\\\/\",\"name\":\"Projekt Kalb und Kuh - F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/projekt-kalb-und-kuh\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/projekt-kalb-und-kuh\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/07\\\/Tams-Ammen-und-Kaelber-1024x616.jpg\",\"datePublished\":\"2026-07-02T06:00:00+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/projekt-kalb-und-kuh\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/projekt-kalb-und-kuh\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/projekt-kalb-und-kuh\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/07\\\/Tams-Ammen-und-Kaelber-scaled.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/07\\\/Tams-Ammen-und-Kaelber-scaled.jpg\",\"width\":2560,\"height\":1539},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/projekt-kalb-und-kuh\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Projekt Kalb und Kuh\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/\",\"name\":\"F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen\",\"description\":\"Hintergrundwissen f\u00fcr bewussten Konsum\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/#organization\",\"name\":\"F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/08\\\/PodcastCover-scaled.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/08\\\/PodcastCover-scaled.jpg\",\"width\":2560,\"height\":2560,\"caption\":\"F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/Journaille\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/79b5d182d53386a59defbc7c19766aae\",\"name\":\"Florian Schwinn\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/015c7bb04f4a6b87161c1c34a5fa9dee51f9903ee033683f3fce49e1db8df547?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/015c7bb04f4a6b87161c1c34a5fa9dee51f9903ee033683f3fce49e1db8df547?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/015c7bb04f4a6b87161c1c34a5fa9dee51f9903ee033683f3fce49e1db8df547?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Florian Schwinn\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\"],\"url\":\"https:\\\/\\\/www.florianschwinn.de\\\/wordpress\\\/author\\\/florianschwinn_wpkolum\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Projekt Kalb und Kuh - F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Projekt Kalb und Kuh - F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen","og_description":"Wer keine Milchprodukte isst, kann diesen Blog getrost abtun. Aber wer ist das eigentlich? Wer kann daf\u00fcr garantieren, dass bei den vielen vorproduzierten Lebensmitteln, die wir konsumieren, nicht doch irgendwo Milchprodukte versteckt sind, selbst wenn man bewusst darauf verzichten m\u00f6chte? Also doch ein Podcast f\u00fcr alle \u2013 bei dem es einmal mehr um die Aufzucht ... Weiterlesen ...","og_url":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/","og_site_name":"F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen","article_published_time":"2026-07-02T06:00:00+00:00","og_image":[{"width":2560,"height":1539,"url":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Ammen-und-Kaelber-scaled.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Florian Schwinn","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@Journaille","twitter_site":"@Journaille","twitter_misc":{"Verfasst von":"Florian Schwinn","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"25\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/"},"author":{"name":"Florian Schwinn","@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/79b5d182d53386a59defbc7c19766aae"},"headline":"Projekt Kalb und Kuh","datePublished":"2026-07-02T06:00:00+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/"},"wordCount":4505,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Ammen-und-Kaelber-1024x616.jpg","keywords":["kuhgebundene K\u00e4lberaufzucht","Milchvieh","Tierwohl"],"articleSection":["Agrarwende","Ern\u00e4hrung","Gesundheit","Landwirtschaft","Tierethik","Tierhaltung","Tierwohl","Weidehaltung"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/","url":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/","name":"Projekt Kalb und Kuh - F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Ammen-und-Kaelber-1024x616.jpg","datePublished":"2026-07-02T06:00:00+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Ammen-und-Kaelber-scaled.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Tams-Ammen-und-Kaelber-scaled.jpg","width":2560,"height":1539},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/projekt-kalb-und-kuh\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Projekt Kalb und Kuh"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/#website","url":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/","name":"F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen","description":"Hintergrundwissen f\u00fcr bewussten Konsum","publisher":{"@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/#organization","name":"F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen","url":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/PodcastCover-scaled.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/PodcastCover-scaled.jpg","width":2560,"height":2560,"caption":"F\u00fchrerschein f\u00fcr Einkaufswagen"},"image":{"@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/Journaille"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/#\/schema\/person\/79b5d182d53386a59defbc7c19766aae","name":"Florian Schwinn","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/015c7bb04f4a6b87161c1c34a5fa9dee51f9903ee033683f3fce49e1db8df547?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/015c7bb04f4a6b87161c1c34a5fa9dee51f9903ee033683f3fce49e1db8df547?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/015c7bb04f4a6b87161c1c34a5fa9dee51f9903ee033683f3fce49e1db8df547?s=96&d=mm&r=g","caption":"Florian Schwinn"},"sameAs":["https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress"],"url":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/author\/florianschwinn_wpkolum\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3468"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3468\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3499,"href":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3468\/revisions\/3499"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.florianschwinn.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}