FFE05 Was tun!

„Es ist riskant. Wir wagen es trotzdem: Wir erhöhen unseren Milchpreis um 20 Cent.“ So steht es seit ein paar Wochen auf den Milchtüten der Bauerngemeinschaft Hamfelder Hof, die im Norden Deutschlands Biomilch anbietet. Mit der Preiserhöhung will die Gemeinschaft von fast vierzig Betrieben einen Umbau der Tierhaltung und der Landbewirtschaftung finanzieren. Hier wird das gemacht, wovon alle reden: Klimaschutz, Tierwohl, Biodiversität und faire, zukunftsfähige Arbeitsbedingungen auf dem Land – einmal alles und das sofort. Ohne weiteres Warten auf die Politik.

FFE04 Auf dem dritten Weg – die Weidekuh

Die Ökolandwirtschaft erkauft wenig Umweltschutz mit sehr viel Ertragsverlust. Deshalb braucht der Biolandbau viel mehr Fläche, wenn er die gleiche Menge Lebensmittel erzeugen soll wie die konventionelle Landwirtschaft. Das ist „der Narrativ des Agrarindustriellen Komplexes“, wie es der Agrarwissenschaftler Friedhelm Taube nennt. Vor zehn Jahren hat er sich mit seinen Kolleginnen und Kollegen von der Universität Kiel aufgemacht, um dieser Erzählung etwas entgegenzusetzen und den dritten Weg zu suchen – den Weg zu einer effizienten Ökolandwirtschaft, die gleichzeitig Klima- und Naturschutz ist. Dieser Weg führt auf die Weide. Und er könnte ein Vorbild für die Agrarwende sein, die die Ampel ja wollen soll.

FFE03 Landwirtschaft ohne Subventionen

Jede landwirtschaftlich genutzte Fläche in der Europäischen Union ist subventioniert. Jede? Nein, nicht ganz. Es gibt Bäuerinnen und Bauern, die bewusst auf das Geld aus Brüssel verzichten, damit sie als „freie Bauern“ auf ihren Äckern und Wiesen machen können, was sie für sinnvoll halten. Auch wenn das durch das Subventionsraster fällt. Wie geht das? Und was bedeutet das für die Lebensmittelpreise?

FFE02 Fleischkonsum?

Weltweit wird inzwischen so viel Fleisch produziert, dass die Biomasse der Nutztiere die aller auf dieser Erde lebenden Wildtiere bei weitem übersteigt. Es ist zu viel für diesen Planeten, sein Klima, seine Böden, sein Wasser, die Biodiversität und die Gesundheit. Die des Planeten und unsere. Ohne die Tiere geht es aber auch nicht. Im Gegenteil: Weidetiere könnten uns helfen, den Planeten zu retten.

FFE01 Schwein gehabt

Was macht ein Schweinehalter, der seinen Tieren ein besseres Leben verschaffen will? Er lässt die Sau raus! Was aber, wenn er von den Eltern einen Hof mit zweitausend Mastplätzen in Ställen mit Spaltenböden übernommen hat. Kann er es sich auf dieser Basis überhaupt leisten, auf Freilandhaltung umzusteigen? Wie lässt sich mehr Tierwohl schaffen, so wie das angeblich alle wollen? Im Südwesten Schleswig-Holsteins versucht genau das der Schweinemäster Thies Mohr.

FFE00 Trailer

Der Podcast zum Führerschein für Einkaufswagen – jeden ersten Donnerstag im Monat neu